Klinisch-wissenschaftliches Endometriosezentrum (Stufe III)
Als klinisches und wissenschaftliches Endometriosezentrum verfügen wir über langjährige Erfahrung in Diagnose und Therapie. Wir bieten Spezialsprechstunden für Patientinnen mit Verdacht auf Endometriose oder bereits gesicherter Diagnose an.
Jährlich führen wir etwa 500 Endometriose-Operationen durch. In nahezu allen Fällen kommen moderne endoskopische Verfahren zum Einsatz, auch bei sehr ausgedehnten Befunden. Die Betreuung erfolgt interdisziplinär durch ein spezialisiertes Team aus Gynäkologie, Chirurgie, Urologie, Radiologie, Gastroenterologie, Schmerztherapie und Psychologie.

Über Endometriose
Endometriose ist eine gutartige Wucherung gebärmutterschleimhautähnlichen Gewebes außerhalb der Gebärmutter. Die Herde können Bauchfell, Eierstöcke, Eileiter, Darm oder Harnblase betreffen und verursachen oft starke Schmerzen sowie einen unerfüllten Kinderwunsch. Obwohl in Deutschland rund zwei Millionen Frauen betroffen sind, bleibt die Erkrankung häufig lange unentdeckt.
Es vergehen im Schnitt sechs Jahre vom Auftreten erster Symptome bis zur Diagnose einer Endometriose. Ursache dafür sind oft fehlendes Wissen und mangelnde Erfahrung. Genau hier setzt das klinisch‑wissenschaftliche Endometriosezentrum des Pius-Hospitals an: Speziell ausgebildete Expertinnen und Experten bündeln ihre Kompetenz, um Patientinnen gezielt zu beraten und zu behandeln.
- Starke bis sehr starke Schmerzen vor und während der Regelblutung
- chronische Schmerzen im Unterbauch, die in Rücken und Oberschenkel ausstrahlen
- starke und gelegentlich auch unregelmäßige Menstruation
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Schmerzen beim Wasserlassen und beim Stuhlgang
- Blähungen, Darmkrämpfe, wechselnde Stuhlgewohnheiten
- ungewollte Kinderlosigkeit
- Diese und weitere mögliche Beschwerden führen oftmals auch zu psychischen Belastungen.

- Ausführliches Gespräch mit dem Arzt über die Art und Dauer der Beschwerden
- Gynäkologische Tast- und Ultraschalluntersuchung: Hierbei werden auch der Enddarm im Bereich hinter der Gebärmutter (Douglasraum) und die Gebärmutterbänder abgetastet.
- Eine gesicherte Diagnose von Endometrioseherden im Bauchraum erfolgt in der Regel über die Laparoskopie (Bauchspiegelung) oder eine Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) mit Gewebeentnahme und anschließender feingeweblicher Untersuchung.
- Je nach Symptomen und Fragestellung oder bei Wiederkehren der Erkrankung können noch weitere Untersuchungen notwendig sein (Enddarm- bzw. Harnblasenspiegelung, Kernspin- oder Computertomographie).

Endometriose ist behandelbar. Therapieziel und Therapiewahl müssen an die Lebensumstände, Erwartungen und das Krankheitsbild der Patientin angepasst sein. So ist bei der Therapiewahl zu berücksichtigen, ob zum Beispiel ein Kinderwunsch besteht.
Im Mittelpunkt der Therapie steht die operative Entfernung der Endometrioseherde. Der Eingriff dient sowohl der Diagnose, als auch der operativen Behandlung. In über 95 Prozent der Fälle wird eine Laparoskopie (Bauchspiegelung) als minimal-invasives chirurgisches Verfahren durchgeführt. Im Einzelfall kann jedoch auch ein ausgedehnter Eingriff erforderlich sein.
Daneben ist eine medikamentöse Behandlung mit Hormonen und Schmerzmitteln wichtig, da Endometriose meist östrogenabhängig auftritt. An Bedeutung gewinnen ergänzende Ansätze wie Homöopathie und chinesische Medizin (Traditionelle chinesische Medizin, Akupunktur). Hierzu beraten wir Sie gern.
Ansprechpartnerin

Dr. med. Nicole Ziegler

Zertifizierung

