Das Pius-Hospital ist eines der größten Lungenfachzentren Niedersachsens. Die Klinik für Thoraxchirurgie unter der Leitung von Dr. med. D. B. Scriba behandelt Erkrankungen, Fehlbildungen und Verletzungen der Atmungsorgane (Lunge, Luftröhre und Brustkorb). Dazu gehören sowohl gut- als auch bösartige Krankheiten.
Im Mittelpunkt steht die operative Behandlung unter Nutzung minimal-invasiver Verfahren. Ungefähr die Hälfte unserer Operationen werden minimal-invasiv durchgeführt. Dies bedeutet für Sie neben einem kürzeren Krankenhausaufenthalt meist eine kürzere Operationsdauer, kleinere Narben und weniger Schmerzen nach der Operation.
Es steht die modernste technische Ausstattung zur Verfügung, unter anderem ein spezieller Laser für die gewebeschonende- und sparende Entfernung erkrankten Lungengewebes.
Die Klinik für Thoraxchirurgie arbeitet in der Behandlung komplexer Krankheiten wie z.B. dem Lungenkarzinom erfolgreich mit dem weit über die Region hinaus renommierten Klinikzentrum für Strahlentherapie, Hämatologie und Onkologie und der Abteilung für Pneumologie (Lungenheilkunde) der Klinik für Innere Medizin zusammen. In der Diagnostik ist sie insbesondere mit dem Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und der Klinik für Nuklearmedizin (PET-CT) verknüpft.
Tabakentwöhnung
Nutzen Sie die Zeit im Krankenhaus für einen endgültigen Rauchstopp. Weitere Infos finden Sie hier.
Nebenstehend finden Sie ein Erklär-Video zum vertieften Ein - und Ausatmen für Patientinnen und Patienten nach einer Thorax-Operation.
Alle Videos der Serie finden Sie hier (Link führt zum externen Anbieter YouTube): Zu den Videos
Hinweise zu Medikamenten vor dem stationären Aufenthalt
Liebe Patientin, lieber Patient,
manche Medikamente müssen vor dem Krankenhausaufenthalt für eine gewisse Zeit abgesetzt oder pausiert werden. Das ist wichtig, weil bestimmte Medikamente:
- das Blutungsrisiko erhöhen können,
- die Nieren belasten können oder
- das Risiko erhöhen, dass Mageninhalt eingeatmet wird (ärztlich nennt man die Aspiration).
Einige dieser Medikamente wirken noch mehrere Tage, auch wenn sie schon abgesetzt wurden. Deshalb kann es nötig sein, sie bereits einige Tage bis zu einer Woche vor der Aufnahme zu pausieren. Bitte besprechen Sie mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt, ob und wann Sie Ihre Medikamente absetzen sollen. Wenn die Medikamente nicht rechtzeitig abgesetzt werden, kann sich Ihre Behandlung oder Operation verzögern.
Gerinnungshemmende Medikamente
Zu den Medikamenten, die das Blutungsrisiko erhöhen können und daher frühzeitig abgesetzt werden müssen, zählen:
- ASS (Acetylsalicylsäure): Falls ASS lediglich zur Vorbeugung eingenommen wird, sollte es eine Woche vor dem geplanten Aufenthalt pausiert werden. Bei Einnahme aufgrund einer arteriellen Verschlusskrankheit oder einer koronaren Herzerkrankung, sollte ASS weiter eingenommen werden.
- Marcumar: Dieses Medikament muss eine Woche vor dem Aufenthalt abgesetzt werden. Ziel ist dabei ein Quick-Wert von mindestens 70 % oder ein INR im Zielbereich.
- NOAK (Neue orale Antikoagulanzien, z. B. Apixaban, Rivaroxaban, Edoxaban): Diese Medikamente sollten drei bis fünf Tage vor der Aufnahme abgesetzt werden.
Bitte sprechen Sie in allen Fällen mit Ihrem Hausarzt darüber, ob eine Überbrückung mit Heparin-Spritzen notwendig ist.
Medikamente zur Blutzuckereinstellung
- Metformin: Dieses Medikament muss zwei Tage vor dem Aufenthalt abgesetzt werden.
- GLP1-Agonisten (z. B. Dulaglutid [Trulicity], Liraglutid, Semaglutid [Ozempic], Tirzepatid [Mounjaro]): Bei täglicher Anwendung sollten sie am Tag vor dem Aufenthalt pausiert werden, bei wöchentlicher Anwendung bereits in der Woche vor dem Krankenhausaufenthalt.
- DPP4-Hemmer (z. B. Sitagliptin [Xelevia, Januvia, Janumet, Velmetia], Saxagliptin) müssen einen Tag vor dem Aufenthalt abgesetzt werden.
Kontrollieren Sie Ihren Blutzucker regelmäßig und besprechen Sie mit Ihrem Hausarzt, ob vorübergehend eine Insulintherapie notwendig ist.
Immunsuppressive Medikamente
- Methotrexat: Dieses Medikament sollte zwei Wochen vor dem geplanten Aufenthalt pausiert werden.
Freiverkäufliche Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel
- Zum Beispiel Ginkgo, Arnika oder Johanniskraut und ähnliche sollten ebenfalls eine Woche vor dem stationären Aufenthalt abgesetzt werden.



