Forschung und Lehre

Wissenschaftliches Arbeiten

Gute Medizin muss sich beständig weiterentwickeln. Deshalb arbeiten wir in allen Kliniken und Fachabteilungen begleitend zum Krankenhausalltag auch wissenschaftlich. Dadurch stärken wir unsere Kompetenzen und können unsere Erfahrungen an andere weitergeben. Unsere Ärzte und Wissenschaftler präsentieren sich regelmäßig auf Kongressen, halten Vorträge und Lehrveranstaltungen und veröffentlichen ihre Arbeiten in einschlägigen Fachzeitschriften.

 Forschung

Der Forschungsschwerpunkt der Universitätsklinik für Medizinische Strahlenphysik liegt auf der Verbesserung von Strahlungsmessgeräten, den sogenannten Dosimetern. Die Bestrahlungstechnik hat heute bereits einen hohen technischen Standard erreicht, dennoch lässt sie sich optimieren. Die Arbeitsgruppe rund um Professor Dr. Björn Poppe untersucht mit den Dosimetern unter anderem genauer, wie sich die Strahlung ausbreitet und wie sie mit den Molekülen im Körper reagiert, denn all das beeinflusst die Strahlungsdosis, die auf den Patienten trifft. Kann man die von den Geräten abgegebene Strahlung besser messen, kann man auch die Bestrahlungsplanung verbessern. Die Erkenntnisse aus dieser Forschungstätigkeit werden weltweit für die Optimierung der Strahlungsmessung genutzt.

In einem grenzüberschreitenden Projekt der European Medical School der Universitäten Oldenburg und Groningen wird derzeit in Groningen ein Bestrahlungszentrum gebaut, an dem mit Teilchenstrahlung behandelt wird, mit sogenannten Protonen. Auch dafür entwickelt Björn Poppe mit seinem Team zuverlässige Dosimeter.

Wissen aus Oldenburg für Reisen durchs All
Die Arbeitsgruppe der Medizinischen Strahlenphysik beschäftigt sich darüber hinaus mit Strahlung im Weltall, die von unserer Sonne ausgeht oder aus fernen Galaxien auf unser Sonnensystem prasselt. Auch kleine Meteore gehören zu ihrem Fachgebiet. Denn die Ausbreitung von Strahlung und von kleinen Teilchen lässt sich mathematisch mit denselben Verfahren berechnen – sogenannten Transportgleichungen. Die Strahlung und kleine Meteore gefährden Raumfahrer, die sich im All aufhalten. Besonders jene, die lange im All unterwegs sind – zukünftig zum Beispiel Astronauten auf einem viele Monate dauernden Flug zum Mars. In Kooperation mit der Europäischen Raumfahrtagentur, der ESA, arbeitet das Team deshalb auch an hochempfindlichen Messgeräten, die Details über die Strahlenausbreitung und -belastung im All liefern können.

Lehre

Einen Überblick über die Lehrveranstaltungen der Strahlenphysik, Strahlenschutzkurse und den Unterricht für die Bestrahlungsplanung der MTA-Schule Oldenburg erhalten Sie auf der Seite der Universität Oldenburg

Publikationen

Hier gelangen Sie zur Publikationsliste der Universitätsklinik für Medizinische Strahlenphysik.