Kooperationen
Die Klinik für Hämatologie und Onkologie des Pius-Hospitals gilt seit vielen Jahren als wegweisend in der interdisziplinären Zusammenarbeit, mit der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie im Klinikzentrum und anderen Institutionen und Kooperationspartnern.
- Mitglied in allen Krebszentren des Pius-Hospitals / Koordination Cancer Center und regelmäßige gemeinsame Tumorkonferenzen mit den an onkologischen Behandlungen beteiligten Klinken und Organzentren des Pius-Hospitals
- allgemeine Tumorkonferenz mit dem Evangelischen Krankenhaus (Neurochirurgie, Neurologie, Neuroradiologie, HNO-Klinik)
- Transplantations-Konferenz mit dem Klinikum Oldenburg
- spezieller Kooperationsvertrag mit Onkologischer Praxis Oldenburg
- aktiv im Tumorzentrum Weser-Ems mit Koordination Gruppe Lungentumoren
- Mitglied im nNGM Netzwerkzentrum zur molekularen Diagnostik von Lungenkrebs
- Koordination NOWEL Netzwerk, das eine genetische Diagnostik von Tumoren aus dem Blut möglich macht (Liquid Biospy)
- Koordination weltweit größte prospektive Registerstudie bei Lungenkrebs, CRISP
- Forschungskooperationen mit Universitäten Göttingen, Heidelberg, Charité, Münster und Köln sowie der Hämatopathologie Hamburg (Dr. Tiemann)
Zusammenarbeit
Wir halten es für unabdingbar, sowohl im Sinne des wissenschaftlichen Fortschritts als auch der Qualitätssicherung klinische Studien und damit neue innovative Behandlungskonzepte anbieten zu können. Daher beteiligt sich die Universitätsklinik Innere Medizin – Onkologie an einer Vielzahl klinischer Studien, die selbstverständlich alle von der medizinischen Ethikkommission der Universitätsmedizin Oldenburg genehmigt wurden. Als Teil des Cancer Centers mit einer hohen Daten- und Strukturqualität beteiligen wir uns und konzipieren zusammen mit dem Department Versorgungsmedizin klinische Studien. Die Universitätsklinik Innere Medizin-Onkologie leitet die größte prospektive Registerstudie bei Lungenkarzinom (CRISP), die seit 2015 bereits über 10.000 Patienten rekrutiert hat. Klinikdirektor Prof. Dr. med. Frank Griesinger ist zudem Sprecher des nNGM Netzwerkzentrums Oldenburg und des NOWEL Netzwerks, in dem innovative genetische Diagnostik an Gewebe und Blut (liquid biopsy) hinsichtlich Machbarkeit und Therapieergebnisse überprüft wird. Außerdem ist Prof. Griesinger Sprecher des Potentialbereichs Onkologie mit dem Titel "Minimal invasive Diagnostik und Therapie bei onkologischen Erkrankungen". Kooperationen auf wissenschaftlicher Ebene bestehen mit der Universität Heidelberg, der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der Universität Köln, der Hämatopathologie Hamburg sowie der Universität Münster.
Alle Tumorerkrankungen werden in fachübergreifender Zusammenarbeit mit den anderen Kliniken des Pius-Hospitals behandelt. So besteht beispielsweise im Bereich der Lungenkarzinome sowie aller im Brustraum befindlicher Tumore (Lymphome, Lungenmetastasen, Thymome, Keimzelltumore etc.) eine enge Zusammenarbeit mit dem DKG-zertifizierten Lungenkrebszentrum (Prof. Dr. med. Dominic Dellweg, Dr. med. Douglas Scriba), bei Brustkrebs oder Gynäkologischen Tumoren mit dem Oldenburger Brustzentrum bzw. dem Gynäkologischen Krebszentrum (Dr. med. Franziska Hemptenmacher), bei Magen-, Pankreas- und Kolonkarzinomen mit dem Viszeralonkologischen Zentrum (Prof. Dr. med. Dirk Weyhe). Patienten mit hämatologischen Erkrankungen, die mit einer autologen oder allogenen Stammzelltransplantation behandelt werden sollen, werden in einer gemeinsam Konferenz mit dem Klinikum Oldenburg (Prof. Dr. med. Casper, Dr. med. C. Kimmich) im Rahmen des Onkologischen Zentrums besprochen. Ein weiterer wesentlicher Schwerpunkt der Klinik für Hämatologie und Onkologie ist die Therapie von Neuroonkologischen Tumoren (ZNS-Lymphome, hirneigene Tumore) und von HNO-Tumoren, die in enger Kooperation mit der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie sowie Krankenhaus-übergreifend mit den Kliniken im Evangelischen Krankenhaus (Neurochirurgie (Prof. Dr. med. J. Woitzik), Neurologie (Prof. Dr. med. K. Witt), HNO (Prof. Dr. med. A. Radeloff) und Neuroradiologie (Prof. Dr. med. C. Mathys) behandelt werden. Um die Strahlen- und Systemtherapeutische Behandlung optimal abzustimmen, werden die Patienten in einer Konferenz (Allgemeine Tumorkonferenz des Onkologischen Zentrums) gemeinsam besprochen. Die molekularpathologischen Befunde werden in einem molekularen Tumorboard zusammen mit der Hämatopathologie Hamburg und zusammen der der MHH besprochen. Das Cancer Center des Pius-Hospitals ist kooperierender Partner von CCC-N (Comprehensive Cancer Center Niedersachsen, bestehend aus der MHH und der UMG).
Darüber hinaus besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Onkologischen Praxis Oldenburg/Delmenhorst, sowie mit anderen Krankenhäusern in Oldenburg und Umgebung, zum Teil auch im Rahmen zertifizierter Zentren. Insbesondere bestehen enge Kooperationen mit dem Palliativzentrum des Evangelischen Krankenhauses und dem Hospiz St. Peter.

Onkologie im Ullmann-Haus
Die Onkologische Tagesklinik, der Therapiebereich, die Onkologische Ambulanz, das Sekretariat und Studiensekretariat der Klinik für Hämatologie und Onkologie, Universitätsklinik für Innere Medizin — Onkologie befinden sich in der der Grüne Straße 2. Zusammen mit der Onkologischen Praxis Oldenburg haben wir unter dem Dach der „Onkologie im Ullmann-Haus" unsere Räumlichkeiten in unmittelbarer Nähe zum Pius-Hospital.
Ein großes Team aus Fachärztinnen und -ärzten für Hämatologie und Onkologie und weiteren Mitarbeitenden behandelt hier gemeinsam Patienten mit hämatologischen und onkologischen Erkrankungen nach abgestimmten Behandlungspfaden. Diese seit mehr als 20 Jahren gewachsene Zusammenarbeit zwischen dem ambulanten Bereich der Universitätsklinik für Innere Medizin – Onkologie sowie der Onkologischen Praxis ist einmalig in Deutschland und beruht auf der guten Abstimmung von Behandlungskonzepten sowie einem Wissen um die hohe Qualität der Behandlung in einem spezialisierten Team.



