Forschung und Lehre
Unsere Forschung steht unter der der großen Überschrift Patientensicherheit. Wir „beforschen“ den gesamten Krankheitsverlauf vom Zeitpunkt der Erkrankung bis zur Genesung. Außerdem nehmen wir als zertifizierte Zentren für Magen-, Darm- und Bauchspeicheldrüsenkrebs immer an multizentrischen Studien teil und geben nach Einwilligung unserer Patientinnen und Patienten Daten anonym an Register wie Herniamed oder StuDoQ weiter.

Forschung
Unsere Forschung und die Teilnahme an multizentrischen Studien und Registern dient somit direkt der Optimierung der Versorgung unserer Patientinnen und Patienten, da wir so unsere Versorgung immer nach dem neusten Stand der Forschung gestalten können. Unsere Forschungspartner kommen aus der Universität Oldenburg (z.B. die Arbeitsgruppen von Prof. Dr.-Ing. Andreas Hein und Prof. Dr. Anja Bräuer), aber auch aus anderen Universitäten (Prof. Dr. Rainer Malaka und Prof. Dr.-Ing. Gabriel Zachmann, Universität Bremen; Janniko Georgiadis PhD, UMCG University Medical Center Groningen), Forschungsinstituten (Fraunhofer MEVIS), oder von verschiedenen Firmen.
Forschungsschwerpunkte sind u.a.:
- Darm-, Pankreas-, Magen-/Ösophagus-Krebs
- perioperative Ernährung
- Hernien
- Technik im OP
- Ausbildung und Lehre im klinischen Alltag
Aktuelle Forschungsprojekte
Eine Übersicht über die laufenden Forschungsprojekte der Universitätsklinik finden Sie auf der Website der Universität Oldenburg / Fakultät IV:
Holomedizinische Anwendungen im OP
Forschungsarbeiten in der Universitätsklinik
Zu den Besonderheiten des Medizinstudiums in Oldenburg gehört eine frühe Einführung der Studierenden in die Forschung. Im sogenannten Longitudinalen Forschungs-Curriculum (LFC) lernen Studierende zuerst in Kleingruppen und später im Rahmen einer größeren Forschungsarbeit die wichtigsten Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens. Die Studierenden sollen lernen, kritisch mit Forschungsarbeiten umzugehen, selbst zu forschen und wissenschaftlich zu schreiben. Es soll dabei zu einer selbstgewählten oder vorgegebenen wissenschaftlichen Fragestellung geforscht werden und abschließend eine eigene Forschungsarbeit geschrieben werden. Die Fragestellungen reichen dabei von Literaturrecherchen bis hin zu Patientenumfragen oder Probeanalysen. Auch die Universitätsklinik für Viszeralchirurgie bietet den Studierenden an, dort die große Forschungsarbeit durchzuführen. Wir haben immer aktuelle Themen im Angebot, häufig mit Bezug zu einem unserer aktuellen Forschungsprojekte. Abhängig vom jeweiligen Interesse können wir zum Beispiel retrospektive Studien, Studien mit Patientenkontakt oder Literaturrecherchen, welche in Meta-Analysen münden, anbieten. Und natürlich können Studierende auch selbst Themenvorschläge einbringen.
Wir bieten auf Nachfrage die Möglichkeit für medizinische Doktorarbeiten bei uns an. Die Betreuung erfolgt sowohl durch unser medizinisches als auch unser wissenschaftliches Personal. Außerdem findet ein regelmäßiger Austausch der DoktorandInnen untereinander statt, zum Beispiel in Form unserer Doktorandenkolloquien. Das nächste Kolloquium ist für den Herbst dieses Jahrs geplant. Auch Medizinstudierende sind dann herzlich als ZuhörerInnen willkommen, um einen besseren Einblick in unsere Forschungsaktivitäten zu bekommen.
Unsere Doktorandinnen und Doktoranden:
- Steffen Busse: Entwicklung einer App zur Patienteninformation bei Darmkrebs
- Amelie Damann: Neuronale Korrelate der Kognition von Experten während einer laparoskopischen Simulation - eine EEG-Studie
- Moritz Grande: Augemented Reality (AR) in der Aufklärung bei Cholecystectomie
- Max Hahne: Neuronale Korrelaten bei der simulationsgestützten Ausbildung von ChirurgInnen
- Franz Letens: Prospektive Erfassung des postoperativen Delirs auf der interdisziplinären Intensivstation eines Universitätskrankenhauses
- Ehab Khosara: Messung der Verkeimung von OP-Lampengriffen in Abhängigkeit vom Eingriff
- Haitham Mansour: longitudinale Messung von Corona-Antikörpern bei Klinikpersonal
- Zahra Mansour: Einsatz von Maschinellem Lernen für die Detektion von Pathologien mittels Langzeitaufnahmen von Darmgeräuschen
- Sebastian Ocklenburg: Neuronale Korrelaten bei der simulationsgestützten Ausbildung von ChirurgInnen
- Nicolas Pietryga: Einfluss einer intraoperativen Endo-Vac-Therapie bei Ösophagusresektion auf die Anostomoseninsuffizienzrate und die Lebensqualität
- Merle Schlender: Elektrodermale Aktivität als Indikator für Stress bei medizinischem Personal
- Tim Schneider: Messung der Arbeitsplatzbelastung mittels mobile EEG bei medizinischem Personal
- Sabrina Schröder: Entwicklung einer App zur Unterstützung der Stimmtherapie
Lehre der Universitätsklinik
Die Universitätsklinik für Viszeralchirurgie deckt das gesamte Spektrum der allgemein- und viszeralchirurgischen Lehre ab.
Die Lehrtätigkeiten umfassen unter anderem folgende Themen:
- Chirurgie der Schilddrüse
- Große Bauchchirurgie
- Hernienchirurgie
Klinisches Praktikum: Blockpraktikum – Famulatur – Unterricht am Krankenbett
Im klinischen Praktikum können die Medizinstudierenden schon früh im Studium den klinischen Alltag erleben und unter Aufsicht Kontakt zu Patienten bekommen. Der Anforderungskatalog im Bereich Chirurgie wird von uns dabei komplett abgedeckt. So haben Studierende bei uns zum Beispiel die Möglichkeit,
- in der Sprechstunde und in der Notaufnahme mitzulaufen,
- im OP-Saal zu assistieren (u.a. Hautnaht, Knoten)
- auf Station mitzuhelfen (Visite, Blut abzunehmen, Zugänge legen, Verbände wechseln), oder
klinische Untersuchungen durchzuführen.
Praktisches Jahr (PJ)
Im Praktischen Jahr (PJ) am Ende des Medizinstudiums übernehmen die Studierenden in den genannten Bereichen noch weiter Verantwortung, indem sie
- auf der Station eigene Patienten betreuen,
selbstständig Patienten in der Sprechstunde und der Notaufnahme aufnehmen.
Zur Vorbereitung auf das Dritte Staatsexamen wird wöchentlich ein PJ-Unterricht angeboten.
Kontakt

Dr. rer. nat. Verena Nicole Uslar
Telefon 0441 229-1490
E-Mail verena.uslar@pius-hospital.de


Thorsten Aumann-Münch
Oberarzt Universitätsklinik für Viszeralchirurgie


Publikationen
Hier gelangen Sie zur Veröffentlichungsliste von Prof. Dr. med. Dirk Weyhe und seiner Arbeitsgruppe (Datenbank PubMed).
Bitte beachten Sie: Wissenschaftliche Arbeiten richten sich in erster Linie an ein Fachpublikum. Sie sind meist in englischer Sprache abgefasst und setzen die Kenntnis von Fachtermini voraus. Illustrationen dienen zur Verdeutlichung der Sachverhalte und entsprechen häufig nicht den alltäglichen Sehgewohnheiten.
Wissenschaftliche Veröffentlichungen

Gemeinsamer Webauftritt der Universitätsmedizin Oldenburg
Die Website der Universitätsmedizin Oldenburg (UMO) bietet einen Einblick in Forschung, Lehre und Krankenversorgung im Nordwesten Deutschlands. Besucher erfahren mehr über den praxisnahen Modellstudiengang Humanmedizin, die enge Kooperation mit Groningen, innovative Forschungsfelder wie Hörforschung und Versorgungsmedizin sowie die Zusammenarbeit der vier regionalen Kliniken, die jährlich über 180.000 Patientinnen und Patienten behandeln.