Aufklären und Zuhören in der Stomatherapie

Beim sogenannten Enterostoma handelt es sich um eine operativ hergestellte Öffnung in der Bauchdecke, um Stuhl abzuleiten. Die oft auch als „künstlicher Darmausgang“ bezeichnete Versorgung kann bei Erkrankungen wie Krebs, schweren Entzündungen oder durch einen Darmverschluss notwendig werden, damit die betroffenen Stellen des Darms ausheilen können. Dafür wird ein gesundes Stück Darm nach außen geführt und mit der Bachdecke vernäht. Um diese Darmöffnung herum wird ein passendes Beutelsystem angebracht, das die Ausscheidungen auffängt. Damit ersetzt das Stoma die Aufgabe des Enddarms. Es kann entweder für eine begrenzte Zeit oder dauerhaft zum Einsatz kommen. Abhängig davon, wie lange das Stoma getragen wird und an welcher Körperstelle es sich befindet, kann die Situation für die Betroffenen sowohl körperlich aus auch psychisch sehr belastend sein. Deswegen lernen die Patientinnen und Patienten bereits im Krankenhaus, das Stoma zu pflegen und mit der neuen Lebenssituation zurechtzukommen. Im Pius-Hospital kümmert sich die Stomatherapeutin Christina Kuper vertrauensvoll um alle Patientinnen und Patienten mit einem Stoma sowie um deren Angehörige. Die erfahrene Gesundheits- und Krankenpflegerin mit entsprechender Zusatzqualifikation steht Ihnen vor und nach der Operation mit Rat und Tat zur Seite, geht auf Ihre Sorgen, Ängste und Fragen ein und leitet Sie Schritt für Schritt im Umgang mit dem Stoma an. Auch nach Ihrem Krankenhausaufenthalt, können Sie sich gern per E-Mail oder Telefon mit Ihren Fragen an Schwester Christina wenden.

Die Pflege in der Stomatherapie im Pius-Hospital umfasst:

  • Aufklärung und zur Markierung des späteren Ausgangs im Sitzen, Liegen und Stehen
  • Erklärung des Materials
  • Anleitung zum Entleeren und Wechseln von Beutel und Platte
  • Informationen zum Hautschutz und zur Ernährung
  • Informationen und Tipps für den Alltag mit Stoma
  • Vermittlung von weiteren Gesprächs- und Unterstützungsangeboten (Hausbesuch Stomatherapeut, Selbsthilfegruppe)

Selbsthilfegruppe

Im Bereich der Stomatherapie und des Darmkrebszentrums des Pius-Hospitals arbeiten wir in enger Abstimmung mit der "Selbsthilfevereinigung für Stomaträger und Menschen mit Darmkrebs sowie deren Angehörige" Deutsche ILCO e.V. zusammen.

Kontak Regionalgruppe:
Roger Dammann
Telefon 0441 2048010

Letzte Aktualisierung: 21.02.2019