Pressemitteilungen

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Michael Dernoscheck, Bertine Pienkos-Sandmann, Presseinformationen aus dem Pius-Hospital

Zusammengehen von Pius und EV

21. Juli 2021

In den Oldenburger Krankenhäusern Pius-Hospital und Evangelisches Krankenhaus gibt es seit längerem das Bestreben, sich in Zukunft noch weiter zu verzahnen und ein gemeinsames konfessionelles Innenstadtkrankenhaus zu gestalten. Dieses Zusammengehen geht von zwei gleichermaßen starken, leistungsfähigen und wirtschaftlich gesunden Partnern aus und soll auf allen Ebenen der Zusammenarbeit stattfinden.

Die Erkenntnisse aus einer fundierten Analyse dieser Ausgangssituation und die positiven Entwicklungen der gemeinsamen Gespräche zwischen den Häusern und entsprechenden Entscheidungsträgern haben die beiden Oldenburger Krankenhäuser darin bestärkt, diesen begonnenen Weg weiter zu beschreiten. Bereits seit vielen Jahren kooperieren Pius und EV, die durch ihre christliche Orientierung eine ähnliche Kultur aufweisen, auf verschiedenen Ebenen erfolgreich und vertrauensvoll miteinander, u.a. im Rahmen des Überregionalen Traumazentrums, der Sterilgutaufbereitung oder im Bereich der Gynäkologie und Geburtshilfe.
Die medizinischen Fachbereiche von EV und Pius ergänzen sich in idealer Weise und werden durch einen Zusammenschluss aufgrund gemeinsam zu nutzender Ressourcen weiter vertieft und ausgebaut. Die Schwerpunktbildung in der Gesundheitsversorgung, insbesondere in Städten und Ballungsgebieten, zeichnet sich bereits seit längerer Zeit ab und wird auch auf politischer Ebene forciert. Diese Entwicklung wird mit dem Zusammenschluss aufgegriffen, um – auch vor dem Hintergrund des eminenten Fachkräftemangels – die langfristige Leistungsfähigkeit beider Häuser zu garantieren. Zugleich ist dieser Schritt im Bereich der Wissenschaft im Zusammenhang mit der Oldenburger Universitätsmedizin aus Sicht von Evangelischem Krankenhaus und Pius-Hospital wünschenswert.
„Zentrales Ziel ist die Zukunftssicherung von noch besserer und langfristig sicherer medizinischer Versorgung für Oldenburg und das Umland. Wir sind davon überzeugt, dass angesichts des Trends zur Konzentration im Gesundheitswesen das Beharren auf einem Status quo nur eine scheinbare Sicherheit versprechen würde. Zusammen aber wären beide Häuser sehr stabil mit ihren gemeinsamen Spezialisierungen für eine maximale Versorgung aufgestellt“, erläutert Dr. med. Alexander Poppinga, Vorstand des Evangelischen Krankenhauses, die Motivation für diesen Schritt.
Die weitreichenden Veränderungen, die damit für alle Beteiligten und vor allem für die Mitarbeitenden einhergehen, werden bei diesem Vorgang in besonderer Weise berücksichtig. Das Wohl aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beider Krankenhäuser, das Wohl der Patientinnen und Patienten sowie die Wertorientierung im guten Miteinander sehen die Verantwortlichen an oberster Stelle. „Für den positiven Ausgang des Zusammengehens werden jede einzelne Mitarbeiterin, jeder einzelne Mitarbeiter mehr denn je benötigen; jede Abteilung und jedes Team mit ihrem und seinem speziellen Know-how“, betont Elisabeth Sandbrink, Geschäftsführerin des Pius-Hospitals.
Zurzeit gibt es noch keine verbindlichen Gremienbeschlüsse zum Vollzug eines Zusammengehens. EV und Pius gehen jedoch davon aus, bis Ende des Jahres die weiteren Verhandlungsgespräche mit den beteiligten Entscheidungsträgern für eine gemeinsam getragene Entscheidung zum Abschluss zu bringen und im kommenden Jahr die konkrete Ausgestaltung vorzunehmen.

„Katalysator“ für die Zukunft

18. Mai 2021

Meilenstein fürs Pius-Hospital Oldenburg: Neuer Gebäudeteil „F-Flügel“ nach fünfjähriger Bauzeit fertig gestellt

40.000 Meter Starkstromkabel, 30.000 Meter Datenkabel, 1.200 Meter Lichtwellenleiter und 2.500 Datenanschlüsse bei einer Gesamtbruttogeschoßfläche von 3.700 Quadratmetern: Im neuen Funktionsgebäude „F-Flügel“ des Pius-Hospitals steckt viel drin. Hinter der zurückhaltend schlichten Fassade des sorgfältig geplanten Neubaus, der sich nahtlos in das bestehende Ensemble des Krankenhauses in der Oldenburger Innenstadt einfügt, befinden sich nach der nunmehr vollständigen Fertigstellung im Frühjahr 2021 neue Operationssäle samt Hybrid- und Augen-OP, eine neue Intensivstation, eine Bettenstation, eine Technikebene für die Lüftungs- und Kältezentrale sowie Werkstatt- und Büroflächen.

Ein früheres Schwesternwohnheim musste im Jahr 2014 weichen, um für den dringend benötigten Neubau Platz zu schaffen, dessen Umsetzung ein bedeutender Meilenstein eines umfassenden baulichen Masterplans von 1990 darstellt. 2008 ging es in die konkrete Planung des 38-Millionen-Euro-Projekts, das nach einem Förderantrag an das Land Niedersachsen 2011 bewilligt wurde. „Um so ein ambitioniertes Bauprojekt zu realisieren, welches wie in diesem Fall wichtige Schlüsselfunktionen in unserem Krankenhaus beinhaltet, bedarf es der Expertise von vielen Beteiligten“, betont Uwe Nissen, Leiter der Abteilung für Bau und Technik, der den Neubau von Anfang mitbegleitet hat. „Neben dem Kernteam aus Planern und Architekten hatten auch die Mitarbeitenden der entsprechenden Fachbereiche ein großes Mitspracherecht und haben ihr spezielles Expertenwissen in die Planung des F-Flügels eingebracht.“ So konnten Wünsche und Vorstellungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem pflegerischen und ärztlichen Bereich sowie dem Funktionsbereich von Anfang an miteinbezogen und die Abläufe und logistischen Prozesse rund um die neuen Funktionseinheiten optimiert und angepasst werden. Zusätzlich leisteten aufgrund der Komplexität des Bauvorhabens externe Architekten und Fachingenieuren für Materialfluss und Logistik Unterstützung.

Das Ergebnis der fünfjährigen Bauphase überzeugt auf ganzer Linie. Bereits Ende 2019 wurde nebst neuen Räumen der Bau- und Technikabteilung mit Werkstätten im Untergeschoß der neue Augen-OP-Trakt im Erdgeschoss fertigstellt.

Augen-OP
Über 6.000 operative Eingriffe führt die Universitätsklinik für Augenheilkunde unter der Leitung ihres Direktors Prof. Dr. Dr. med. Stefan Schrader jährlich durch. „Dafür finden wir in den zwei neuen OP-Sälen optimale Raumbedingungen vor“, betont der Klinikdirektor. Hier können die Mitarbeitenden nicht nur unter ergonomischen Bedingungen und mit reichlich Licht- und Platzangebot Spitzenmedizin auf Universitätsniveau praktizieren, sondern die neuen Räume samt Ausstattung orientieren sich auch an den Patientenbedürfnissen, damit diese sich vertrauensvoll in die Hände der OP-Mitarbeiter begeben können. „In der sogenannten Holding Area, wo die Patienten vor und nach dem Eingriff betreut werden, schauen Sie auf ein beleuchtetes Deckenbild mit Himmel und Blättermotiven. Das wirkt zum Beispiel sehr beruhigend“, erklärt Andrea Jurke, pflegerische OP-Bereichsleiterin, die seit Jahrzehnten Patienten in diesem Bereich begleitet und weiß, wie aufwühlend ein operativer Eingriff für die Betroffenen sein kann. 

Hybrid-OP
Eine Etage über dem Augen-OP befindet sich der neue Zentral-OP. In einem der vier Säle wurde auf 85 Quadratmetern ein komplett neuer gefäßchirurgischer Hybrid-OP mit einer state-of-the-art Angiographieanlage untergebracht, die in punkto Bildqualität, Beweglichkeit und Leistungsfähigkeit bei reduzierter Strahlenbelastung ihresgleichen sucht.

„Wir hatten das Glück, dass wir durch den Neubau den OP-Saal um das Röntgengerät herumbauen konnten und eine Schwerlastdecke eingezogen wurde, um das Gerät deckenhängend zu installieren. Somit haben wir größtmöglichen Bewegungsspielraum“, berichtet Dr. med. Andreas Cöster, Leitender Arzt der Klinik für Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie. Über ein Schienensystem lässt sich mit dem Gerät jede erdenkliche Stelle des OP-Tischs erreichen. Wie kaum eine andere chirurgische Fachdisziplin hat die Gefäßmedizin in den vergangenen 15 Jahren einen Quantensprung durch die Einführung der modernen endovaskulären Kathetermedizin bei gleichzeitig steigender Nachfrage im Bereich der Gefäßchirurgie erfahren. Für das überregionale Zentrum für Gefäßmedizin im Pius-Hospital war der Bau des Hybrid-OPs deshalb eine logische Folge, um das operative Spektrum durch komplexe Prozeduren der endovaskulären Chirurgie weiterentwickeln zu können.

Zentral-OP
Alle neuen OP-Säle wurden von ihren späteren Nutzerinnen und Nutzer aus den operativen Kliniken und der Klinik für Anästhesie und interdisziplinäre Intensivmedizin mitgestaltet. „Wir haben hier ein offenes OP-Konzept umgesetzt, das es uns ermöglicht – unter anderem auch durch eine zentrale Ein- und Ausleitung – die Arbeitsschritte rund um die OP parallel durchzuführen und damit die logistischen Abläufe noch besser und effizienter als zuvor zu gestalten“, weiß Dr. med. Joachim Gödeke. Der Direktor der Klinik für Anästhesie und interdisziplinäre Intensivmedizin, der an der Planung des neuen Herzstücks des Krankenhauses maßgeblich mitbeteiligt war, betont: „Uns war es besonders wichtig, dass sich die neuen Räumlichkeiten förderlich auf das Geborgenheitsgefühl der Patienten auswirken und ihre Intimsphäre in dieser sensiblen Situation jederzeit erhalten bleiben würde.“ Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen sich in der neuen Umgebung wohlfühlen und spüren können, dass sich durch eine Vielzahl neuer strategischer Gestaltungsoptionen und neu verbauter medizinischer High-Tech-Geräte das Spektrum und die Attraktivität der Arbeitsstätte Operationssaal erhöht und das Pius-Hospital für die Zukunft aufstellt.

„Beispiele hierfür sind die Lichtquellen, die sich tageszeitlich anpassen oder beim Operieren das Kontrastsehen erleichtern und Schattenwurf automatisch verringern, hochleistungsstarke Klima- und Belüftungstechnik oder selbstlernende Türen“, zählt Prof. Dr. med. Dirk Weyhe auf, Direktor der Universitätsklinik für Viszeralchirurgie. „Fühlen sich die Mitarbeitenden im OP sicher und gut aufgehoben, hat dies folglich auch einen positiven Effekt auf die Patientensicherheit.“

Die neuen vollintegrierten OP-Säle ermöglichen durch die digitale Unterstützung außerdem intraoperative Vernetzungen mit externen Teilnehmern in Ultra-HD(4K)-Bildqualität. Zum Beispiel kann das Operationsgeschehen live in einen Hörsaal oder eine Expertenrunde gestreamt werden. „Sogar augmented reality die mit patientenindividuellen Hologrammen arbeitet, wird unter Forschungsbedingungen eingesetzt. Medizintechnisch haben wir hier eine Infrastruktur geschaffen, die schon heute Möglichkeiten für zukünftige Entwicklungen bietet, zum Beispiel in Bezug auf die Robotik oder die personalisierte Medizin. Das Ganze könnte man als Katalysator für die Zukunft der Chirurgie bezeichnen, so Weyhe weiter. Insgesamt elf Millionen Euro vom Gesamtbudget wurden in die Medizintechnik des neuen Gebäudes investiert.

Intensivstation der Zukunft
Mit der Gestaltung der neuen Intensivstation mit sieben Zweitbettzimmern im dritten Obergeschoss beschäftigte sich eine spezielle berufsübergreifende Projektgruppe. Unter den Fragestellungen „Wie sieht die Intensivmedizin der Zukunft aus?“ und „Welche Einflussfaktoren und Trends aus Medizin, Gesellschaft, Technik, Digitalisierung und Organisation müssen berücksichtigt werden?“ ist es dem Team gelungen, gemeinsam erarbeitete Maßstäbe zum Wohle der Patientinnen und Patienten bautechnisch umzusetzen.

„Geleitet von einer Forschungsstudie der Charité haben wir im Planungsgeschehen besonders die Bedürfnisse der Patienten und ihr intensivmedizinisches Erleben in den Focus gestellt“, erläutert Dr. Matthias Felber, Leitender Arzt der Klinik für Anästhesie und interdisziplinäre Intensivmedizin. „Unser Ziel war es letztlich, eine gesundheitsfördernde Architektur und technologische Gestaltung zu schaffen, welche psychosoziale Einflüsse und Aspekte berücksichtig, die sich günstig auf die Erholung von der Krankheit und die Gesundheit auswirken.“

Als Teil des Konzepts wurde somit ein Bündel von Maßnahmen implementiert, um Verwirrtheitszuständen von vornherein vorzubeugen. Hierzu zählen u.a. Lärmreduktion, Beibehaltung des Biorhythmus – mit entsprechenden Lichtverhältnissen und Orientierungsmöglichkeiten zu Zeit und Gegenwart – sowie die Mobilisation der Patienten. Hierfür kann auch ein an der Zimmerdecke befestigtes Liftersystem genutzt werden, mit welchem die Patienten trotz schwerer Krankheit im Zimmer sturzsicher mobilisiert werden können. 

Bettenstation 4F
Neun großzügig bemessene Zimmer mit insgesamt 20 Betten sind auf der neuen Bettenstation im F-Flügel zur Patientenversorgung entstanden. Eine frische Optik mit Holztönen, warmen Farben und viel Licht kennzeichnet hier das Bild. Auch die Mitarbeitenden der Pflege freuen sich über die neue Station. „Hier können wir unsere Patientinnen und Patienten bestens versorgen und als Team zusammenwachsen“, berichtet Dagmar Hentschel, pflegerische Bereichsleiterin der Station, deren Team für die Station neu zusammengestellt wurde und die das „Wir-Gefühl“ im Pius-Hospital hier in besonderer Weise spürt.

Die Patientenzimmer bieten nicht nur ausreichend Platz, sie sind auch zeitgemäß ausgestattet. Jedes Bett hat sein eigenes „Cockpit“, über  welches sich Internet, Fernsehen und Telefon nutzen lässt. Im vierten Stock gelegen und mit bodentiefen Fenstern ausgestattet bieten die Patientenzimmer nicht zuletzt einen großartigen Blick über die Oldenburger City.

 „Nun da der neue Gebäudeabschnitt bezogen ist, starten wir damit, die angrenzenden und frei werdenden Bereiche zu sanieren. Dies betrifft zum Beispiel den alten Zentral-OP, gebaut im Jahr 1987, der sich im ersten Stock des angrenzenden Gebäudes befindet. Nach seiner Sanierung wird er mit dem neuen OP-Trakt auf derselben Ebene verbunden und ergibt damit eine große Fläche mit insgesamt acht Sälen“, blickt Uwe Nissen aus der Bau- und Technikabteilung in die Zukunft. Um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten wurde deshalb das komplette zweite Stockwerk des neuen Gebäudeteils als Lüftungs- und Kältezentrale umgesetzt. Auch Intensiv- und Bettenstation im dritten und vierten Obergeschoss werden dann nach der Sanierung der alten Bereiche mit dem neuen F-Flügel verbunden.

Meilenstein fürs Pius-Hospital Oldenburg: Neuer Gebäudeteil „F-Flügel“ nach fünfjähriger Bauzeit fertig gestellt

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Der neue Gebäudeteil F-Flügel des Pius-Hospitals in Oldenburg ist circa 21 Meter hoch und beinhaltet diverse Funktionseinheiten auf insgesamt 3.700 Quadratmetern. Foto: Daniel Clören.
Augen-OP
Intensivstation
Intensivstation
Intensivstation
Zentral-OP
Hybrid-OP
Hybrid-OP
Bettenstation 4F

Neue Parkmöglichkeit am Pius-Hospital

10. Mai 2021

Fußläufig, in dreihundert Metern Entfernung zum Pius-Hospital stehen ab sofort 70 öffentliche Parkplätze zur Verfügung. Die Einfahrt befindet sich in der Blumenstraße.

Der Parkplatz ist Teil des ehemaligen NZW-Geländes, welches das Pius-Hospital 2020 erworben hat. Nun betreibt das Krankenhaus diese Fläche zwischen Blumen- und Peterstraße weiter und weist sie als öffentlichen Parkplatz aus. Dieser ist rund um die Uhr geöffnet. Die Gebühr beträgt 1,00 € pro angefangene Stunde (bis maximal 9 Euro pro Tag). Die Bezahlung sowie das Ein- und Ausfahren erfolgen ausschließlich mit einer EC-Karte.

„Aufgrund der Innenstadtlage sind die Parkmöglichkeiten im Heiligengeistviertel und rund um das Pius-Hospital naturgegeben begrenzt. Deshalb sind wir sehr froh, nun dieses zusätzliche Angebot für Besucher, Patienten, Angehörige, Innenstadtbesucher sowie auch die Mitarbeitenden machen zu können“, so Erich Thunhorst, kaufmännischer Direktor im Pius-Hospital.

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Neue Parkmöglichkeit am Pius-Hospital

Personelle und strukturelle Änderungen

8. April 2021

Mit dem Ziel sich beständig weiterzuentwickeln und die Behandlung der Patientinnen und Patienten der Weser-Ems-Region in der bewährten hohen Qualität zu erbringen, setzt das Pius-Hospital Oldenburg im Frühjahr 2021 auf folgende strukturelle Veränderungen: Die „Klinik für interdisziplinäre Notfallmedizin“  sowie die „Klinik für Thoraxchirurgie“ werden aus bestehenden Kliniken ausgegliedert und nun eigenständig geführt. Seit Februar hat das katholische Krankenhaus mit Werner Meyer zudem einen neuen Pflegedirektor. In der Geschäftsführung wird es Anfang 2022 ebenfalls Veränderungen geben.

Neue „Klinik für interdisziplinäre Notfallmedizin“ mit Dr. med. Kirsten Habbinga als Direktorin
Die Zentrale Aufnahme, Notaufnahme und Aufnahmestation bilden eine Schlüsselfunktion im Pius-Hospital. Seit 1. April 2021 ist diese Einheit aus der Klinik für Innere Medizin, Pneumologie und Gastroenterologie ausgegliedert und wird als eigenständige Klinik geführt. Für die Leitung der neuen Klinik hat sich eine Auswahlkommission einstimmig für Dr. med. Kirsten Habbinga (zuvor Leitende Ärztin Aufnahmezentrum, Zentrale Aufnahme und Notaufnahme und Koordinatorin des „Corona-Stabs“ im Pius-Hospital) ausgesprochen. Kirsten Habbinga ist eine sehr engagierte, fachlich versierte Ärztin. Im gesamten Haus, bei den niedergelassenen Ärzten, Rettungsdiensten und den umliegenden Krankenhäusern ist sie sehr anerkannt und hochgeschätzt. Auch im universitären Bereich ist Habbinga aktiv und darüber hinaus sehr gut vernetzt.

Neue „Klinik für Thoraxchirugie“ – unter der Leitung von Dr. med. Douglas Scriba
Zur Profilschärfung – um ihre steigende überregionale Bedeutung nach außen zu stärken – wird die bisherige Abteilung für Thoraxchirurgie seit 1. März 2021 unter dem gemeinsamen Zentrumsdach mit der Klinik für Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie als eigenständige Klinik geführt. Die Teilnehmenden einer Auswahlkommission haben sich einstimmig für Dr. med. Douglas Scriba als Direktor der Klinik ausgesprochen (zuvor Leitender Arzt und Leiter der Abteilung für Thoraxchirurgie). Douglas Scriba führt seinen Bereich in vorbildlicher Weise und wird von Patientinnen und Patienten, Mitarbeitenden und Kollegen gleichermaßen geschätzt. Den Herausforderungen der Positionierung der Thoraxchirurgie im starken wettbewerblichen Umfeld wird er sich als Klinikdirektor gemeinsam mit seinem starken Team weiterhin erfolgreich stellen.

Zum 1. Oktober 2020 wurde Dr. med. Andreas Cöster zum Leitenden Arzt der Klinik für Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie ernannt (zuvor Oberarzt und Leiter der Abteilung für Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie in der Klinik für Thorax-, Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie ). Andreas Cöster übernimmt in seiner neuen leitenden Funktion eine zusätzliche Verantwortung in der Klinik. Dr. med. Christoph-Maria Ratusinski wurde in diesem Zuge zum geschäftskoordinierenden Direktor des Zentrums ernannt und bleibt gleichzeitig Direktor der Klinik für Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie.

Pflegedirektorin Irmgard Hollmann legt aktiven Dienst nieder – Werner Meyer folgt ihr als Pflegedirektor nach
Die Pflegedirektorin und Mitglied des Direktoriums, Irmgard Hollmann, ist seit Februar 2020 krankheitsbedingt nicht in der Lage, ihren aktiven Dienst auszuüben und nimmt diesen bis zum Eintritt in den Ruhestand auch nicht wieder auf. Als Gesamtverantwortliche für den großen Pflege- und Funktionsbereich hat Hollmann über die gesamte Zeit in Kontinuität bewiesen, dass sich die Patientinnen und Patienten mit ihren Angehörigen im Pius angenommen, wertgeschätzt, liebevoll umsorgt und stets professionell, individuell  und bedarfsorientiert pflegerisch versorgt fühlen konnten.

Als Mitglied des Direktoriums hat sich Irmgard Hollmann verantwortungsvoll für die erfolgreiche Weiterentwicklung des Pius-Hospitals eingesetzt. Dabei hat sie immer die wertschätzende, anerkennende Pflege auf Augenhöhe im Fokus gehabt.

Für die Neubesetzung der Pflegedirektion im Pius-Hospital wurde eine Auswahlkommission gebildet. Sowohl die Mitglieder der Kommission als auch des Verwaltungsrats haben sich einstimmig für Werner Meyer als Pflegedirektor ausgesprochen, der diese Position seit 1. Februar 2021 innehat. Werner Meyer hatte bereits die Funktion des kommissarischen Pflegedirektors mit außerordentlichem Engagement, hoher fachlicher Kompetenz und mitarbeiterorientierter Führung verantwortungsvoll wahrgenommen. Davor war Werner Meyer im Pius-Hospital für das Pflegecontrolling verantwortlich.

Neue Geschäftsführung ab 2022 in der Vorbereitung
Geschäftsführerin Elisabeth Sandbrink wird Ende 2021 in den Ruhestand eintreten. Die Vorbereitungen für eine Nachfolge sind im Gange und werden von ihr sowie dem Verwaltungsrat des Krankenhauses aktiv begleitet.1986 nach ihrem Studium der Betriebswirtschaft in Einrichtungen des Gesundheitswesens an der University of Applied Science der Hochschule Osnabrück übernahm Elisabeth Sandbrink im Pius-Hospital die Leitung der Abteilung für Personal und später zusätzlich die Position der Kaufmännischen Direktorin, ehe sie 2007 Geschäftsführerin wurde. Seitdem hat sich das Pius-Hospital sehr erfolgreich zu einem hochspezialisierten, prosperierenden Krankenhaus mit einer besonderen Unternehmenskultur entwickelt. Unter den inzwischen 1.350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird großen Wert auf ein werteorientiertes und respektvolles Miteinander gelegt.

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Dr. med. Kirsten Habbinga
Dr. med. Douglas Scriba
Dr. med. Andreas Cöster
Dr. med. Christoph-Maria Ratusinski
Irmgard Hollmann
Werner Meyer
Elisabeth Sandbrink

„Neue Hüfte, neues Knie“ – Deutsch-niederländische Projektgruppe gibt Ratgeber für Menschen mit Gelenkersatz heraus

26. März 2021

Bei dem Buch „Neue Hüfte, neues Knie – Aktiv nach der Hüft- oder Kniegelenksoperation“ handelt es sich um einen hilfreichen Begleiter für alle, die eine Gelenksersatzoperation an der Hüfte oder am Knie vor sich haben oder bereits eine Prothese an entsprechender Stelle tragen. Sie können mit einfachen Maßnahmen und Übungen selbst dazu beitragen, dass der Eingriff Ihnen optimal nützt und Ihre Lebensqualität und Leistungsfähigkeit wieder hergestellt werden.

Gut verständlich erfahren die Leser hier das Wichtigste über die Arthrose, die Gelenkersatzoperation und die anschließende Rehabilitation. Sie lernen, warum körperliche Bewegung und Fitness nach der Operation so wichtig sind. Anhand von kurzen Videoclips und zahlreichen Fotos demonstriert der Ratgeber, den es auch als eBook gibt, welche Aktivitäten aus Alltag und Freizeit die Betroffenen als Hüft- oder Knieprothesenträger auf welche Weise ausführen können. Auch jüngere und körperlich aktive Patienten werden adressiert. Themen wie die Rückkehr an den Arbeitsplatz, Sexualität oder Sport mit künstlichem Gelenk werden ausführlich behandelt.

Das Besondere an dem Buch ist, dass es im Rahmen eines deutsch-niederländischen Projekts verschiedener Partner aus dem Gesundheitssektor im Nordwesten von Niedersachsen und auf der gegenüberliegenden Grenzregion im Nordosten der Niederlande entstanden ist. Das interdisziplinäre Autorenteam aus den Bereichen Orthopädie, Physiotherapie, Ernährungswissenschaften und Ergotherapie konnte so das Thema aus einem weiteren Blickwinkel betrachten und Erfahrungswerte aus verschiedenen Gesundheitssystemen im Umgang mit künstlichen Gelenken berücksichtigen. Beteiligt sind die Universitätsklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im Pius-Hospital Oldenburg, das Department Orthopädie der Universitätsmedizin in Groningen UMCG (NL) und das Reha-Zentrum am Meer in Bad Zwischenahn. Entsprechend der internationalen Zusammenarbeit ist es auf Deutsch und auf Niederländisch erschienen.

„In den Niederlanden wird zum Beispiel sehr großen Wert auf einen aktiven Lebensstil gelegt. Demnach wird auch in der Kommunikation mit den Patienten von allen am Behandlungsprozess beteiligten vermittelt, wie wichtig gute Ernährung und sportliche Betätigung sind, um im Alter fit zu bleiben“, erläutert Mitherausgeberin Dr. Gesine Seeber von der Universitätsklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im Pius-Hospital. „Auf der anderen Seite spielt das Thema Rehabilitation in Deutschland eine große Rolle. Mehrwöchige stationäre Reha-Aufenthalte gibt es bei uns in den Niederlanden nicht. Deshalb konnten wir hier das Know-how aus unserem Nachbarland mit in das Buch einfließen lassen“, ergänzt apl. Professor Martin Stevens von der Universitätsmedizin in Groningen (UMCG) die Vorteile der internationalen Zusammenarbeit.

Der Ratgeber ist im Rahmen des deutsch-niederländischen INTERREG-Projektes „Common Care“ entstanden. Dieses hat zum Ziel eine nachhaltige Infrastruktur für eine grenzüberschreitende medizinische Kooperation in der Ems-Dollart- Region aufzubauen. Dafür arbeiten mehrere Gesundheitseinrichtungen im Norden der Niederlande und in Nord-West-Niedersachsen in den Bereichen Prävention, Diagnostik und Behandlung zusammen. Das Projekt wird im Rahmen des INTERREG-Programms von der Europäischen Union und den INTERREG-Partnern finanziell unterstützt sowie durch das Land Niedersachsen und die Provinzen Drenthe und Groningen.

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Ratgeber „Neue Hüfte, neues Knie“
Ratgeber „Neue Hüfte, neues Knie“
Titelansicht Ratgeber „Neue Hüfte, neues Knie“

Engagierter Pflege-Nachwuchs in den Startlöchern

17. März 2021

Examen im Pius-Hospital erfolgreich absolviert – zum zweiten Mal unter Corona-Bedingungen
21  Schülerinnen und Schüler der Schule für Pflegefachberufe im Pius-Hospital haben ihre Ausbildung mit Erfolg beendet. Außerdem haben 10 Schülerinnen eine verkürzte zweijährige Ausbildung absolviert.

Zum zweiten Mal wurde das Examen der Gesundheit- und Krankenpfleger/innen unter Corona-Bedingungen abgehalten. Für das pädagogische Team und die Prüflinge war dies lediglich eine Frage der Organisation und konnte bereits im letzten Sommer mit Erfolg erprobt werden. Auch das vorherige Lernen für die Prüfungen war gut vorbereitet und fand größtenteils mediengestützt statt. „Mit E-Learning haben wir in unserer Schule schon viele Erfahrungen. Dies war auch vor der Pandemie schon ein wichtiger Pfeiler der Wissensvermittlung in unserem Haus“, betont Birgit Burkhardt, Leiterin der Schule.

Die Examensfeierlichkeiten – im Pius-Hospital traditionell festlich ausgelassen – begingen die Beteiligten auch dieses Mal in reduzierter Form, in mehreren Durchgängen und mit jeweiliger Online-Übertragung in der Pius-Kapelle. „Eine große Feier mit Freunden und Familien hätten unsere Absolventinnen und Absolventen natürlich mehr als verdient“, bedauert Birgit Burkhardt. „Allen möchte ich deshalb noch einmal explizit meinen herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Leistung aussprechen – für das bestandene Examen, aber insbesondere auch für das Durchhalten in diesen schwierigen Zeiten. Ausbildung und Arbeit in der Pflege sind durch die Pandemie noch anspruchsvoller geworden als sie es ohnehin schon sind“.

Von den examinierten 21 Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und  -pflegern (18 Frauen und 3 Männer) stammen 15 aus dem Pius-Hospital, drei aus dem Marienhospital Friesoythe und ebenfalls drei aus dem Johanneum in Wildeshausen. Die verkürzte zweijährige Ausbildung beendeten zehn Auszubildende, davon vier aus dem Evangelischen Krankenhaus Oldenburg, drei aus dem Pius-Hospital und zwei aus dem Marienhospital Friesoythe und eine aus dem Johanneum in Wildeshausen.

Die praktische Ausbildung verantworteten die jeweiligen Häuser vor Ort – mit der Ausnahme eines Moduls, welches wie der komplette theoretische Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler im Pius-Hospital durchgeführt wurde. Das Pius-Hospital übernimmt aus den beiden Ausbildungsklassen insgesamt zwölf der frisch examinierten Gesundheits- und Krankenpflegerinnen.

Die nächste Möglichkeit zur Ausbildung „Pflegefachfrau/Pflegefachmann“ startet am 1. August 2021, die verkürzte Ausbildung (bei geeigneter Vorerfahrung möglich) beginnt am 1. Oktober 2021. Informationen sind über Birgit Burkhardt unter 0441/229-1200 oder birgit [todd] burkhardtatpius-hospital [todd] de erhältlich.

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Engagierter Pflege-Nachwuchs in den Startlöchern
Letzte Aktualisierung: 21.07.2021