Über das Darmkrebszentrum

Mit circa 61.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist Darmkrebs derzeit bei Männern die dritthäufigste und bei Frauen die zweithäufigste Tumorerkrankung hierzulande.

Der Anspruch unserer Experten lautet, allen Patientinnen und Patienten mit bösartigen Darmerkrankungen eine interdisziplinäre, ganzheitliche Betreuung und Behandlung auf höchstem Niveau zu bieten – und das in allen Phasen der Erkrankung. Bestmögliche Diagnostik und Therapie mit Hilfe der neusten Methoden und der modernsten Ausstattung stellen unsere Experten in den Mittelpunkt ihres Handelns. Um Wissen und Fähigkeiten der Mediziner stets optimal miteinander zu verknüpfen, besteht innerhalb unseres Zentrums eine enge Zusammenarbeit der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie mit der Klinik für Innere Medizin und der Klinik für Strahlentherapie und internistische Onkologie (Klinikzentrum für Strahlentherapie, Hämatologie und Onkologie). Auch ist für die weitere ambulante Betreuung der an Darmkrebs erkrankten Patientinnen und Patienten durch eine enge Kooperation und Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Fachärzten und Hausärzten gewährleistet.

2011 wurden das Darmkrebs- und das Pankreaskrebszentrums nach den Vorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert. Um eine gleichbleibend hohe Qualität der endoskopischen Untersuchungen sicherzustellen, die bei Diagnostik und Therapie von Darm- und Pankreaskarzinomen eine große Rolle spielen, sind diese Untersuchungsmethoden bereits seit 2006 durch die Norddeutsche Gesellschaft für Gastroenterologie e.V. in Zusammenarbeit mit der TÜV Nord Cert GmbH zertifiziert.

Darmkrebspatienten, die eine ärztliche Zweitmeinung wünschen, können von der Expertise unseres Darmkrebszentrums profitieren. Seit April 2019 nehmen wir an der Pilotphase des Zweitmeinungsverfahrens in zertifizierten Zentren der Deutschen Krebsgesellschaft teil. Insgesamt rund 140 DKG-zertifizierte Darmkrebszentren stellen ihr Know-how dem Zweitmeinungsportal www.krebszweitmeinung.de zur Verfügung. Das Portal vermittelt den Kontakt zum Zentrum und übernimmt die organisatorische Betreuung der Ratsuchenden beim Einholen der Zweitmeinung − die Betroffenen haben die Wahl zwischen der Beurteilung ihres Falls nach Aktenlage allein oder nach einer zusätzlichen persönlichen Vorstellung. Die Zweitmeinung wird in beiden Fällen nach interdisziplinärer Fallbesprechung in der Tumorkonferenz erstellt. Die DKG begleitet diesen Zweitmeinungsservice durch eine wissenschaftliche Evaluation. Weitere Informationen zum Verfahren finden Sie auf der Seite der Deutschen Krebsgesellschaft.

Für Fragen zur Zweitmeinung bei Darmkrebs stehen wir Ihnen im Darmkrebszentrum des Pius-Hospitals telefonisch unter 0441 229-1471 gern zur Verfügung.

 

Letzte Aktualisierung: 11.07.2019