Pressemitteilungen

Land fördert Pius-Hospital mit fünf Millionen Euro

29. November 2021

Gesundheitsministerin Daniela Behrens hat am Montag einen Förderbescheid über insgesamt fünf Millionen Euro an das Pius-Hospital übergeben.

Für künftig anstehende Baumaßnahmen erhält das Pius-Hospital eine Förderung über weitere fünf Millionen Euro vom Land Niedersachsen. Den Fördermittelbescheid übergab Gesundheitsministerin Daniela Behrens bei einem Besuch im Pius-Hospital am 29. November. Hier konnte sie sich einen Eindruck von den zukunftsweisenden Konzepten der neuen Intensivstation und des neuen Zentral-OPs im neuen Gebäudeteil „F-Flügel“ machen.

Für künftig anstehende Baumaßnahmen erhält das Pius-Hospital eine Förderung über weitere fünf Millionen Euro vom Land Niedersachsen. Den Fördermittelbescheid übergab Gesundheitsministerin Daniela Behrens bei einem Besuch im Pius-Hospital am 29. November. Hier konnte sie sich einen Eindruck von den zukunftsweisenden Konzepten der neuen Intensivstation und des neuen Zentral-OPs im neuen Gebäudeteil „F-Flügel“ machen.

Die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen und wirtschaftlichen Krankenhausversorgung ist dem Land Niedersachsen ein besonders wichtiges Anliegen. Aus diesem Grund beteiligt sich das Gesundheitsministerium jährlich mit hohen Investitionsförderungen daran, diesen Versorgungsauftrag sicherzustellen und für die Bürgerinnen und Bürger eine dem Bedarf angepasste optimale Gesundheitsversorgung zu gewährleisten.

Ministerin Daniela Behrens erklärt dazu: „Die zusätzlichen Belastungen der Krankenhausträger während der Corona-Pandemie sind mir sehr bewusst. Diesen zu trotzen und eine weiterhin zuverlässige und tragfähige medizinische Versorgung sicherzustellen, bedeutet eine enorme Kraftanstrengung. Umso mehr freut es mich, dem Pius-Hospital in Oldenburg heute einen weiteren Bewilligungsbescheid zur Investitionsmaßnahme „Umstrukturierung OP/Ersatz F-Flügel, Sanierung Intensiv, Gyn-OP, Zentrale Umkleide“ in Höhe von fünf Millionen Euro überreichen zu können. Dies ist ein weiterer Beitrag, damit das Pius-Hospital gut aufgestellt ist, um den vielfältigen Herausforderungen der Zukunft zu begegnen.“

 „Ich freue mich sehr, dass sich die positive Entwicklung, die unser Haus in den vergangenen Jahrzehnten genommen hat, mit dem Abschluss unseres Masterplans zur baulich-strukturellen Weiterentwicklung des Pius-Hospitals sich weiter verstetigen kann. Die weitere Förderung durch das Land Niedersachsen bestätigt uns in unseren auf die Zukunft ausgerichteten Planungen. Dafür sind wir sehr dankbar“, so Geschäftsführerin Elisabeth Sandbrink. „Gemeinsam haben wir uns dafür eingesetzt, dass wir hier eine Patientenversorgung auf dem höchsten Niveau unter optimalen Bedingungen durchführen können und auch die Teams in den entsprechenden Bereichen zeitgemäße Rahmenbedingungen an ihren neuen Einsatzorten vorfinden – in gut durchdachten Räumen, mit perfekten Lichtverhältnissen und allerneuester Technik.

Im Januar dieses Jahres konnte das Pius-Hospital seinen neuen Gebäudeteil F-Flügel mit diversen Funktionseinheiten in Betrieb nehmen. Hier befinden sich neue Operationssäle samt Hybrid- und Augen-OP, eine neue Intensivstation, eine Bettenstation, eine Technikebene für die Lüftungs- und Kältezentrale sowie Werkstatt- und Büroflächen. Nun da der neue Gebäudeabschnitt mit einer Gesamtbruttogeschoßfläche von 3.700 Quadratmetern und einem Investitionsvolumen von 41 Millionen Euro bezogen ist, startet das Pius-Hospital damit, die angrenzenden und frei werdenden Bereiche zu sanieren. Dies betrifft den alten, Ender der 1980er errichteten Zentral-OP, der sich im ersten Stock des angrenzenden Gebäudes befindet. Nach seiner Sanierung wird er mit dem neuen OP-Trakt auf derselben Ebene verbunden und ergibt damit eine große Fläche mit insgesamt acht Sälen. Auch die Intensivstation und Bettenstation im dritten und vierten Obergeschoss werden dann nach der Sanierung der alten Bereiche mit dem neuen F-Flügel verbunden. Zusätzlich werden im Anschluss  noch der Gynäkologie-OP sowie die Umkleiden für die Mitarbeitenden saniert.

Für künftig anstehende Baumaßnahmen erhält das Pius-Hospital eine Förderung über weitere fünf Millionen Euro vom Land Niedersachsen. Den Fördermittelbescheid übergab Gesundheitsministerin Daniela Behrens bei einem Besuch im Pius-Hospital am 29. November. 

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Land fördert Pius-Hospital mit fünf Millionen Euro
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Krebs-Info-Tage mit Online-Vorträgen und Telefon-Aktionen

23. November 2021

„Aufgrund der sich zurzeit weiter dynamisch entwickelnden pandemischen Lage mussten wir unsere ansonsten regelmäßig in Präsenz stattfindenden Patientenveranstaltungen rund um das Thema Krebs dieses Mal in einem anderen Format durchführen“, so Prof. Dr. med. Frank Griesinger, Koordinator des Cancer Center Oldenburgs und Direktor der Universitätsklinik für Innere Medizin — Onkologie im Pius-Hospital. „Um den Kontakt zu Patienten, Angehörigen und Bürgerinnen und Bürgern, die das Thema Krebs beschäftigt, möglichst direkt herzustellen, bieten wir an fünf Tagen auch eine Telefon-Aktion an“. Das niederschwellige  Angebot können alle nutzen, die Fragen an Ärztinnen/Ärzte, Pflegende oder ans Psychoonkologinnen-Team richten möchten. „Hiermit möchten wir eine zusätzliche Möglichkeit bieten sich zu informieren und dafür zu werben, einen möglichen Krebsverdacht immer ernst zu nehmen und zeitnah abklären zu lassen. In letzter Zeit behandeln wir vermehrt Patienten, die mit schon weiter fortgeschrittener Tumorerkrankung zu uns kommen. Das Thema Krebs darf nicht der Corona-Pandemie zum Opfer fallen“, betont Prof. Griesinger.

Die Online-Vorträge sind ab 26. November 2021 unter https://www.pius-hospital.de/aktuell/krebsinfo   verfügbar.

Programm zum Download

Expertinnen-/Experten-Telefon
0441 229-4442

  • Onkologische Pflege
    „Hautpflege bei Strahlentherapie“
    Am Telefon Montag, 29.11.2021, 13.00-14.00 Uhr: Gabriele Bohmann-Kemper, Pflegerische Bereichsleiterin Station EC, Universitätsklinik für Innere Medizin – Onkologie
    Hinweis: Die Fragen müssen keinen direkten Zusammenhang mit dem Vortrag haben. Jedoch können in diesem Rahmen keine Diagnosen gestellt oder verbindliche Therapieempfehlungen gegeben werden können, sondern nur allgemein gültige Informationen.
  • Lungenkrebszentrum
    „Rauchen: Warum sollte ich eigentlich darauf verzichten?“
    Am Telefon Montag, 29.11.2021, 14.00-15.00 Uhr: Dr. med. Dörte Wulf, Oberärztin Klinik für Innere Medizin, Pneumologie und Gastroenterologie
    Hinweis: Die Fragen müssen keinen direkten Zusammenhang mit dem Vortrag haben. Jedoch können in diesem Rahmen keine Diagnosen gestellt oder verbindliche Therapieempfehlungen gegeben werden können, sondern nur allgemein gültige Informationen.
  • Psychoonkologischer Dienst
    „Krebs – und jetzt?“
    Am Telefon Dienstag, 30.11.2021, 10.00-11.00 Uhr: Martina Ihlefeld, Psychoonkologin (WPO), Dipl.-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin, Kreative Kindertherapeutin, Supervisorin und Coach DGSv
    Hinweis: Die Fragen müssen keinen direkten Zusammenhang mit dem Vortrag haben. Jedoch können in diesem Rahmen keine Diagnosen gestellt oder verbindliche Therapieempfehlungen gegeben werden können, sondern nur allgemein gültige Informationen.
  • Onkologisches Zentrum
    „Möglichkeiten der Krebstherapie“
    Am Telefon Dienstag, 30.11.2021, 11.00-12.00 Uhr: Dr. med. Anne Lüers, Fachärztin für Innere Medizin, Hämatologie und OnkologieHinweis: Die Fragen müssen keinen direkten Zusammenhang mit dem Vortrag haben. Jedoch können in diesem Rahmen keine Diagnosen gestellt oder verbindliche Therapieempfehlungen gegeben werden können, sondern nur allgemein gültige Informationen.
  • Darmkrebszentrum
    „Darmkrebsvorsorge – Welche Möglichkeiten gibt es, einen Darmkrebs frühzeitig festzustellen
    oder sogar zu verhindern?“
    Am Telefon Dienstag, 30.11.2021, 14.00-15.00 Uhr: Dr. med. Jens Kühne, Leitender Arzt der Abteilung für Gastroenterologie, Klinik für Innere Medizin, Pneumologie und Gastroenterologie
    Hinweis: Die Fragen müssen keinen direkten Zusammenhang mit dem Vortrag haben. Jedoch können in diesem Rahmen keine Diagnosen gestellt oder verbindliche Therapieempfehlungen gegeben werden können, sondern nur allgemein gültige Informationen.
  • Oldenburger Brustzentrum
    „Komplementäre Behandlung beim Mammakarzinom“
    Am Telefon Mittwoch, 1.12.2021, 8.30-9.30 Uhr: Dr. Petra Böhne, Leitende Ärztin der Universitätsklinik für Gynäkologie, Koordinatorin des Oldenburger Brustzentrums und zertifizierte Brustchirurgin
    Hinweis: Die Fragen müssen keinen direkten Zusammenhang mit dem Vortrag haben. Jedoch können in diesem Rahmen keine Diagnosen gestellt oder verbindliche Therapieempfehlungen gegeben werden können, sondern nur allgemein gültige Informationen.
  • Magenkrebszentrum
    „Ernährungsumstellung nach Magen- und Speiseröhrenoperation – Was sollte ich beachten?“
    Am Telefon Mittwoch, 1.12.2021: Dr. med. Martin Hoffmann, Oberarzt Universitätsklinik für Viszeralchirurgie
    Hinweis: Die Fragen müssen keinen direkten Zusammenhang mit dem Vortrag haben. Jedoch können in diesem Rahmen keine Diagnosen gestellt oder verbindliche Therapieempfehlungen gegeben werden können, sondern nur allgemein gültige Informationen.
  • Gynäkologisches Krebszentrum
    „Schonende gynäkologische Krebsbehandlung – Welche Bedeutung hat der Wächterlymphknoten?“
    Am Telefon Donnerstag, 2.12.2021, 10.00-11.00 Uhr: Nicole Ziegler, Leitende Ärztin Universitätsklinik für Gynäkologie, Koordinatorin Gynäkologisches Krebszentrum
    Hinweis: Die Fragen müssen keinen direkten Zusammenhang mit dem Vortrag haben. Jedoch können in diesem Rahmen keine Diagnosen gestellt oder verbindliche Therapieempfehlungen gegeben werden können, sondern nur allgemein gültige Informationen.
  • Pankreaskrebszentrum
    „OP-Planung bei Lebermetastasen durch moderne bildgebende Technik“
    Am Telefon Freitag 3.12.2021, 14.00-15.00 Uhr: Prof. Dr. med. Dirk Weyhe, Direktor der Universitätsklinik für Viszeralchirurgie.
    Hinweis: Die Fragen müssen keinen direkten Zusammenhang mit dem Vortrag haben. Jedoch können in diesem Rahmen keine Diagnosen gestellt oder verbindliche Therapieempfehlungen gegeben werden können, sondern nur allgemein gültige Informationen.

Online sind außerdem eine Yoga-Session auf dem Stuhl zum Mitmachen sowie Vorträge der Pius-Seelsorge ("Glaube und Krankheit") und des Sozialen Diensts ("Patientenverfügung/Vorsorgevollmacht").

Das Cancer Center Oldenburg mit seinen sieben zertifizierten Krebszentren im Pius-Hospital führt vom 29. November bis 3. Dezember 2021 Krebs-Info-Tage durch. Interessierte, Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige können sich durch verschiedene Themenvorträge online informieren. Die Referentinnen und Referenten aus dem Pius-Hospital stehen in der Woche außerdem täglich für Gespräche, Rückfragen, Infos und Tipps am Telefon zur Verfügung.

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Prof. Dr. med. Frank Griesinger
Krebs-Info-Tage im Pius 2021
Yoga auf dem Stuhl

Ministerin Birgit Honé besucht auf Ihrer Sommerreise das Pius-Hospital

6. August 2021

Auf Ihrer diesjährigen Sommerreise durch Niedersachsen besuchte  Birgit Honé, Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, Anfang August auch das Oldenburger Pius-Hospital. Hier verschaffte sie sich einen Überblick über das deutsch-niederländische INTERREG-Projekt „Common Care“.

Dieses hat zum Ziel, eine nachhaltige Infrastruktur für eine grenzüberschreitende medizinische Kooperation in der Ems-Dollart-Region aufzubauen. Dafür arbeiten mehrere Gesundheitseinrichtungen im Norden der Niederlande und in Nord-West-Niedersachsen in den Bereichen Prävention, Diagnostik und Behandlung zusammen.
    
Nach der offiziellen Begrüßung durch Dagmar Sachse, Sozialdezernentin der Stadt Oldenburg und Elisabeth Sandbrink, Geschäftsführerin des Pius-Hospitals und Lead-Partner, stellten Experten aus den Niederlanden und Oldenburg erste Ergebnisse bei der gemeinsamen Behandlung bzw. Bestrahlung von Tumorerkrankungen bei Kindern vor. „Beeindruckend: Die Projektpartner*innen sind echte Brückenbauer*innen für die Menschen in der Grenzregion“, so die Ministerin. Ein weiteres Thema war das erst kürzlich erschienene Buch „Neue Hüfte, neues Knie“. Ein interdisziplinäres Autorenteam aus Niedersachsen und den Niederlanden, alle samt Speziallisten*innen aus den Bereichen Orthopädie, Physiotherapie, Ernährungswissenschaften und Ergotherapie, berücksichtigten Erfahrungswerte aus den verschiedenen Gesundheitssystemen im Umgang mit künstlichen Gelenken in ihrem Patientenratgeber.
    
„Common Care“ wird im Rahmen des INTERREG-Programms von der Europäischen Union und den INTERREG-Partnern finanziell unterstützt sowie durch das Land Niedersachsen und die Provinzen Drenthe und Groningen. Projektpartner sind das Klinikum Leer GmbH, Ommelander Ziekenhuis Groningen (OZG), das Pius-Hospital als Leadpartner, Treant Zorggroep und das Universitär Medisch Centrum Groningen (UMCG) sowie das Reha-Zentrum am Meer, Bad Zwischenahn.

Ansprechpartnerin für weitere Informationen: Elisabeth Sandbrink, Geschäftsführerin
Redaktionskontakt: Esther Penning, esther [todd] penningatpius-hospital [todd] de

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Ministerin Birgit Honé zu Gast bei den Projektpartner

Michael Winkler wird neuer Pius-Geschäftsführer

30. Juli 2021

Michael Winkler wird neuer Geschäftsführer des Pius-Hospitals in Oldenburg. Er folgt auf Elisabeth Sandbrink, die Ende 2021 in den Ruhestand eintritt. Eine Auswahlkommission und der Verwaltungsrat haben sich mit großer Überzeugung und einstimmig für Michael Winkler als neuen Pius-Geschäftsführer ausgesprochen.

Michael Winkler kommt aus Bad Oeynhausen, wo er bis dahin als Geschäftsführer des Krankenhaus Bad Oeynhausen, der Mühlenkreiskliniken und der Auguste Viktoria Klinik Bad Oeynhausen, wirkt. Bereits seit 2002 ist er in leitenden Positionen tätig und hat somit langjährige Erfahrungen in verschiedenen Häusern. Vor seinem Studium des Krankenpflegemanagements im Fachbereich Wirtschaft an der Hochschule Osnabrück startete er seine berufliche Laufbahn mit einer Ausbildung zum Krankenpfleger. Winkler ist 47 Jahre alt, verheiratet, Vater von zwei Kindern und kommt gebürtig aus dem Landkreis Vechta. „Ich freue mich sehr, die erfolgreichen Entwicklungen in Kontinuität der vergangenen Jahre fortzuführen und zugleich mit ganzer Kraft weiterzuentwickeln. Es gibt nur sehr wenige Kliniken in Norddeutschland, die einen so guten Ruf genießen, wie das Pius-Hospital Oldenburg – dies spiegelt die Arbeit und das Zusammenwirken aller Mitarbeitenden wider“, so Winkler

Sein Amt im Pius-Hospital Oldenburg wird Michael Winkler zum 1. November 2021 antreten. Er übernimmt die Aufgabe von Elisabeth Sandbrink, die das Pius-Hospital Oldenburg seit August 2007 als Geschäftsführerin leitet.

Ansprechpartnerin für weitere Informationen: Elisabeth Sandbrink, Geschäftsführerin
Redaktionskontakt: Esther Penning, esther [todd] penningatpius-hospital [todd] de

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Michael Winkler wird neuer Geschäftsführer des Pius-Hospitals in Oldenburg.

Zusammengehen von Pius und EV

21. Juli 2021

In den Oldenburger Krankenhäusern Pius-Hospital und Evangelisches Krankenhaus gibt es seit längerem das Bestreben, sich in Zukunft noch weiter zu verzahnen und ein gemeinsames konfessionelles Innenstadtkrankenhaus zu gestalten. Dieses Zusammengehen geht von zwei gleichermaßen starken, leistungsfähigen und wirtschaftlich gesunden Partnern aus und soll auf allen Ebenen der Zusammenarbeit stattfinden.

Die Erkenntnisse aus einer fundierten Analyse dieser Ausgangssituation und die positiven Entwicklungen der gemeinsamen Gespräche zwischen den Häusern und entsprechenden Entscheidungsträgern haben die beiden Oldenburger Krankenhäuser darin bestärkt, diesen begonnenen Weg weiter zu beschreiten. Bereits seit vielen Jahren kooperieren Pius und EV, die durch ihre christliche Orientierung eine ähnliche Kultur aufweisen, auf verschiedenen Ebenen erfolgreich und vertrauensvoll miteinander, u.a. im Rahmen des Überregionalen Traumazentrums, der Sterilgutaufbereitung oder im Bereich der Gynäkologie und Geburtshilfe.
Die medizinischen Fachbereiche von EV und Pius ergänzen sich in idealer Weise und werden durch einen Zusammenschluss aufgrund gemeinsam zu nutzender Ressourcen weiter vertieft und ausgebaut. Die Schwerpunktbildung in der Gesundheitsversorgung, insbesondere in Städten und Ballungsgebieten, zeichnet sich bereits seit längerer Zeit ab und wird auch auf politischer Ebene forciert. Diese Entwicklung wird mit dem Zusammenschluss aufgegriffen, um – auch vor dem Hintergrund des eminenten Fachkräftemangels – die langfristige Leistungsfähigkeit beider Häuser zu garantieren. Zugleich ist dieser Schritt im Bereich der Wissenschaft im Zusammenhang mit der Oldenburger Universitätsmedizin aus Sicht von Evangelischem Krankenhaus und Pius-Hospital wünschenswert.
„Zentrales Ziel ist die Zukunftssicherung von noch besserer und langfristig sicherer medizinischer Versorgung für Oldenburg und das Umland. Wir sind davon überzeugt, dass angesichts des Trends zur Konzentration im Gesundheitswesen das Beharren auf einem Status quo nur eine scheinbare Sicherheit versprechen würde. Zusammen aber wären beide Häuser sehr stabil mit ihren gemeinsamen Spezialisierungen für eine maximale Versorgung aufgestellt“, erläutert Dr. med. Alexander Poppinga, Vorstand des Evangelischen Krankenhauses, die Motivation für diesen Schritt.
Die weitreichenden Veränderungen, die damit für alle Beteiligten und vor allem für die Mitarbeitenden einhergehen, werden bei diesem Vorgang in besonderer Weise berücksichtig. Das Wohl aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beider Krankenhäuser, das Wohl der Patientinnen und Patienten sowie die Wertorientierung im guten Miteinander sehen die Verantwortlichen an oberster Stelle. „Für den positiven Ausgang des Zusammengehens werden jede einzelne Mitarbeiterin, jeder einzelne Mitarbeiter mehr denn je benötigen; jede Abteilung und jedes Team mit ihrem und seinem speziellen Know-how“, betont Elisabeth Sandbrink, Geschäftsführerin des Pius-Hospitals.
Zurzeit gibt es noch keine verbindlichen Gremienbeschlüsse zum Vollzug eines Zusammengehens. EV und Pius gehen jedoch davon aus, bis Ende des Jahres die weiteren Verhandlungsgespräche mit den beteiligten Entscheidungsträgern für eine gemeinsam getragene Entscheidung zum Abschluss zu bringen und im kommenden Jahr die konkrete Ausgestaltung vorzunehmen.

„Katalysator“ für die Zukunft

18. Mai 2021

Meilenstein fürs Pius-Hospital Oldenburg: Neuer Gebäudeteil „F-Flügel“ nach fünfjähriger Bauzeit fertig gestellt

40.000 Meter Starkstromkabel, 30.000 Meter Datenkabel, 1.200 Meter Lichtwellenleiter und 2.500 Datenanschlüsse bei einer Gesamtbruttogeschoßfläche von 3.700 Quadratmetern: Im neuen Funktionsgebäude „F-Flügel“ des Pius-Hospitals steckt viel drin. Hinter der zurückhaltend schlichten Fassade des sorgfältig geplanten Neubaus, der sich nahtlos in das bestehende Ensemble des Krankenhauses in der Oldenburger Innenstadt einfügt, befinden sich nach der nunmehr vollständigen Fertigstellung im Frühjahr 2021 neue Operationssäle samt Hybrid- und Augen-OP, eine neue Intensivstation, eine Bettenstation, eine Technikebene für die Lüftungs- und Kältezentrale sowie Werkstatt- und Büroflächen.

Ein früheres Schwesternwohnheim musste im Jahr 2014 weichen, um für den dringend benötigten Neubau Platz zu schaffen, dessen Umsetzung ein bedeutender Meilenstein eines umfassenden baulichen Masterplans von 1990 darstellt. 2008 ging es in die konkrete Planung des 38-Millionen-Euro-Projekts, das nach einem Förderantrag an das Land Niedersachsen 2011 bewilligt wurde. „Um so ein ambitioniertes Bauprojekt zu realisieren, welches wie in diesem Fall wichtige Schlüsselfunktionen in unserem Krankenhaus beinhaltet, bedarf es der Expertise von vielen Beteiligten“, betont Uwe Nissen, Leiter der Abteilung für Bau und Technik, der den Neubau von Anfang mitbegleitet hat. „Neben dem Kernteam aus Planern und Architekten hatten auch die Mitarbeitenden der entsprechenden Fachbereiche ein großes Mitspracherecht und haben ihr spezielles Expertenwissen in die Planung des F-Flügels eingebracht.“ So konnten Wünsche und Vorstellungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem pflegerischen und ärztlichen Bereich sowie dem Funktionsbereich von Anfang an miteinbezogen und die Abläufe und logistischen Prozesse rund um die neuen Funktionseinheiten optimiert und angepasst werden. Zusätzlich leisteten aufgrund der Komplexität des Bauvorhabens externe Architekten und Fachingenieuren für Materialfluss und Logistik Unterstützung.

Das Ergebnis der fünfjährigen Bauphase überzeugt auf ganzer Linie. Bereits Ende 2019 wurde nebst neuen Räumen der Bau- und Technikabteilung mit Werkstätten im Untergeschoß der neue Augen-OP-Trakt im Erdgeschoss fertigstellt.

Augen-OP
Über 6.000 operative Eingriffe führt die Universitätsklinik für Augenheilkunde unter der Leitung ihres Direktors Prof. Dr. Dr. med. Stefan Schrader jährlich durch. „Dafür finden wir in den zwei neuen OP-Sälen optimale Raumbedingungen vor“, betont der Klinikdirektor. Hier können die Mitarbeitenden nicht nur unter ergonomischen Bedingungen und mit reichlich Licht- und Platzangebot Spitzenmedizin auf Universitätsniveau praktizieren, sondern die neuen Räume samt Ausstattung orientieren sich auch an den Patientenbedürfnissen, damit diese sich vertrauensvoll in die Hände der OP-Mitarbeiter begeben können. „In der sogenannten Holding Area, wo die Patienten vor und nach dem Eingriff betreut werden, schauen Sie auf ein beleuchtetes Deckenbild mit Himmel und Blättermotiven. Das wirkt zum Beispiel sehr beruhigend“, erklärt Andrea Jurke, pflegerische OP-Bereichsleiterin, die seit Jahrzehnten Patienten in diesem Bereich begleitet und weiß, wie aufwühlend ein operativer Eingriff für die Betroffenen sein kann. 

Hybrid-OP
Eine Etage über dem Augen-OP befindet sich der neue Zentral-OP. In einem der vier Säle wurde auf 85 Quadratmetern ein komplett neuer gefäßchirurgischer Hybrid-OP mit einer state-of-the-art Angiographieanlage untergebracht, die in punkto Bildqualität, Beweglichkeit und Leistungsfähigkeit bei reduzierter Strahlenbelastung ihresgleichen sucht.

„Wir hatten das Glück, dass wir durch den Neubau den OP-Saal um das Röntgengerät herumbauen konnten und eine Schwerlastdecke eingezogen wurde, um das Gerät deckenhängend zu installieren. Somit haben wir größtmöglichen Bewegungsspielraum“, berichtet Dr. med. Andreas Cöster, Leitender Arzt der Klinik für Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie. Über ein Schienensystem lässt sich mit dem Gerät jede erdenkliche Stelle des OP-Tischs erreichen. Wie kaum eine andere chirurgische Fachdisziplin hat die Gefäßmedizin in den vergangenen 15 Jahren einen Quantensprung durch die Einführung der modernen endovaskulären Kathetermedizin bei gleichzeitig steigender Nachfrage im Bereich der Gefäßchirurgie erfahren. Für das überregionale Zentrum für Gefäßmedizin im Pius-Hospital war der Bau des Hybrid-OPs deshalb eine logische Folge, um das operative Spektrum durch komplexe Prozeduren der endovaskulären Chirurgie weiterentwickeln zu können.

Zentral-OP
Alle neuen OP-Säle wurden von ihren späteren Nutzerinnen und Nutzer aus den operativen Kliniken und der Klinik für Anästhesie und interdisziplinäre Intensivmedizin mitgestaltet. „Wir haben hier ein offenes OP-Konzept umgesetzt, das es uns ermöglicht – unter anderem auch durch eine zentrale Ein- und Ausleitung – die Arbeitsschritte rund um die OP parallel durchzuführen und damit die logistischen Abläufe noch besser und effizienter als zuvor zu gestalten“, weiß Dr. med. Joachim Gödeke. Der Direktor der Klinik für Anästhesie und interdisziplinäre Intensivmedizin, der an der Planung des neuen Herzstücks des Krankenhauses maßgeblich mitbeteiligt war, betont: „Uns war es besonders wichtig, dass sich die neuen Räumlichkeiten förderlich auf das Geborgenheitsgefühl der Patienten auswirken und ihre Intimsphäre in dieser sensiblen Situation jederzeit erhalten bleiben würde.“ Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen sich in der neuen Umgebung wohlfühlen und spüren können, dass sich durch eine Vielzahl neuer strategischer Gestaltungsoptionen und neu verbauter medizinischer High-Tech-Geräte das Spektrum und die Attraktivität der Arbeitsstätte Operationssaal erhöht und das Pius-Hospital für die Zukunft aufstellt.

„Beispiele hierfür sind die Lichtquellen, die sich tageszeitlich anpassen oder beim Operieren das Kontrastsehen erleichtern und Schattenwurf automatisch verringern, hochleistungsstarke Klima- und Belüftungstechnik oder selbstlernende Türen“, zählt Prof. Dr. med. Dirk Weyhe auf, Direktor der Universitätsklinik für Viszeralchirurgie. „Fühlen sich die Mitarbeitenden im OP sicher und gut aufgehoben, hat dies folglich auch einen positiven Effekt auf die Patientensicherheit.“

Die neuen vollintegrierten OP-Säle ermöglichen durch die digitale Unterstützung außerdem intraoperative Vernetzungen mit externen Teilnehmern in Ultra-HD(4K)-Bildqualität. Zum Beispiel kann das Operationsgeschehen live in einen Hörsaal oder eine Expertenrunde gestreamt werden. „Sogar augmented reality die mit patientenindividuellen Hologrammen arbeitet, wird unter Forschungsbedingungen eingesetzt. Medizintechnisch haben wir hier eine Infrastruktur geschaffen, die schon heute Möglichkeiten für zukünftige Entwicklungen bietet, zum Beispiel in Bezug auf die Robotik oder die personalisierte Medizin. Das Ganze könnte man als Katalysator für die Zukunft der Chirurgie bezeichnen, so Weyhe weiter. Insgesamt elf Millionen Euro vom Gesamtbudget wurden in die Medizintechnik des neuen Gebäudes investiert.

Intensivstation der Zukunft
Mit der Gestaltung der neuen Intensivstation mit sieben Zweitbettzimmern im dritten Obergeschoss beschäftigte sich eine spezielle berufsübergreifende Projektgruppe. Unter den Fragestellungen „Wie sieht die Intensivmedizin der Zukunft aus?“ und „Welche Einflussfaktoren und Trends aus Medizin, Gesellschaft, Technik, Digitalisierung und Organisation müssen berücksichtigt werden?“ ist es dem Team gelungen, gemeinsam erarbeitete Maßstäbe zum Wohle der Patientinnen und Patienten bautechnisch umzusetzen.

„Geleitet von einer Forschungsstudie der Charité haben wir im Planungsgeschehen besonders die Bedürfnisse der Patienten und ihr intensivmedizinisches Erleben in den Focus gestellt“, erläutert Dr. Matthias Felber, Leitender Arzt der Klinik für Anästhesie und interdisziplinäre Intensivmedizin. „Unser Ziel war es letztlich, eine gesundheitsfördernde Architektur und technologische Gestaltung zu schaffen, welche psychosoziale Einflüsse und Aspekte berücksichtig, die sich günstig auf die Erholung von der Krankheit und die Gesundheit auswirken.“

Als Teil des Konzepts wurde somit ein Bündel von Maßnahmen implementiert, um Verwirrtheitszuständen von vornherein vorzubeugen. Hierzu zählen u.a. Lärmreduktion, Beibehaltung des Biorhythmus – mit entsprechenden Lichtverhältnissen und Orientierungsmöglichkeiten zu Zeit und Gegenwart – sowie die Mobilisation der Patienten. Hierfür kann auch ein an der Zimmerdecke befestigtes Liftersystem genutzt werden, mit welchem die Patienten trotz schwerer Krankheit im Zimmer sturzsicher mobilisiert werden können. 

Bettenstation 4F
Neun großzügig bemessene Zimmer mit insgesamt 20 Betten sind auf der neuen Bettenstation im F-Flügel zur Patientenversorgung entstanden. Eine frische Optik mit Holztönen, warmen Farben und viel Licht kennzeichnet hier das Bild. Auch die Mitarbeitenden der Pflege freuen sich über die neue Station. „Hier können wir unsere Patientinnen und Patienten bestens versorgen und als Team zusammenwachsen“, berichtet Dagmar Hentschel, pflegerische Bereichsleiterin der Station, deren Team für die Station neu zusammengestellt wurde und die das „Wir-Gefühl“ im Pius-Hospital hier in besonderer Weise spürt.

Die Patientenzimmer bieten nicht nur ausreichend Platz, sie sind auch zeitgemäß ausgestattet. Jedes Bett hat sein eigenes „Cockpit“, über  welches sich Internet, Fernsehen und Telefon nutzen lässt. Im vierten Stock gelegen und mit bodentiefen Fenstern ausgestattet bieten die Patientenzimmer nicht zuletzt einen großartigen Blick über die Oldenburger City.

 „Nun da der neue Gebäudeabschnitt bezogen ist, starten wir damit, die angrenzenden und frei werdenden Bereiche zu sanieren. Dies betrifft zum Beispiel den alten Zentral-OP, gebaut im Jahr 1987, der sich im ersten Stock des angrenzenden Gebäudes befindet. Nach seiner Sanierung wird er mit dem neuen OP-Trakt auf derselben Ebene verbunden und ergibt damit eine große Fläche mit insgesamt acht Sälen“, blickt Uwe Nissen aus der Bau- und Technikabteilung in die Zukunft. Um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten wurde deshalb das komplette zweite Stockwerk des neuen Gebäudeteils als Lüftungs- und Kältezentrale umgesetzt. Auch Intensiv- und Bettenstation im dritten und vierten Obergeschoss werden dann nach der Sanierung der alten Bereiche mit dem neuen F-Flügel verbunden.

Meilenstein fürs Pius-Hospital Oldenburg: Neuer Gebäudeteil „F-Flügel“ nach fünfjähriger Bauzeit fertig gestellt

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Der neue Gebäudeteil F-Flügel des Pius-Hospitals in Oldenburg ist circa 21 Meter hoch und beinhaltet diverse Funktionseinheiten auf insgesamt 3.700 Quadratmetern. Foto: Daniel Clören.
Augen-OP
Intensivstation
Intensivstation
Intensivstation
Zentral-OP
Hybrid-OP
Hybrid-OP
Bettenstation 4F

Hier haben wir für Sie Presseinformationen zum Download bereit gestellt. Für weitere Fragen stehen wir natürlich gerne zur Verfügung.

Michael Dernoscheck, Bertine Pienkos-Sandmann, Presseinformationen aus dem Pius-Hospital
Letzte Aktualisierung: 03.03.2026