Pressemitteilungen

Hier haben wir für Sie Presseinformationen zum Download bereit gestellt. Für weitere Fragen stehen wir natürlich gerne zur Verfügung.

 

Michael Dernoscheck, Bertine Pienkos-Sandmann, Presseinformationen aus dem Pius-Hospital

Pius-Hospital schließt Sanierung der Zentralküche ab

24. Mai 2019

Blick hinter die Kulissen vor Inbetriebnahme

Nach achtzehnmonatiger Umbau- und Sanierungszeit nimmt das Pius-Hospital den Betrieb in den neuen Räumlichkeiten der Zentralküche auf. Am 23. Mai erfolgte die offizielle Einweihung, bei der insgesamt 500 Interessierte, Mitarbeiter und geladene Gäste die Gelegenheit nutzten, sich umzuschauen und zu erfahren, wie eine moderne Großküche funktioniert.

Über 35 Jahre war die alte Küche in Betrieb, bevor im November 2017 mit den umfassenden Modernisierungsmaßnahmen begonnen wurde. Das Pius-Hospital investierte rund vier Millionen Euro aus Eigenmitteln in die Sanierung der 840 Quadratmeter großen Küche. Bis dahin hatten Teilsanierungen und Instandhaltungsmaßnahmen den Betrieb gesichert. Circa ein Viertel der Investitionssumme entfiel auf die neue, den heutigen Anforderungen entsprechende Lüftungsanlage. Deren Kapazität ist darauf ausgelegt, fünfmal so viel an Luftmasse zu bewegen wie die der alten Küche. Das sorgt für ein angenehmeres Raumklima ohne Hitzestau oder hohe Luftfeuchtigkeit: eine immense Verbesserung für die circa 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Bereich. Diese können in Kürze, sobald die offizielle Abnahme erfolgt ist, auf modernste Küchen- und Kühltechnik und ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze zurückgreifen und profitieren außerdem von einer optimierten Logistik. Damit schafft das 420-Betten-Haus eine Kapazitätsreserve für den in der Bauphase befindlichen Gebäudeabschnitt F-Flügel mit einem neuen Zentral-OP und zusätzlichen Patientenzimmern. Zurzeit kocht das Küchenteam täglich 950 Mittagsmahlzeiten für die Stationen und die Cafeteria. Nach der Fertigstellung des Neubaus werden es circa 1.200 warme Mahlzeiten sein, die jeden Tag frisch an Ort und Stelle zubereitet und angerichtet werden.

Um die umfassende Küchensanierung zu realisieren, wurde der laufende Betrieb in der Zeit des Umbaus in Containerküchen verlagert – aufgrund des limitierten Platzangebots in der Innenstadtlage des Krankenhauses auf eine eigens dafür errichtete Überdachung des Wirtschaftshofs, welcher an die Küche grenzt. „Mit großem Durchhaltevermögen und viel Flexibilität in allen Bereichen ist es in den vergangen eineinhalb Jahren trotz der logistischen Herausforderungen gelungen, die hohe Qualität und das vielfältige Speisenangebot zu halten“, bedankt sich Pius-Geschäftsführerin Elisabeth Sandbrink bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das Küchenteam freut sich nun auf das Kochen in den modernisierten Räumen, die sie am 23. Mai circa 500 Interessierten, Mitarbeitern und geladenen Gästen präsentierte.

Einweihung neue Zentralküche Pius-Hospital
Einweihung neue Zentralküche Pius-Hospital

Grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung

15. Mai 2019

Pius-Hospital setzt EU-gefördertes Projekt mit deutschen und niederländischen Partnern um

In ländlichen Regionen fehlt es oft an Ärzten. Vor allem Patienten mit seltenen Erkrankungen nehmen deshalb  weite Reisen zu Spezialisten auf sich. Übersehen wird dabei, dass im Nachbarland direkt hinter der Grenze oftmals die gewünschten Experten zu finden sind. Im Projekt „Common Care“ wird daher in den kommenden Jahren für die deutsch-niederländische Ems-Dollart-Region eine grenzüberschreitende, medizinische Kooperation aufgebaut. Das Pius-Hospital leitet dieses INTERREG V A-EU-Projekt.

Der Gedanke, in ein Nachbarland zu fahren, um sich dort medizinisch versorgen zu lassen, ist vielen Patientinnen und Patienten nach wie vor fremd, obwohl dies innerhalb der EU heute theoretisch schon möglich ist. Hier setzt das Projekt Common Care unter der Leitung des Pius-Hospitals Oldenburg an. Das im Mai 2018 gestartete Vorhaben hat das Ziel, eine nachhaltige Infrastruktur für ein grenzüberschreitendes Gesundheitswesen so zu entwickeln, dass dieses von Patienten der Ems-Dollart-Region sowohl in Deutschland als auch in den Niederlanden effektiv genutzt werden kann. Dafür arbeiten mehrere Gesundheitseinrichtungen im Norden der Niederlande und in Nord-West-Niedersachsen in den Bereichen Prävention, Diagnostik und Behandlung zusammen. Neben dem Pius-Hospital Oldenburg beteiligen sich das Klinikum Leer, das Universitair Medisch Centrum Groningen (UMCG), das Ommelander Ziekenhuis Groningen (OZG) und die Treant Zorggroep.

„Common Care“ bedeutet frei übersetzt „Gemeinsame Versorgung“, was in diesem Fall heißt, dass deutsche und niederländische Gesundheitseinrichtungen gemeinsam für Patienten zwischen Groningen und Oldenburg da sind. Auf diese Weise können Versorgungsengpässe grenzüberschreitend ausgeglichen und lange Reisen zu hochspezialisierten Einrichtungen, aber auch zu Fachärzten bestimmter Fachrichtungen im eigenen Land vermieden werden. So mangelt es auf niederländischer Seite beispielsweise an Gastroenterologen und Kinderärzten, auf deutscher Seite etwa an Rheumatologen. In dem Projekt wird erarbeitet, wie sich Versorgungslücken nicht nur durch den Austausch von Patienten, sondern auch durch medizinisches Fachpersonal schließen lassen, um eine 360-Grad-Versorgung wie in grenzfernen Gebieten zu realisieren.

Das Projekt startet zunächst mit der Realisierung von zwei euregionalen Behandlungspfaden in der Orthopädie und der Strahlentherapie – mit direktem Austausch von Patienten in die Nachbarländer. „Wir bauen die Zusammenarbeit zunächst bei einer kleinen Anzahl von Krankheitsbilden auf, bei denen eine Kooperation nahe liegt“, sagt Sabine Kretschmar, Projektkoordinatorin von Common Care im Pius-Hospital. „Etwa bei der Behandlung bestimmter Hirntumore bei Kindern.“ Hirntumore werden im Pius-Hospital  vielfach strahlentherapeutisch behandelt. Für Kinder, deren Gehirne sich schließlich noch in der Entwicklung befinden, muss das umliegende gesunde Gewebe jedoch maximal geschont werden. Dies lässt sich durch eine Bestrahlung mit Protonen besser erreichen als mit den sonst für die Erwachsenenbestrahlungen üblichen Photonen. Am UMCG in Groningen ist vor mehr als einem Jahr eine solche Protonentherapieanlage in Betrieb genommen worden. „Kindern, die wir gemeinsam mit dem Elisabeth-Kinderkrankenhaus in Oldenburg behandeln, werden wir zukünftig eine solche Protonentherapie in Groningen anbieten können“, sagt Dr. Kay Willborn, Direktor der Universitätsklinik für Medizinische Strahlenphysik im Pius-Hospital. Bislang mussten Eltern mit ihren Kindern für eine solche Bestrahlung bis zum Westdeutschen Protonentherapiezentrum in Essen fahren – fast doppelt so weit.

Von Common Care sollen darüber hinaus Menschen aus der deutschen Grenzregion profitieren, die von der Bluterkrankheit betroffen sind und zugleich oder aufgrund dessen ein neues Hüft- oder Kniegelenk benötigen. Für diesen Spezialeingriff mussten Patienten aus dem Nordwesten bislang weite Wege in Kauf nehmen, obschon das Universitair Medisch Centrum Groningen ebenfalls auf solche Eingriffe spezialisiert und zugleich viel schneller zu erreichen ist. Eine Behandlung in Groningen kann den Reiseaufwand minimieren und die Patienten näher zu Hause versorgen.

Gleichzeitig sollen niederländische Patienten mit einer Infektion an einer implantierten Hüftgelenksprothese profitieren. Zwar sind die niederländischen Kliniken sehr gut für die Bekämpfung von Infektionen aufgestellt, die Nachsorge jedoch ist ausbaufähig. In der Regel wird der Patient schon wenige Tage, nachdem die Infektion abgeklungen ist, nach Hause geschickt. Rehabilitationsmaßnahmen oder auch ambulante Physiotherapie gibt es in den Niederlanden, anders als in Deutschland, so gut wie gar nicht. „Die aber ist wichtig, um Patienten schnell wieder mobil zu machen“, sagt Prof. Dr. Djordje Lazovic, Direktor der Universitätsklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im Pius-Hospital. Künftig sollen deshalb Patienten von den Krankenhäuern in Groningen zum Reha-Zentrum am Meer in Bad Zwischenahn überwiesen werden, um dort eine adäquate Rehabilitation zu erhalten. Im Rahmen von Common Care wird das Personal in Bad Zwischenahn derzeit speziell in der Nachbehandlung von Menschen mit Infektionen im Bereich der Hüftprothese geschult. „Insofern ist es eine der großen Leistungen von Common Care, dass wir an allen deutschen und niederländischen Standorten die Behandlung der Patienten vereinheitlichen, indem wir gemeinsame Standards, sogenannte Behandlungsprotokolle, ausarbeiten“, sagt Sabine Kretschmar. Weitere wichtige Aufgaben sind außerdem, die Kostenübernahme der Behandlung im Nachbarland durch die Krankenversicherungen sicherzustellen und Sprachbarrieren zwischen Behandlern und Behandelten abzubauen. Die Entwicklung der grenzüberschreitenden Behandlungspfade und -protokolle und deren Refinanzierung soll nach Abschluss des Projekts im Mai 2021 die Basis für weitere Erkrankungen und Therapien verschiedener Fachdisziplinen sein.
 

Das Projekt wird im Rahmen des INTERREG-Programms von der Europäischen Union und den INTERREG-Partnern finanziell unterstützt.

Download Grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung (D)

Download Grensoverschrijdende zorg (NL)

 

Grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung

Gemeinsamer „Radiologiekongress Nord“ von EV und Pius-Hospital

14. Mai 2019

Gelungener Erfahrungsaustausch von Experten

Unter dem Motto „Innovation in radiologischer Ausbildung und Versorgung“ bot der „Radiologiekongress Nord“ am 10. und 11. Mai 2019 in den Oldenburger Weser-Ems-Hallen eine interessante Gelegenheit zur Weiterbildung sowie zum wissenschaftlichen und klinischen Erfahrungsaustausch.

Schwerpunkte des Kongresses waren neben Lungen-, Leber- und Tumorerkrankungen die diagnostische und interventionelle Neuroradiologie sowie die pädiatrische und forensische Radiologie. Moderierte fallbasierte Diskussionen mit Expertengremien und Publikum erlaubten einen Einblick in die klinische Praxis und vermittelten viele nützliche Tipps.

Ein besonderer programmatischer Schwerpunkt lag auf der Ausbildung Medizinisch-technischer Radiologieassistenten/-innen mit Vorträgen verschiedener MTRA-Schulen und praktischen Workshops. Die wissenschaftliche Leitung dieses Schwerpunktes lag bei Mathias Grau, Leiter der MTRA-Schule im Klinikum Oldenburg. Die Themen medizinische Versorgung, Ausbildung und Berufspolitik wurden sowohl innerhalb des Hauptprogramms als auch im Rahmen des MTRA-Programms in unterschiedlichen Aspekten vertieft. Neben den diagnostischen Neuerungen ist auch der aktuelle Stand minimal-invasiver Therapieverfahren diskutiert worden.

Die wissenschaftliche Leitung des Radiologiekongresses, der gleichzeitig auch die gemeinsame Jahrestagung der Röntgengesellschaft von Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt e.V. und der Norddeutschen Röntgengesellschaft e.V. ist, lag bei PD Dr. med. Christian Mathys, Chefarzt des Instituts für Radiologie und Neuroradiologie des Evangelischen Krankenhauses, und PD Dr. med. Alexander Kluge, Direktor des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie im Pius Hospital. Beide zeigten sich sehr zufrieden mit der Resonanz von über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Das einhellige Fazit: „Der Kongress hat gezeigt, dass es ein hohes Interesse an innovativen Ideen und einem fachlichen Erfahrungsaustausch von Radiologinnen und Radiologen in der Region gibt. Wir werden dies sicher fortsetzen.“

Radiologiekongress Nord Mai 2019

Pflegeberuf im Wandel

25. April 2019

Pius-Hospital und WBS SCHULEN gründen Ausbildungsverbund für Oldenburg und die Region

Um nach der Neuordnung der Pflegeausbildung durch das 2020 in Kraft tretende Pflegeberufegesetz weiterhin einen hohen Qualitätsstandard in der Pflegeausbildung zu sichern, engagiert sich der neu gegründete „Ausbildungsverbund Pflege für Oldenburg und Region“. Neben den Initiatoren aus Pius-Hospital und WBS SCHULEN Oldenburg beteiligen sich hieran mehrere ausbildende Einrichtungen aus dem ambulanten und stationären Bereich. Das Netzwerk steht für weitere Teilnehmer offen.

Kernpunkt der bundesweiten Ausbildungsreform ist die sogenannte generalistische Pflegeausbildung. Die drei bisher getrennten Ausbildungen in der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege werden künftig zu einem einheitlichen Ausbildungsberuf zusammengeführt. Demnach werden die Auszubildenden, deren Ausbildung sich an den Bedürfnissen von Menschen aller Altersgruppen orientiert, in allen Bereichen der Pflege eingesetzt. Ab 2020 starten die ersten Kurse in der generalistischen Ausbildung. Dieses Vorhaben bringt nicht nur Vorteile für die pflegerische Versorgung – auch mit Blick auf den prognostizierten Fachkräftemangel – es stellt die Pflegeschulen und die Träger der praktischen Ausbildung gleichfalls vor große Herausforderungen. Um diesen gerecht zu werden, setzen die beteiligten Ausbilder auf eine sinnvolle Vernetzung. „Eine kollegiale Zusammenarbeit und das Aufeinanderzugehen sind notwendige Voraussetzungen, um dieses Vorhaben gelingen zu lassen“, so Birgit Burkhardt, Leiterin der Gesundheits- und Krankenpflegeschule des Pius-Hospitals in Oldenburg, die gemeinsam mit Jan van der Meer, Leiter der WBS SCHULEN in Oldenburg, den „Ausbildungsverbund Pflege Oldenburg und Region“ initiierte. „Gemeinsam Verantwortung für Oldenburg und die Region zu übernehmen, bewirkt, dass der Ausbildungsstandort attraktiv bleibt und die Ausbildungsplätze gesichert sind“, erklären beide. Mit der Absichtserklärung sollen verlässliche und planbare Strukturen bei der Umsetzung des Pflegeberufegesetzes geschaffen werden, sodass alle davon Betroffenen – die Auszubildenden, die Menschen, die auf professionelle Hilfe angewiesen sind sowie die Träger der praktischen Ausbildung – davon profitieren können.

Bei einem ersten Treffen im April in Oldenburg unterzeichneten die bisherigen Verbundmitglieder in einer Absichtserklärung ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit und erörterten sowohl die Chancen als auch die Ungewissheiten, die ein Ausbildungsverbund mit sich bringt. Ein weiteres Treffen ist für den 22. Mai 2019 im Pius-Hospital geplant, um Absprachen und Verbindlichkeiten für eine Kooperationsvereinbarung zur Weiterentwicklung der Ausbildungsqualität in der Zukunft zu definieren. Interessierte Ausbildungsträger sind eingeladen, sich dem Verbund anzuschließen. Kontakt/Anmeldung: Birgit [todd] Burkhardtatpius-Hospital [todd] de oder jan [todd] vanderMeeratwbs-schulen [todd] de.

Ausbildungsverbund Pflege Oldenburg und Region

Feierliche Einführung von Ophthalmologe Prof. Dr. Dr. Stefan Schrader

23. März 2019

Feierliche Einführung von Ophthalmologe Prof. Dr. Dr. Stefan Schrader

Prof. Dr. Dr. Stefan Schrader wurde im Oktober letzten Jahres auf die W3-Professur für Ophthalmologie an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg berufen. Seitdem ist er auch neuer Direktor der Universitätsklinik für Augenheilkunde am Pius-Hospital Oldenburg. Zur Einführungsveranstaltung am Freitag, 22. März erschienen circa 120 Gäste im Oldenburger Schloss.

Entsprechend der klinischen und wissenschaftlichen Ausrichtung der Universitätsklinik für Augenheilkunde wurden in den Vorträgen vor den Gästen bestehend aus niedergelassenen Augenärzten der Region, der Universität und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Pius-Hospital aktuelle Aspekte zur Behandlung von Augenoberflächenerkrankungen diskutiert und neue Ansätze der minimal- bis maximalinvasiven Hornhauttransplantation und -Prothetik dargestellt. Außerdem spannten die Vortragenden, zu denen neben Professor Dr. Dr. Stefan Schrader selbst auch Privatdozentin Dr. Christina Jacobi aus Hamburg, Privatdozent Dr. Felix Treumer, Geschäftsführender Oberarzt an der Universitätsaugenklinik in Kiel und Dr. Thomas Lischka aus Hamburg gehörten einen thematischen Bogen von der Strabologie bis hin zur Netzhautchirurgie. Grußworte entrichteten Prof. Dr. Hans Gerd Nothwang, Dekan der Fakultät VI der Universität Oldenburg, Marianne Anderl, stellvertretende Vorsitzende des Pius-Verwaltungsrats, sowie Elisabeth Sandbrink, Pius-Geschäftsführerin. „Mit großem Engagement und starker Motivation hat sich Herr Professor Schrader von Beginn dieser Aufgabe gewidmet. Schon jetzt profitieren wir von seiner großen Expertise sowohl im klinischen wie auch im wissenschaftlichen Bereich“, freute sich Sandbrink über die Entwicklungen in der Universitätsklinik für Augenheilkunde im Pius-Hospital.

„Neben dem Vorantreiben unserer Forschungstätigkeiten speziell im Bereich der Hornhautchirurgie und dem Aufbau eines Forschungslabors für experimentelle Ophthalmologie möchten wir das breite Spektrum der ambulanten und stationären Patientenversorgung hier in der Nordwest-Region auf universitätsmedizinischem Niveau anbieten. Das umfasst zum einen die Hornhautchirurgie, aber auch die Behandlung von Glaukomerkrankungen, die Strabologie und Neuroophthalmologie sowie die vitreoretinale Chirurgie bei Erkrankungen der Netzhaut“, so Stefan Schrader über seine Pläne in Oldenburg.

Stefan Schrader studierte Humanmedizin an der Universität Lübeck, wo er im Jahr 2005 promovierte. Forschungsaufenthalte führten ihn unter anderem an das Institute of Ophthalmology am University College London (UCL). Hier erwarb er mit einer Dissertation zum Thema Gewebeersatz für die Bindehaut des Auges den Titel „Doctor of Philosophy“ (PhD). Nach seinem Wechsel an die Universitätsklinik für Augenheilkunde Düsseldorf übernahm Schrader 2012 leitende Funktionen als Oberarzt und habilitierte sich 2013 an der Medizinischen Fakultät der Universität Düsseldorf im Fach Augenheilkunde. Im Jahr 2014 erhielt er eine Lichtenberg-Stiftungsprofessur für Regenerative Medizin der Augenoberfläche und Adnexe. Im gleichen Jahr übernahm er die Leitung der Lions Hornhautbank Nordrhein-Westfalen und 2016 die Leitung des klinischen Schwerpunkts Hornhauterkrankungen.

Schrader widmet sich in seinen klinischen und wissenschaftlichen Arbeiten intensiv den Erkrankungen der Augenoberfläche. Unter anderem befasst er sich mit der Transplantation der Hornhaut und Rekonstruktionen der Augenoberfläche. Zudem ist er auf chirurgische Eingriffe an der Netzhaut und dem Glaskörper des Auges spezialisiert. Schrader wurde mehrfach für seine Forschungsarbeiten ausgezeichnet, unter anderem mit dem renommierten Ernst-Jung-Karriere-Förderpreis für Medizinische Forschung.

Einführung Professor Schrader

Lungenkrebsexperten treffen sich in Oldenburg

28. Februar 2019

Tagung „Thorakale Tumore“ findet zum 15. Mal statt

Bei der Behandlung kaum einer anderen Tumor-Art hat es in den letzten Jahren so rasante medizinische Fortschritte gegeben wie bei der von Lungenkrebs – zielgerichteten Therapieansätzen und Immuntherapien sei dank. So wurden die Leitlinien für die Therapie zuletzt mehrfach aktualisiert. Diese Entwicklungen nachzuhalten ist unter anderen wichtigen Themen Gegenstand der Fachtagung „Thorakale Tumore“, die die Universitätsklinik für Innere Medizin — Onkologie des Pius-Hospitals am 16. Februar gemeinsam mit weiteren auf Lungenkrebs spezialisierten Krankenhäusern durchführte.

Der Einladung durch Pius-Hospital, LungenTumorZentrum der Universität Göttingen, Mathias-Spital Rheine, Klinikum Ibbenbüren und KRH Klinikum Siloah ins Forum St. Peter waren circa 90 Onkologen und Lungenfachärzte gefolgt. Die Veranstaltung, die seit 15 Jahren jährlich an wechselnden Orten durchgeführt wird, ist die für Fachkreise bedeutendste ihrer Art zum Thema Thorakale Tumore – also im Brustraum angesiedelte Tumoren – in Nordwestdeutschland. Einen zweiten wichtigen Schwerpunkt der Tagung mit insgesamt circa 30 Referenten bildete die Entwicklung von Screeningprogrammen (Früherkennung). Eine aktuelle europäische Studie (NELSON-Studie) mit 15.000 Teilnehmern mit einem erhöhten Lungenkrebsrisiko legt nahe, dass die Überlebensrate mittels eines Computertomographie-Screenings deutlich gesteigert werden kann. Experten aus den Niederlanden, wo die Studie neben Belgien durchgeführt wurde, sowie Vertreter aller relevanten Fachdisziplinen berichteten bei der Tagung daher über den aktuellen Stand der Daten und die mögliche praktische Umsetzung von Screeningprogrammen beim Lungenkarzinom in Deutschland. In den USA laufen diese bereits. Aufgrund von oftmals nur leichten Symptomen wie zum Beispiel Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust oder Heiserkeit bleibt die Erkrankung nach wie vor oft lange unentdeckt. Wie in den Vorjahren wurde auf der Tagung engagiert diskutiert und der rege fachliche Austausch gepflegt.
 

Die Tagung „Thorakale Tumore“ findet seit 15 Jahren statt und ist die für Fachkreise bedeutendste ihrer Art zu im Brustraum angesiedelte Tumoren in Nordwestdeutschland. Foto: Pius-Hospital
Letzte Aktualisierung: 24.05.2019