Pressemitteilungen

Hier haben wir für Sie Presseinformationen zum Download bereit gestellt. Für weitere Fragen stehen wir natürlich gerne zur Verfügung.

Michael Dernoscheck, Bertine Pienkos-Sandmann, Presseinformationen aus dem Pius-Hospital

Personelle und strukturelle Änderungen

8. April 2021

Mit dem Ziel sich beständig weiterzuentwickeln und die Behandlung der Patientinnen und Patienten der Weser-Ems-Region in der bewährten hohen Qualität zu erbringen, setzt das Pius-Hospital Oldenburg im Frühjahr 2021 auf folgende strukturelle Veränderungen: Die „Klinik für interdisziplinäre Notfallmedizin“  sowie die „Klinik für Thoraxchirurgie“ werden aus bestehenden Kliniken ausgegliedert und nun eigenständig geführt. Seit Februar hat das katholische Krankenhaus mit Werner Meyer zudem einen neuen Pflegedirektor. In der Geschäftsführung wird es Anfang 2022 ebenfalls Veränderungen geben.

Neue „Klinik für interdisziplinäre Notfallmedizin“ mit Dr. med. Kirsten Habbinga als Direktorin
Die Zentrale Aufnahme, Notaufnahme und Aufnahmestation bilden eine Schlüsselfunktion im Pius-Hospital. Seit 1. April 2021 ist diese Einheit aus der Klinik für Innere Medizin, Pneumologie und Gastroenterologie ausgegliedert und wird als eigenständige Klinik geführt. Für die Leitung der neuen Klinik hat sich eine Auswahlkommission einstimmig für Dr. med. Kirsten Habbinga (zuvor Leitende Ärztin Aufnahmezentrum, Zentrale Aufnahme und Notaufnahme und Koordinatorin des „Corona-Stabs“ im Pius-Hospital) ausgesprochen. Kirsten Habbinga ist eine sehr engagierte, fachlich versierte Ärztin. Im gesamten Haus, bei den niedergelassenen Ärzten, Rettungsdiensten und den umliegenden Krankenhäusern ist sie sehr anerkannt und hochgeschätzt. Auch im universitären Bereich ist Habbinga aktiv und darüber hinaus sehr gut vernetzt.

Neue „Klinik für Thoraxchirugie“ – unter der Leitung von Dr. med. Douglas Scriba
Zur Profilschärfung – um ihre steigende überregionale Bedeutung nach außen zu stärken – wird die bisherige Abteilung für Thoraxchirurgie seit 1. März 2021 unter dem gemeinsamen Zentrumsdach mit der Klinik für Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie als eigenständige Klinik geführt. Die Teilnehmenden einer Auswahlkommission haben sich einstimmig für Dr. med. Douglas Scriba als Direktor der Klinik ausgesprochen (zuvor Leitender Arzt und Leiter der Abteilung für Thoraxchirurgie). Douglas Scriba führt seinen Bereich in vorbildlicher Weise und wird von Patientinnen und Patienten, Mitarbeitenden und Kollegen gleichermaßen geschätzt. Den Herausforderungen der Positionierung der Thoraxchirurgie im starken wettbewerblichen Umfeld wird er sich als Klinikdirektor gemeinsam mit seinem starken Team weiterhin erfolgreich stellen.

Zum 1. Oktober 2020 wurde Dr. med. Andreas Cöster zum Leitenden Arzt der Klinik für Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie ernannt (zuvor Oberarzt und Leiter der Abteilung für Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie in der Klinik für Thorax-, Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie ). Andreas Cöster übernimmt in seiner neuen leitenden Funktion eine zusätzliche Verantwortung in der Klinik. Dr. med. Christoph-Maria Ratusinski wurde in diesem Zuge zum geschäftskoordinierenden Direktor des Zentrums ernannt und bleibt gleichzeitig Direktor der Klinik für Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie.

Pflegedirektorin Irmgard Hollmann legt aktiven Dienst nieder – Werner Meyer folgt ihr als Pflegedirektor nach
Die Pflegedirektorin und Mitglied des Direktoriums, Irmgard Hollmann, ist seit Februar 2020 krankheitsbedingt nicht in der Lage, ihren aktiven Dienst auszuüben und nimmt diesen bis zum Eintritt in den Ruhestand auch nicht wieder auf. Als Gesamtverantwortliche für den großen Pflege- und Funktionsbereich hat Hollmann über die gesamte Zeit in Kontinuität bewiesen, dass sich die Patientinnen und Patienten mit ihren Angehörigen im Pius angenommen, wertgeschätzt, liebevoll umsorgt und stets professionell, individuell  und bedarfsorientiert pflegerisch versorgt fühlen konnten.

Als Mitglied des Direktoriums hat sich Irmgard Hollmann verantwortungsvoll für die erfolgreiche Weiterentwicklung des Pius-Hospitals eingesetzt. Dabei hat sie immer die wertschätzende, anerkennende Pflege auf Augenhöhe im Fokus gehabt.

Für die Neubesetzung der Pflegedirektion im Pius-Hospital wurde eine Auswahlkommission gebildet. Sowohl die Mitglieder der Kommission als auch des Verwaltungsrats haben sich einstimmig für Werner Meyer als Pflegedirektor ausgesprochen, der diese Position seit 1. Februar 2021 innehat. Werner Meyer hatte bereits die Funktion des kommissarischen Pflegedirektors mit außerordentlichem Engagement, hoher fachlicher Kompetenz und mitarbeiterorientierter Führung verantwortungsvoll wahrgenommen. Davor war Werner Meyer im Pius-Hospital für das Pflegecontrolling verantwortlich.

Neue Geschäftsführung ab 2022 in der Vorbereitung
Geschäftsführerin Elisabeth Sandbrink wird Ende 2021 in den Ruhestand eintreten. Die Vorbereitungen für eine Nachfolge sind im Gange und werden von ihr sowie dem Verwaltungsrat des Krankenhauses aktiv begleitet.1986 nach ihrem Studium der Betriebswirtschaft in Einrichtungen des Gesundheitswesens an der University of Applied Science der Hochschule Osnabrück übernahm Elisabeth Sandbrink im Pius-Hospital die Leitung der Abteilung für Personal und später zusätzlich die Position der Kaufmännischen Direktorin, ehe sie 2007 Geschäftsführerin wurde. Seitdem hat sich das Pius-Hospital sehr erfolgreich zu einem hochspezialisierten, prosperierenden Krankenhaus mit einer besonderen Unternehmenskultur entwickelt. Unter den inzwischen 1.350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird großen Wert auf ein werteorientiertes und respektvolles Miteinander gelegt.

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Dr. med. Kirsten Habbinga
Dr. med. Douglas Scriba
Dr. med. Andreas Cöster
Dr. med. Christoph-Maria Ratusinski
Irmgard Hollmann
Werner Meyer
Elisabeth Sandbrink

„Neue Hüfte, neues Knie“ – Deutsch-niederländische Projektgruppe gibt Ratgeber für Menschen mit Gelenkersatz heraus

26. März 2021

Bei dem Buch „Neue Hüfte, neues Knie – Aktiv nach der Hüft- oder Kniegelenksoperation“ handelt es sich um einen hilfreichen Begleiter für alle, die eine Gelenksersatzoperation an der Hüfte oder am Knie vor sich haben oder bereits eine Prothese an entsprechender Stelle tragen. Sie können mit einfachen Maßnahmen und Übungen selbst dazu beitragen, dass der Eingriff Ihnen optimal nützt und Ihre Lebensqualität und Leistungsfähigkeit wieder hergestellt werden.

Gut verständlich erfahren die Leser hier das Wichtigste über die Arthrose, die Gelenkersatzoperation und die anschließende Rehabilitation. Sie lernen, warum körperliche Bewegung und Fitness nach der Operation so wichtig sind. Anhand von kurzen Videoclips und zahlreichen Fotos demonstriert der Ratgeber, den es auch als eBook gibt, welche Aktivitäten aus Alltag und Freizeit die Betroffenen als Hüft- oder Knieprothesenträger auf welche Weise ausführen können. Auch jüngere und körperlich aktive Patienten werden adressiert. Themen wie die Rückkehr an den Arbeitsplatz, Sexualität oder Sport mit künstlichem Gelenk werden ausführlich behandelt.

Das Besondere an dem Buch ist, dass es im Rahmen eines deutsch-niederländischen Projekts verschiedener Partner aus dem Gesundheitssektor im Nordwesten von Niedersachsen und auf der gegenüberliegenden Grenzregion im Nordosten der Niederlande entstanden ist. Das interdisziplinäre Autorenteam aus den Bereichen Orthopädie, Physiotherapie, Ernährungswissenschaften und Ergotherapie konnte so das Thema aus einem weiteren Blickwinkel betrachten und Erfahrungswerte aus verschiedenen Gesundheitssystemen im Umgang mit künstlichen Gelenken berücksichtigen. Beteiligt sind die Universitätsklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im Pius-Hospital Oldenburg, das Department Orthopädie der Universitätsmedizin in Groningen UMCG (NL) und das Reha-Zentrum am Meer in Bad Zwischenahn. Entsprechend der internationalen Zusammenarbeit ist es auf Deutsch und auf Niederländisch erschienen.

„In den Niederlanden wird zum Beispiel sehr großen Wert auf einen aktiven Lebensstil gelegt. Demnach wird auch in der Kommunikation mit den Patienten von allen am Behandlungsprozess beteiligten vermittelt, wie wichtig gute Ernährung und sportliche Betätigung sind, um im Alter fit zu bleiben“, erläutert Mitherausgeberin Dr. Gesine Seeber von der Universitätsklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im Pius-Hospital. „Auf der anderen Seite spielt das Thema Rehabilitation in Deutschland eine große Rolle. Mehrwöchige stationäre Reha-Aufenthalte gibt es bei uns in den Niederlanden nicht. Deshalb konnten wir hier das Know-how aus unserem Nachbarland mit in das Buch einfließen lassen“, ergänzt apl. Professor Martin Stevens von der Universitätsmedizin in Groningen (UMCG) die Vorteile der internationalen Zusammenarbeit.

Der Ratgeber ist im Rahmen des deutsch-niederländischen INTERREG-Projektes „Common Care“ entstanden. Dieses hat zum Ziel eine nachhaltige Infrastruktur für eine grenzüberschreitende medizinische Kooperation in der Ems-Dollart- Region aufzubauen. Dafür arbeiten mehrere Gesundheitseinrichtungen im Norden der Niederlande und in Nord-West-Niedersachsen in den Bereichen Prävention, Diagnostik und Behandlung zusammen. Das Projekt wird im Rahmen des INTERREG-Programms von der Europäischen Union und den INTERREG-Partnern finanziell unterstützt sowie durch das Land Niedersachsen und die Provinzen Drenthe und Groningen.

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Ratgeber „Neue Hüfte, neues Knie“
Ratgeber „Neue Hüfte, neues Knie“
Titelansicht Ratgeber „Neue Hüfte, neues Knie“

Engagierter Pflege-Nachwuchs in den Startlöchern

17. März 2021

Examen im Pius-Hospital erfolgreich absolviert – zum zweiten Mal unter Corona-Bedingungen
21  Schülerinnen und Schüler der Schule für Pflegefachberufe im Pius-Hospital haben ihre Ausbildung mit Erfolg beendet. Außerdem haben 10 Schülerinnen eine verkürzte zweijährige Ausbildung absolviert.

Zum zweiten Mal wurde das Examen der Gesundheit- und Krankenpfleger/innen unter Corona-Bedingungen abgehalten. Für das pädagogische Team und die Prüflinge war dies lediglich eine Frage der Organisation und konnte bereits im letzten Sommer mit Erfolg erprobt werden. Auch das vorherige Lernen für die Prüfungen war gut vorbereitet und fand größtenteils mediengestützt statt. „Mit E-Learning haben wir in unserer Schule schon viele Erfahrungen. Dies war auch vor der Pandemie schon ein wichtiger Pfeiler der Wissensvermittlung in unserem Haus“, betont Birgit Burkhardt, Leiterin der Schule.

Die Examensfeierlichkeiten – im Pius-Hospital traditionell festlich ausgelassen – begingen die Beteiligten auch dieses Mal in reduzierter Form, in mehreren Durchgängen und mit jeweiliger Online-Übertragung in der Pius-Kapelle. „Eine große Feier mit Freunden und Familien hätten unsere Absolventinnen und Absolventen natürlich mehr als verdient“, bedauert Birgit Burkhardt. „Allen möchte ich deshalb noch einmal explizit meinen herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Leistung aussprechen – für das bestandene Examen, aber insbesondere auch für das Durchhalten in diesen schwierigen Zeiten. Ausbildung und Arbeit in der Pflege sind durch die Pandemie noch anspruchsvoller geworden als sie es ohnehin schon sind“.

Von den examinierten 21 Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und  -pflegern (18 Frauen und 3 Männer) stammen 15 aus dem Pius-Hospital, drei aus dem Marienhospital Friesoythe und ebenfalls drei aus dem Johanneum in Wildeshausen. Die verkürzte zweijährige Ausbildung beendeten zehn Auszubildende, davon vier aus dem Evangelischen Krankenhaus Oldenburg, drei aus dem Pius-Hospital und zwei aus dem Marienhospital Friesoythe und eine aus dem Johanneum in Wildeshausen.

Die praktische Ausbildung verantworteten die jeweiligen Häuser vor Ort – mit der Ausnahme eines Moduls, welches wie der komplette theoretische Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler im Pius-Hospital durchgeführt wurde. Das Pius-Hospital übernimmt aus den beiden Ausbildungsklassen insgesamt zwölf der frisch examinierten Gesundheits- und Krankenpflegerinnen.

Die nächste Möglichkeit zur Ausbildung „Pflegefachfrau/Pflegefachmann“ startet am 1. August 2021, die verkürzte Ausbildung (bei geeigneter Vorerfahrung möglich) beginnt am 1. Oktober 2021. Informationen sind über Birgit Burkhardt unter 0441/229-1200 oder birgit [todd] burkhardtatpius-hospital [todd] de erhältlich.

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Engagierter Pflege-Nachwuchs in den Startlöchern

Pius-Speisewagen startet

12. Februar 2021

Von montags bis samstags leckere Mittagsgerichte zum Mitnehmen

Immer gleich schmeckende Butterbrote in der Mittagspause, nach Monaten zuhause keine Ideen mehr, was man noch kochen könnte, besonders wenn es an Zeit mangelt? Auch kulinarisch gibt es corona-bedingt derzeit hier und da einige Einschränkungen. Eine kleine Abhilfe schafft der neue „Pius-Speisewagen“, der ab 15. Februar immer von Montag bis Samstag in der Zeit von 11 bis 14 Uhr das beliebte Pius-Mittagessen zum Mitnehmen im Gepäck hat und direkt am Pius-Hospital steht.

Schließlich ist auch die Cafeteria des Krankenhauses seit vielen Monaten für Gäste nicht mehr zugänglich. „Der Anteil an externen Mittagsgästen ist in den letzten Jahren immer größer geworden, darunter viele treue Stammgäste“, so Pius-Küchenchef Jürgen Reinert. „Und da diese nun nicht mehr zum Essen zu uns kommen können, möchten wir Ihnen und allen Oldenburgerinnen und Oldenburgern gern ein alternatives kulinarisches Angebot machen. Sie müssen es sich nur abholen.“ Täglich wechselnd gibt es zwei warme Gerichte in der bewährten Pius-Qualität zur Auswahl. Sie sind immer frisch gekocht und eignen sich auch gut zum Mitnehmen – zum Beispiel Hähnchenbrust im Knuspermantel mit Tomatensauce, Reis und Ratatouillegemüse, Seelachs in Eihülle mit Dampfkartoffeln Erbsen und Möhren oder Eier in Senfsauce mit Salzkartoffeln und Rahmspinat. Auch Klassiker wie Oldenburger Grünkohl mit „allem, was dazu gehört“ oder Königsberger Klopse mit Kapernsauce und Salzkartoffeln stehen auf der Speisekarte des Pius-Speisewagen. Eine große Portion Suppe ist ab 5,50 € und ein Hauptgerichte ab 6,50 € erhältlich. Der Pius-Speisenwagen steht an der Pflegefachschule gegenüber der Cafeteria im Atrium (30 Meter Fußweg ab Georgstraße laut Ausschilderung). Ein weiterer Weg führt über den Wallgraben durch den Patientengarten.

Besonders wichtig sind den Initiatoren die aktuellen Corona-Regeln beim Außerhausverkauf von Speisen, die natürlich auch am Pius gelten:

  • Der Verzehr der abgeholten Speisen ist innerhalb eines Umkreises von 50 Metern zum „Pius-Speisenwagen“ derzeit nicht erlaubt.
  • Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung und Mindestabstand von 1,5 Metern
  • Zahlung nach Möglichkeit kontaktlos
  • Händedesinfektion vor Ort möglich und erwünscht
  • Gerichte werden in einer recyclingfähigen Verpackung ausgehändigt. Mitgebrachte Behältnisse können derzeit nicht verwendet werden

Weitere Informationen sowie aktuelle Sepisepläne finden Sie hier.

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Essen ist fertig: Koch Andreas Fricke und Tanja Eisel, Mitarbeiterin der Cafeteria freuen sich ab Montag hungrige Gäste
Vorbereitungen abgeschlossen: Das Team vom "Pius-Speisewagen" freut hungrige Gäste

Professor Rudy Leon De Wilde weiterhin Ärztlicher Direktor des Pius-Hospitals

7. Dezember 2020

Neue Stellvertreter-Regelung

Das Gremium der Klinikdirektoren im Pius-Hospital Oldenburg hat zu Januar 2021 seinen Ärztlichen Direktor, Prof. Dr. Dr. med. Rudy Leon De Wilde, Direktor der Universitätsklinik für Gynäkologie, für weitere drei Jahre einstimmig im Amt bestätigt.

Ebenfalls einstimmig wählte das Gremium die neuen Stellvertreter: Dr. med. Joachim Gödeke, Direktor der Klinik für Anästhesie und interdisziplinäre Intensivmedizin und Prof. Dr. Dr. med. Stefan Schrader, Direktor der Universitätsklinik für Augenheilkunde. Inhaltlich wird dieses Amt gesplittet: Gödeke ist für alle Belange des Pius-Hospitals und Schrader für die Belange der Universitätsmedizin verantwortlich.

„Ich danke Herrn Professor De Wilde, dass er uns weiterhin als Ärztlicher Direktor mit seiner langjährigen Expertise zur Seite steht. Gerade in diesen turbulenten und herausfordernden Zeiten ist Kontinuität und Stabilität ein wohltuender Ausgleich. Gleichzeit freue ich mich auf neue Impulse durch die beiden Stellvertreter und wünsche ihnen gutes Gelingen beim Ausüben der anspruchsvollen Aufgabe“, so Pius-Geschäftsführerin Elisabeth Sandbrink.
Folglich übergibt der bisherige stellvertretende Ärztliche Direktor, Dr. med. Christoph-Maria Ratusinski, den Staffelstab zum neuen Jahr. „Herr Dr. Ratusinski hat sich parallel zu seiner Tätigkeit als Direktor der Klinik für Thorax-, Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie viele Jahre lang sehr engagiert und intensiv für die Belange des Pius-Hospitals eingesetzt. Dafür danke ich ihm auch im Namen des Direktoriums von Herzen“, so Elisabeth Sandbrink weiter.

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De Wilde
Gödeke
Schrader
Ratusinki

Zum ersten Mal COVID-19-Erkrankung in Oldenburg mit Antikörpern behandelt

18. September 2020

Seitdem das Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, das Paul-Ehrlich-Institut, diese Therapieoption zulässt, wurde im Pius-Hospital zum ersten Mal eine an COVID-19 erkrankte Patientin in Oldenburg mit Rekonvaleszentenplasma behandelt.

In Oldenburg haben sich der DRK-Blutspendedienst und das Universitätsinstitut für medizinische Mikrobiologie und Virologie des Klinikums Oldenburg unter der Leitung von Prof. Dr. med. Axel Hamprecht dafür eingesetzt, dass die Blutplasma-Präparate auch vor Ort gewonnen und den Krankenhäusern in Oldenburg und der Region zur Verfügung gestellt werden können. Um potentielle Spender, die bereits die Infektion hinter sich haben, zu gewinnen, unterstützte das Gesundheitsamt der Stadt Oldenburg und kontaktierte genesene Oldenburgerinnen und Oldenburger. Bei etwa zwei Dritteln dieser Gruppe aus Freiwilligen waren überschüssige Antikörper vorhanden; entsprechende Plasmapräparate konnten gewonnen werden.

Ende August ergab sich im Pius-Hospital der erste Fall, bei dem zwei dieser vom DRK-Blutspendedienst in Oldenburg generierte Plasmapräparate einer an COVID-19 erkrankten 55-jährigen Patientin verabreicht wurden. „Die stationär aufgenommene Frau hatte eine Vielzahl an Symptomen, einen geschwächten Allgemeinzustand und anhaltendes hohes Fieber. Also auch Patienten mit Verläufen, die nicht intensivmedizinisch behandelt werden müssen, kommen für eine Behandlung mit Rekonvaleszentenplasma infrage.“, erklärt Dr. med. Regina Prenzel, Direktorin der Klinik für Innere Medizin, Pneumologie und Gastroenterologie im Pius-Hospital, in deren Obhut sich die Patientin befand. Unmittelbar nach der Behandlung ging es der Patientin stetig besser, das Fieber ging rasch zurück. Mittlerweile konnte sie auch aus dem Krankenhaus entlassen werden.

„Als antivirale Therapie gegen SARS-CoV-2 ist inzwischen auch das Medikament Remdesivir zugelassen. Dieses ist hierzulande jedoch schwer erhältlich und kann auch nur als mäßig wirksam bewertet werden“, so Mikrobiologe Hamprecht. Das Antikörper-reiche Plasma von Genesenen einzusetzen ist deshalb eine weitere Option zur Behandlung von schwerer an COVID-19 erkrankten Patientinnen und Patienten. Hierbei handelt es sich um eine passive Immunisierung, weil anders als bei einer Impfung, bei der die geimpfte Person selbst die Antikörper entwickelt, den Erkrankten die Antikörper einer anderen Person verabreicht werden, um so das Immunsystem zu unterstützen.

Gegenwärtig wird COVID-19-Rekonvaleszentenplasma im Rahmen von Studien oder individuellen Heilversuchen eingesetzt. „Derzeit laufen eine Reihe von Untersuchungen zu diesem Thema, zum Beispiel durch das Paul-Ehrlich-Institut. Eine endgültige Bewertung steht noch aus. Bisher konnte gezeigt werden, dass die Patienten unter Therapie schneller PCR-negativ werden, in kleineren Beobachtungsstudien wurde auch eine klinische Verbesserung berichtet“, so Hamprecht weiter.

Hergestellt und bevorratet wird das Rekonvaleszentenplasma vor Ort in Oldenburg, könnte bei steigendem Bedarf aber auch zentral bezogen werden über das Netzwerk des DRK-Blutspendediensts, so dass jederzeit ausreichend Reserven zur Verfügung stehen. Dennoch sind weitere Blutplasmaspenden willkommen. „Weitere mögliche Spender aus der Region, die eine Infektion mit COVID-19 durchgemacht haben, bitten wir, sich zur Verfügung stellen. Infrage kommen hier insbesondere Genesene, die mit ausgeprägten Symptomen erkrankt waren. Diese besitzen meist eine deutlich höhere Antikörperkonzentration, was für eine Spende erforderlich wäre. “, sagt Dr. Eduard Petershofen, Leiter des Instituts Bremen-Oldenburg.

Kontakt Blutspendedienst: Telefon 0441 - 944 01 24

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Prof. Dr. Axel Hamprecht (Klinikum Oldenburg), Dr. Regina Prenzel (Pius-Hospital) und Dr. Eduard Petershofen (DRK-Blutspendedienst)
Letzte Aktualisierung: 08.04.2021