Pressemitteilungen

Hightech im Herzen des Hauses Zentral-OP termingerecht fertig – Pius-Hospital stärkt operative Spitzenmedizin

23. Januar 2026

Das Pius-Hospital Oldenburg hat einen zentralen Abschnitt seiner umfassenden Modernisierungsstrategie erfolgreich abgeschlossen: Der zweite Abschnitt des Zentral-OPs ist nach knapp zweijähriger Bauzeit termingerecht fertiggestellt. Damit sind weitere drei Säle in Betrieb genommen. Zusammen mit den bestehenden OP-Sälen der Gynäkologie und der Augenheilkunde verfügt das Krankenhaus über nunmehr fünfzehn Operationssäle für ambulante und stationäre Eingriffe. Der niedersächsische Gesundheitsminister Andreas Philippi überbrachte einen Förderbescheid über 7,6 Mio. Euro: Der weitere Um- und Ausbau der angrenzenden Bereiche des Zentral-OPs (Baustufe 3-5) steht unmittelbar bevor.

Sowohl medizinisch als auch baulich setzt der neue Zentral-OP wichtige Impulse. „Digitalisierung, künstliche Intelligenz und robotergestützte Assistenzsysteme eröffnen neue Möglichkeiten, operative Verfahren weiter zu optimieren“, so Prof. Dr. Dirk Weyhe, ärztlicher Vorstand und Direktor der Universitätsklinik für Viszeralchirurgie. „Mit dem vergrößerten Zentral-OP schaffen wir optimale räumliche und technische Voraussetzungen, um diesen Entwicklungen, die das Pius-Hospital maßgeblich vorantreibt, Rechnung zu tragen.“ Die Baumaßnahmen zielten darauf ab, eine Infrastruktur zu schaffen, die nicht nur aktuellen technischen Standards entspricht, sondern dauerhaft tragfähig ist – für hochkomplexe operative Medizin, für sichere Prozesse und für die Menschen, die täglich in diesem System arbeiten. Das Ziel wurde erreicht: Die Teams der Anästhesie, Viszeralchirurgie, Orthopädie, Thorax- und der Gefäßchirurgie finden im Zentral-OP des Pius-Hospitals eine bis ins Detail durchdachte Arbeitsumgebung vor, um Patienten fortschrittlich und sicher behandeln zu können.


Von modularen Wand- und Deckenpanelen, deckengebundenen Versorgungseinheiten über schattenfreie Lichtdecken und gleitsichtfreundliche Monitore bis hin zur leistungsstarken Infrastruktur für das interaktive Videostreaming, z.B. in die Vorlesung oder Tumorkonferenz hinein, haben die Planerinnen und Planer an viele Details gedacht. „Wir haben die ursprüngliche OP-Struktur noch einmal komplett überarbeitet und den aktuellen Anforderungen angepasst. Dabei haben wir in dem alten Gebäudebestand von 1930 bis 1982 große statische und brandschutztechnische Herausforderungen mit unserem Planungsteam gemeistert“ stellt Tobias Kuhl, Leiter Baumanagement fest. Damit soll sich das Arbeiten in diesem anspruchsvollen Bereich ebenso effizient wie angenehm darstellen. „Die Fertigstellung des neuen Zentral-OPs ist ein großer Schritt für unser Haus und ein starkes Zeichen für die universitätsmedizinische Versorgung im Nordwesten“, erklärt Nadine Krefeld, kaufmännische Vorständin. „Mit dieser wichtigen Investition stärken wir nachhaltig unsere Leistungsfähigkeit und schaffen beste Voraussetzungen für eine moderne, sichere und patientenorientierte Versorgung. Alle involvierten Bereiche haben hier fantastische Arbeit geleistet.“
 

Der neu sanierte OP-Bereich befindet sich an gleicher Stelle wie der frühere Zentral-OP. Er wurde nach der Inbetriebnahme des direkt angrenzenden 2021 eröffneten F-Flügels mit vier OP-Sälen und entsprechenden Einleitungsräumen, stillgelegt. Entlang einer zentralen Erschließungsachse reihen sich nun die neuen und bestehenden Säle auf und gehen nahtlos in den ambulanten OP-Bereich über. Während der Bauphase musste der alte OP-Teil vollständig vom laufenden Betrieb getrennt werden, sodass zwei parallele OP-Einheiten mit eigener Logistik, Infrastruktur und OP-Plänen betrieben wurden. „Ein Kraftakt für das gesamte Team, den wir aber gemeinsam bewältigt haben“, fasst Andreas Luttmann, OP-Koordinator, zusammen. „Jetzt freuen wir uns umso mehr über die neue Phase mit großer Fläche und wieder vereinfachten Abläufen.“ Parallel zu den Arbeiten am „Herzstück“ des Hauses wurde im Geschoss über dem OP die Lüftungsanlage erneuert. Durch präzise gesteuerte Luftströme, hocheffiziente Filtertechnologie und kontinuierliche Qualitätsüberwachung schafft sie ein Umfeld, das höchsten hygienischen Anforderungen gerecht wird und optimale Bedingungen für sichere chirurgische Eingriffe gewährleistet.

„Unsere Kliniklandschaft steht vor großen Herausforderungen“, erklärt Niedersachsens Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi. „Baumaßnahmen im Bereich der Infrastruktur sind wichtig, damit Krankenhäuser zukunftsfähig bleiben. Als Land unterstützen wir diese Maßnahmen mit Mitteln aus dem Krankenhausinvestitionsprogramm. Ich bin beeindruckt von den zahlreichen Neuerungen, die hier in Oldenburg umgesetzt wurden. Davon profitieren die Patientinnen und Patienten unmittelbar.“

Um sich persönlich ein Bild von den modernisierten Strukturen und den erweiterten Kapazitäten zu machen, besuchte der niedersächsische Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi den neu fertiggestellten Bereich. Im Rahmen seines Besuchs überbrachte er einen Teil-Förderbescheid des Landes Niedersachsen über 7,6 Mio. Euro aus der Gesamtförderung für das übergeordnete Bauprojekt „Neubau F-Flügel und Umstrukturierung Zentral-OP“ mit weiteren Stationen und Bereichen. Denn die Maßnahmen sind noch nicht abgeschlossen. Der Inbetriebnahme des Zentral-OPs folgt direkt der nächste Bauabschnitt, im dem die angrenzenden Funktions- und Logistikbereiche – darunter OP-Schleusen, Aufwachraum, Umkleiden, weitere Sterilgutlager, Aufenthaltsräume und Bettenwarte – erneuert und teilweise durch Anbauten ergänzt werden. Inklusive des Kern-OPs und der zusätzlich erforderlichen neuen Lüftungszentrale beträgt die Gesamt-Sanierungsfläche Zentral-OP 2.300 Quadratmeter. Im März 2028 sollen die Baumaßnahmen komplett abgeschlossen sein. Das Haus investiert rund 23 Mio. Euro in das seit März 2024 andauernde Bauprojekt.

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Hightech im Herzen des Hauses Zentral-OP termingerecht fertig – Pius-Hospital stärkt operative Spitzenmedizin
Hightech im Herzen des Hauses Zentral-OP termingerecht fertig – Pius-Hospital stärkt operative Spitzenmedizin
Hightech im Herzen des Hauses Zentral-OP termingerecht fertig – Pius-Hospital stärkt operative Spitzenmedizin
Hightech im Herzen des Hauses Zentral-OP termingerecht fertig – Pius-Hospital stärkt operative Spitzenmedizin
Hightech im Herzen des Hauses Zentral-OP termingerecht fertig – Pius-Hospital stärkt operative Spitzenmedizin
Hightech im Herzen des Hauses Zentral-OP termingerecht fertig – Pius-Hospital stärkt operative Spitzenmedizin

Dirk Weyhe mit dem German Medical Award in 2025 in Gold ausgezeichnet

10. Oktober 2025

Prof. Dr. med. Dirk Weyhe, Direktor der Universitätsklinik für Viszeralchirurgie im Pius-Hospital, ist mit dem German Medical Award 2025 in der Kategorie Diagnostik ausgezeichnet worden.  Mit dieser Auszeichnung in der Kategorie Gold würdigt die Jury des German Medical Award die besonderen Leistungen von Prof. Weyhe im Bereich der medizinischen Diagnostik mit seinen innovativen Ansätzen zur Verbesserung der diagnostischen Präzision bei komplexen Krankheitsbildern sowie sein interdisziplinäres Engagement in Forschung und klinischer Praxis.

„Für mich ist diese Auszeichnung ein Ausdruck außergewöhnlicher wissenschaftlicher Teamarbeit, den ich mit großer Freude stellvertretend für das gesamte Team der Universitätsklinik für Viszeralchirurgie sowie all unsere wissenschaftlichen Kooperationspartner entgegennehme. Der hoch angesehene Preis würdigt unsere über zehnjährige Forschung im Bereich der digitalen Diagnostik und Assistenzsysteme – ein bedeutender Meilenstein, der uns darin bestärkt, diesen Weg mit Entschlossenheit weiterzugehen und unsere neuen Ziele mit Nachdruck zu verfolgen. Wir alle empfinden große Freude und Dankbarkeit über diese Anerkennung“, so der Preisträger am Rande der Verleihung am 9. Oktober im Haus der Ärzteschaft in Düsseldorf.

Prof. Weyhe und sein Team forschen intensiv an zukunftsweisenden Verfahren, bei denen radiologische Bilddaten mithilfe von Mixed-Reality- und Virtual-Reality-Technologien in dreidimensionale Hologramme oder virtuelle Umgebungen umgewandelt werden. So können Chirurginnen und Chirurgen beispielsweise die Organe von Patienten vor einer Operation virtuell im Raum betrachten und die Eingriffe präzise planen.

Zur Unterstützung diagnostischer Prozesse kommen auch KI-gestützte Systeme zum Einsatz. Sie analysieren umfangreiche medizinische Daten, erkennen relevante Muster und liefern präzise Entscheidungshilfen für die individuelle Therapieplanung. In Kombination mit immersiven Technologien wie Mixed und Virtual Reality sowie robotergestützten Verfahren entstehen neue Möglichkeiten, komplexe Eingriffe noch sicherer und effizienter zu gestalten.

Der German Medical Award wird seit 2015 jährlich verliehen und zählt zu den bedeutendsten Auszeichnungen im deutschsprachigen Gesundheitswesen. Vergeben wird der Preis vom German Medical Club e.V. Ziel ist es, herausragende Leistungen in Medizin, Forschung, Digitalisierung und Patientenversorgung zu würdigen. Schirmherr ist der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales in NRW, Karl-Josef Laumann.

Die unabhängige Jury setzt sich aus angesehenen Medizinern, Branchenexperten und Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Praxis zusammen. Sie bewertet die eingereichten Beiträge nach Innovationskraft, Patientenorientierung und nachhaltiger Wirkung auf die medizinische Versorgung. Der Award wird in verschiedenen Kategorien vergeben, darunter: Diagnostik, innovative Medizin und Therapien, digitale Gesundheit und Telemedizin, Prävention und Gesundheitsförderung, Patientenmanagement und Kommunikation, Medizinprodukte und technische Innovation, Praxis- und Klinikmanagement, Nachwuchsförderung, Medical Women of the Year. 

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Dirk Weyhe

Intensivstation und neue onkologische Station fertiggestellt – Pius-Hospital erreicht bauliches Etappenziel

4. August 2025

Das Pius-Hospital Oldenburg feiert die Fertigstellung eines weiteren Bauabschnitts der interdisziplinären Intensivstation und einer neuen onkologischen Station. Mit dem Abschluss dieses Projekts setzt das Krankenhaus erneut ein Zeichen für die zukunftsweisende medizinische Versorgung in der Region.

Die Erweiterung der interdisziplinären Intensivstation im dritten Obergeschoss ist erfolgreich und fristgerecht vollendet worden. Sie grenzt an den bereits 2021 fertiggestellten ersten Bauabschnitt mit sieben Zweitbettzimmern an. Die Bauarbeiten, die im April 2024 mit statischen Maßnahmen, Entkernung und Schadstoffsanierung im Gebäudeteil aus den 1960ern begannen, resultieren in sechs neuen Einzelzimmern – darunter zwei Isolationszimmer mit Schleuse.

Die gesamte Raumgestaltung orientiert sich an gesundheitsfördernden Prinzipien, die psychosoziale Aspekte wie Licht, Geräuschkulisse und Orientierung gezielt einbeziehen. Das Lichtkonzept mit großflächigen Leuchtdecken über den Betten fördert den Tag-Nacht-Rhythmus der Patienten. Alle Zimmer sind voll klimatisiert. Die deckengeführten Versorgungseinheiten und mobilen Liftersysteme sorgen dafür, dass sich das Behandlungsteam frei bewegen kann und körperlich entlastet wird, wenn die geschwächten Patienten mobilisiert werden, zum Beispiel um sich in einen Sessel zu setzen oder einige Schritte zu gehen. Die geräuschoptimierten Geräte sind bewusst außerhalb des Blickfelds der Patienten installiert, um Stressreize zu minimieren. Denn eine ruhige und wohltuende Atmosphäre kann dabei helfen, das Risiko postoperativer Verwirrtheitszustände zu minimieren und den Heilungsverlauf positiv zu beeinflussen.

Ein Aufenthalt auf der Intensivstation ist sowohl für die Patienten als auch für ihre Angehörigen immer eine besondere und oftmals belastende Ausnahmesituation. „Wenn es eine Umgebung gibt, die das Ganze angenehmer machen und die Genesung fördern kann, so finden wir diese hier im Pius-Hospital“, ist sich Dr. Matthias Felber, der das Konzept und den Bau mit seinem Team eng begleitet hat, sicher. „Wir haben eine Atmosphäre der Geborgenheit für Patienten sowie einen hochfunktionalen und gesunderhaltenden Arbeitsplatz für unsere Mitarbeitenden geschaffen“, so der Leitende Arzt für Intensivmedizin in der Klinik für Anästhesie und interdisziplinäre Intensivmedizin.

„Das Pius-Hospital ist in seinen Schwerpunktgebieten und im Bereich der Universitätsmedizin insbesondere auf die Behandlung schwerer und komplexer Erkrankungen spezialisiert. Dies spiegelt sich auch in der baulichen, medizinischen und technischen Ausstattung der Intensivstation wider. Deshalb freue ich mich sehr über die Fertigstellung dieses wichtigen Bauabschnitts“, erklärt Nadine Krefeld, kaufmännische Vorständin des Pius-Hospitals. „Diese Station ist unter der Mitwirkung der hier Arbeitenden entstanden und das sieht und spürt man in jedem Detail. Diese Investition zahlt sich also nicht nur in medizinischer Qualität aus, sondern auch in der Wertschätzung gegenüber unseren Patienten und Mitarbeitenden.“

Neue onkologische Station über den Dächern Oldenburgs

Auch in der vierten Etage sind eine 2021 fertig gestellte Bettenstation und ein kernsanierter Teil verbunden worden und bilden nun eine große Einheit. Dorthin ist die onkologische Station aus dem Erdgeschoss gezogen. Die 31 Betten – zehn davon in komfortablen Einzelzimmern – bieten nun eine großzügige helle und ruhige und Umgebung, die den Bedürfnissen schwer erkrankter Menschen besonders Rechnung trägt.

Der Ausbau der beiden Stationen ist Teil einer größeren vom Land geförderten Baumaßnahme, in deren Mittelpunkt die Modernisierung des Zentral-OPs und seinen umliegenden Funktionseinheiten steht. Insgesamt investiert das Pius-Hospital circa 23 Millionen Euro – davon rund sechs Millionen Euro für die Erweiterung der Intensivstation und die neue onkologische Station.

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Pius-Hospital erreicht bauliches Etappenziel
Pius-Hospital erreicht bauliches Etappenziel
Pius-Hospital erreicht bauliches Etappenziel

Pflegeexamen am Pius-Hospital – Interessiert, lebendig und lernfreudig

25. Juli 2025

An der Schule für Pflegefachberufe am Pius-Hospital Oldenburg haben 23 Auszubildende ihre Abschlussprüfungen in der generalistischen Pflegeausbildung absolviert. Vier Männer und 19 Frauen traten zum Examen an – darunter auch fünf Auszubildende aus dem Kooperationshaus Johanneum Wildeshausen. Die älteste Absolventin ist 55 Jahre alt.

„Wie bei jedem Jahrgang gab es auch bei diesem besondere Merkmale“, sagt Schulleiterin Katja Leinau. Der Kurs startete einst in zwei Gruppen mit je rund 18 bis 19 Auszubildenden. Trotz unterschiedlicher Persönlichkeiten und Altersstrukturen sei es gelungen, ein starkes Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln.

Ein Höhepunkt der Ausbildungszeit war eine Kursfahrt nach Ohrbeck. „Diese Fahrt hat den Zusammenhalt nochmals gestärkt“, so Leinau. „Wir haben die Schülerinnen und Schüler während ihrer Ausbildung als interessiert, lebendig und lernfreudig erlebt.“

Nach dem erfolgreichen Abschluss plant ein Großteil der Absolventinnen und Absolventen den direkten Einstieg in den Beruf. Sechs von ihnen setzen ihren begonnenen Berufsweg ab sofort in der Pflege im Pius-Hospital fort.

Die nächste Möglichkeit zur Ausbildung „Pflegefachfrau/Pflegefachmann“ startet am 1. März 2026. Kontakt: Katja Leinau unter 0441 229-1200 oder pflegeschuleatpius-hospital [todd] de.

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Pflegeexamen Pius-Hospital Juli 2025

Berufsfachschule für Orthoptik verabschiedet erste Absolventinnen und Absolventen

18. Juli 2025

Acht Schülerinnen und Schüler haben im September 2022 eine dreijährige Ausbildung zur Orthoptistin/zum Orthoptisten in der neu gegründeten Berufsfachschule für Orthoptik im Pius-Hospital begonnen. Sieben von ihnen haben jetzt ihre Abschlussprüfung abgelegt und erfolgreich bestanden. Der Universitätsklinik für Augenheilkunde im Pius-Hospital Oldenburg ist es somit gelungen, eine Lücke in der Ausbildungslandschaft des Landes Niedersachsens und insbesondere im Nordwesten zu schließen. Alle Absolventen hatten bereits vor der Prüfung feste Zusagen für einen Arbeitsplatz.

 

Die 2022 gegründete Berufsfachschule ist eine von 14 Schulen in Deutschland und die einzige ihrer Art in Niedersachsen. „Unser Anspruch als universitätsmedizinische Einrichtung bei der Gründung der Berufsfachschule vor drei Jahren war es, die strabologische, neuroophthamologische und kinderophtalmologische Versorgung durch Orthoptistinnen und Orthoptisten in der Region wesentlich, substantiell und langfristig zu stärken“, erklärt Prof. Dr. Dr. med. Stefan Schrader, Direktor der Universitätsklinik für Augenheilkunde. „Die erfolgreichen Prüfungen zeigen, dass uns das gelungen ist.“, so Prof. Schrader weiter.

Sehr zufrieden zeigte sich auch die Dezernentin des Regionalen Landesamtes für Schule und Bildung Hannover, Daniela Depping, die die Prüfung persönlich leitete: „Die Absolventinnen und Absolventen werden als Fachkräfte dringend gebraucht. Dies zeigt sich nicht zuletzt darin, dass nach unserer Kenntnis bereits alle sieben heute geprüften Orthoptistinnen und Orthoptisten eine feste Zusage für folgende Arbeitsverhältnisse haben.“ „Besonders freut uns, dass wir drei Absolventinnen dafür gewinnen konnten, ihre ersten beruflichen Schritte nach der Ausbildung hier bei uns in der Universitätsklinik für Augenheilkunde im Pius-Hospital zu gehen.“, ergänzt Dr. med. Thomas Lischka, Oberarzt am Pius-Hospital, der die Ausbildung eng begleitet. „Wir stärken damit auch unser eigenes Versorgungsangebot für die Menschen in Oldenburg und der Region.“, so Dr. Lischka weiter.

Die Berufsfachschule soll nach dem Willen aller Beteiligten weiter aufwachsen. 2024 startete der zweite, im September 2025 beginnt der dritte Jahrgang mit seiner Ausbildung. Bis 2026 soll der Aufwuchs dann mit drei vollen Jahrgängen mit jeweils 10 Ausbildungsplätzen abgeschlossen sein. Für den kommenden Jahrgang mit Ausbildungsbeginn im September sind aktuell noch zwei freie Plätze zu vergeben.
Der staatlich anerkannte Beruf der Orthoptistin / des Orthoptisten gehört zur Gruppe der medizinischen Fachberufe. Orthoptistinnen und Orthoptisten arbeiten sehr eigenverantwortlich auf dem Gebiet der orthoptischen Diagnostik und Therapie. Sie betreuen Patientinnen und Patienten aller Altersgruppen mit Störungen des einseitigen und beidseitigen Sehens. Dabei arbeiten sie sehr eng mit ihren ärztlichen Kolleginnen und Kollegen zusammen und unterstützen diese mit ihrem ganz speziellen Know-how. Einsatzgebiete sind Augenkliniken, augenärztliche Praxen, neurologische Kliniken, Frühförderstellen, Reha-Einrichtungen, Blindeninstitute oder die Forschung.

Weitere Informationen zur Ausbildung im Pius-Hospital finden sich unter https://www.pius-hospital.de/karriere/ausbildung-praktika/ausbildung-orthoptistin-orthoptist

Fotos:

Gruppenbild Abschlussklasse: Sascha Stüber
Unterrichtsszene Pius-Hospital: Markus Hibbeler

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Der erste Abschlussjahrgang der Berufsfachschule für Orthoptik am Pius-Hospital
Die praktische Ausbildung zur Orthoptistin/zum Orthoptisten

Neue spezialisierte Sprechstunde für Menschen mit hochgradiger Sehbeeinträchtigung

3. Juli 2025

Die Universitätsklinik für Augenheilkunde im Pius-Hospital Oldenburg bietet ab sofort eine spezialisierte Sprechstunde für Menschen mit stark eingeschränktem Sehvermögen an. Ziel ist es, Patientinnen und Patienten eine individuelle und umfassende augenärztliche Versorgung zu ermöglichen. In der Region ist das Angebot bislang einzigartig.

Die neue Sprechstunde ist im Schwerpunkt Strabologie, Neuroophthalmologie und Kinderophthalmologie angesiedelt und wurde durch das besondere Engagement von Julian Hormann, leitender Orthoptist der Universitätsklinik für Augenheilkunde, initiiert. „Viele Menschen mit stark eingeschränktem Sehvermögen stehen im Alltag vor großen Herausforderungen. Unsere Sprechstunde soll ihnen konkrete Hilfen an die Hand geben“, erklärt Julian Hormann.
Angesprochen sind insbesondere Menschen mit einer hochgradigen Sehbeeinträchtigung, bei der trotz bestmöglicher Brillen- oder Kontaktlinsenkorrektur kein ausreichendes Sehvermögen mehr erreicht werden kann. Dazu zählen Erwachsene ebenso wie Kinder – beispielsweise mit erblichen Netzhauterkrankungen wie Retinitis pigmentosa. Diese führt schleichend zu einer zunehmenden Einschränkung des Gesichtsfeldes, beginnend mit Nachtblindheit und später oft zu einem sogenannten Tunnelblick bis hin zur Erblindung. Auch altersbedingte Makuladegeneration, diabetische Netzhautschäden oder Glaukom zählen zu den häufigsten Ursachen für stark eingeschränktes Sehen. Manche Personen gelten dann bereits als blind. Dies trifft zu, wenn auf dem besseren Auge das Sehvermögen trotz Sehhilfe unter zwei Prozent liegt.
In der neuen Sprechstunde werden betroffene Personen mit modernster Diagnostik eingehend untersucht. Da diese Untersuchungen sehr zeitaufwändig sind, wird ausreichend Raum für persönliche Beratung und eine präzise Erfassung der Sehfähigkeit und des Vergrößerungsbedarfs geschaffen.
Nach der Diagnosestellung können gezielt Sehhilfen und sogenannte Low-Vision-Hilfsmittel ärztlich verordnet werden. Diese reichen von speziellen Lupenbrillen und Bildschirmlesegeräten bis hin zu elektronischen Geräten mit Texterkennung, Sprachsteuerung oder kontraststeigernden Displays. Ziel ist es, den Patientinnen und Patienten eine möglichst hohe Lebensqualität und Selbstständigkeit zu ermöglichen. „Nach Artikel 5 des Grundgesetzes besteht hierzulande ein Recht auf Informationsfähigkeit. Dieses wollen wir mit der spezialisierten Sprechstunde unterstützen“, so Julian Hormann, der sich gemeinsam mit Oberarzt Dr. Thomas Lischka auch für die entsprechende Weiterqualifizierung in seinem Team eingesetzt hat.
Die neue Anlaufstelle ist in der Region bislang einzigartig. „Betroffene besorgen sich zum Teil eigenständig Hilfsmittel, was in Anbetracht des oftmals großen Leidensdrucks nachvollziehbar ist. Aber nur mit einer umfassenden augenheilkundlichen Diagnostik, wie wir sie in der Universitätsklinik für Augenheilkunde nun anbieten, kann die optimale Versorgung mit Hilfsmitteln erfolgen“, betont Dr. Thomas Lischka.
Untersuchungstermine können online über das Pius-Patientenportal angefragt werden.

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Neue spezialisierte Sprechstunde für Menschen mit hochgradiger Sehbeeinträchtigung
Neue spezialisierte Sprechstunde für Menschen mit hochgradiger Sehbeeinträchtigung

Hier haben wir für Sie Presseinformationen zum Download bereit gestellt. Für weitere Fragen stehen wir natürlich gerne zur Verfügung.

Michael Dernoscheck, Bertine Pienkos-Sandmann, Presseinformationen aus dem Pius-Hospital
Letzte Aktualisierung: 23.01.2026