Pflegeexpertinnen im Pius Hospital

Ihre spezialisierten Ansprechpartner für eine optimale Versorgung

Pflegeexpertinnen und -experten sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflege mit einer zusätzlichen Weiterbildung in einem bestimmten Fachgebiet. Sie verfügen über ein umfassendes Wissen und besondere Kompetenzen in ihrer Spezialisierung.

Welche Aufgaben haben Pflegeexpertinnen und -experten?

  • Beratung und Unterstützung: Sie beraten Sie ausführlich zu Ihrer Erkrankung, den Behandlungsmöglichkeiten und der weiteren Versorgung nach dem Krankenhausaufenthalt.
  • Komplexbehandlung: Bei Bedarf übernehmen sie spezielle pflegerische Aufgaben, wie z.B. die Versorgung von Wunden oder die Durchführung von medizinischen Maßnahmen.
  • Qualitätssicherung: Sie engagieren sich für die kontinuierliche Verbesserung der Pflegequalität im Krankenhaus.

Welche Vorteile haben Sie als Patientin und Patient?

Durch die Expertise der Pflegeexpertinnen profitieren Sie von einer noch besseren Versorgung:

  • Umfassende Beratung und Unterstützung: Sie erhalten alle Informationen, die Sie benötigen, um Ihre Erkrankung besser zu verstehen und aktiv an Ihrer Genesung mitzuwirken.
  • Kompetente Ansprechpartner: Sie haben einen kompetenten Ansprechpartner, der Ihnen bei Fragen und Problemen zur Seite steht.
  • Verbesserte Behandlungsergebnisse: Durch die spezialisierte Betreuung können Komplikationen vermieden und die Behandlungsergebnisse verbessert werden.

Breast Care Nurses

Fachkrankenschwestern für Brustkrebs

Die Diagnose einer Brustkrebserkrankung oder eines gynäkologischen Tumors stellt Patientinnen und Angehörige vor große Herausforderungen. Die Vielzahl an Informationen, Untersuchungen und Behandlungsschritten kann belastend und schwer zu überblicken sein. In dieser Situation bieten die Breast Care Nurses des Oldenburger Brustzentrums sowie die onkologische Fachkrankenschwestern des gynäkologischen Krebszentrums im Pius-Hospital eine feste, verlässliche Anlaufstelle. Sie begleiten Patientinnen während des Krankenhausaufenthalts und bei Bedarf darüber hinaus, unterstützen beim Verstehen der Behandlung und stehen als kompetente Ansprechpartnerinnen zur Seite.

Aufgrund ihrer besonderen Qualifikation laufen bei den Pflegeexpertinnen alle Fäden der Behandlung zusammen. Sie nehmen sich Zeit zum Zuhören, beraten und klären auf. Die Fachkrankenschwestern nehmen an den Tumorkonferenzen des Brustzentrums und des gynäkologischen Krebszentrums teil, arbeiten eng mit den Ärztinnen und Ärzten zusammen, koordinieren Untersuchungen und stellen bei Bedarf den Kontakt zu weiteren Angeboten wie Physiotherapie, Psychoonkologie, Sozialdienst oder Selbsthilfegruppen her.

Die vier Breast Care Nurses des Oldenburger Brustzentrums und die Fachkrankenschwester für Onkologie des gynäkologischen Krebszentrums begleiten Patientinnen und Angehörige während der gesamten Zeit im Krankenhaus und darüber hinaus. Sie helfen dabei, die komplexen Informationen rund um Diagnose und Therapie zu verstehen und unterstützen in dieser besonderen Belastungssituation.

  • Versorgung der Patientinnen mit individuell angepassten Informationen
  • Aufklärung über nächste Schritte und die weitere Behandlung
  • Beratung zu möglichen Therapie-Nebenwirkungen
  • Anpassung von postoperativen Spezial-BHs

Onkologische Fachpflege

Unser Ziel ist es, Sie mit Ihren individuellen Bedürfnissen in den Mittelpunkt unseres onkologisch ausgerichteten pflegerischen Handelns zu stellen. Wir möchten Ihre Selbständigkeit erhalten und sie beim Verständnis und der Bewältigung Ihrer Krankheit unterstützen. In unserem ersten gemeinsamen Gespräch legen wir den pflegerischen Bedarf für Sie fest und erstellen die Pflegeplanung. Dazu wählen wir für sie gezielte Pflegehandlungen aus, deren Wirksamkeit wir in regelmäßig stattfindenden Pflegevisiten überprüfen und bei Veränderungen anpassen.

Wir erreichen unsere Ziele unterstützt durch:

  • speziell ausgebildete Pflegekräfte/Fachpflegekräfte

  • regelmäßige und spezielle Fortbildungen, die unsere Pflegequalität sichern

  • enge Zusammenarbeit im interdisziplinären Team mit Ärzten, Psychoonkologen, Physiotherapeuten, Seelsorge und Sozialarbeitern

Beratung:

  • Anleitung bei pflegerischen onkologischen Aspekten

  • Zur Situation nach der Operation

  • Zu pflegerischen Interventionen während anschließender Therapie (Chemotherapie, Bestrahlung)

  • zur Ernährung

  • zu Selbsthilfegruppen

Wir arbeiten zusammen mit:

  • dem Hospiz und dem ambulanten Hospiz

  • der Palliativstation des Evangelischen Krankenhauses

  • den ambulanten Pflegediensten und Kurzzeitpflegeeinrichtungen

  • Ernährungsberatern, Stomatherapeuten, Wundexperten, Hilfsmittelanbietern

  • Hausärzten

  • Onkologischen Tageskliniken und Ambulanzen

Wir sichern die Qualität unserer Pflege und Betreuung durch:

  • Durchführung von regelmäßigen Pflegeexpertenrunden und Fallbesprechungen (Supervision)

  • Kontinuierliche Weiterentwicklung der Pflegestandards nach neusten wissenschaftlichen Grundsätzen

  • Mitarbeit im Kompetenznetzwerk Pflege

  • Vierteljährliches Treffen der Qualitätsbeauftragten der Pflege und der onkologischen Fachpflege im Rahmen des Qualitätszirkels

  • Kollegiale Beratung im Rahmen der Pflegevisite


Diabetesberatung

Hilfe bei Diabetes

Diabetes mellitus betrifft in Deutschland über sechs Millionen Menschen, und die Zahl der Erkrankten steigt seit Jahren deutlich an. Neben ungünstigen Ernährungsgewohnheiten und Bewegungsmangel erkranken zunehmend auch junge Erwachsene und Jugendliche an Typ‑2‑Diabetes. Dadurch weist auch ein Teil der stationären Patienten im Krankenhaus diese Stoffwechselerkrankung auf – oft als Nebendiagnose, die jedoch während des Aufenthalts besondere Aufmerksamkeit erfordert. Im Pius‑Hospital betrifft dies rund 14 Prozent der Patienten. Für sie stehen die Diabetesberaterinnen Nadine Oltmanns und Bärbel Meyer als spezialisierte Ansprechpartnerinnen bereit.

Diabetes tritt bei einem relevanten Anteil der stationären Patienten auf. Auch wenn die Erkrankung häufig als Nebendiagnose erscheint, kann sie während des Krankenhausaufenthalts in den Fokus rücken, da die Behandlung der Grunderkrankung oder diabetesbedingter Komplikationen besondere Anforderungen stellt.

Im Pius‑Hospital betreuen Nadine Oltmanns und Schwester Bärbel Meyer Patienten mit Diabetes. Als Diabetesberaterin (DDG) geht Nadine Oltmanns individuell auf die Bedürfnisse der Patienten und ihrer Angehörigen ein, informiert über die Erkrankung und zeigt, wie Betroffene aktiv zum Therapieerfolg beitragen können. Dazu gehören praktische Anleitungen zur Blutzuckermessung und – wenn erforderlich – zur Insulinverabreichung.

Die Diabetesberaterinnen unterstützen Sie, zum Beispiel:

  • bei Problemen im Umgang mit Lanzette oder Injektionsnadel
  • bei Fragen zur Ernährung (in Zusammenarbeit mit den Diätassistentinnen)
  • wenn der Diabetes nicht gut eingestellt ist
  • bei Hyper‑ und Hypoglykämie
  • wenn die Bauchspeicheldrüse (teilweise) entfernt wurde

Stomatherapie

Aufklären und Zuhören in der Stomatherapie

Ein Stoma – eine operativ angelegte Öffnung in der Bauchdecke zur Ableitung von Stuhl – wird bei Erkrankungen wie Krebs, schweren Entzündungen oder einem Darmverschluss notwendig. Die neue Situation kann für Betroffene körperlich wie psychisch belastend sein, weshalb sie bereits im Krankenhaus lernen, das Stoma zu pflegen und damit umzugehen. Im Pius‑Hospital begleitet Stomatherapeutin Christina Kuper Patientinnen, Patienten und Angehörige vor und nach der Operation. Mit ihrer Fachqualifikation unterstützt sie einfühlsam, beantwortet Fragen und leitet Schritt für Schritt im Umgang mit dem Stoma an. Auch nach dem Aufenthalt steht sie per E‑Mail oder Telefon zur Verfügung.

Ein Enterostoma ist eine operativ hergestellte Öffnung in der Bauchdecke, über die Stuhl abgeleitet wird. Ein gesundes Darmstück wird nach außen geführt und mit der Bauchdecke vernäht, ein passendes Beutelsystem fängt die Ausscheidungen auf. Das Stoma übernimmt damit die Funktion des Enddarms und kann vorübergehend oder dauerhaft notwendig sein.

Je nach Dauer und Lage des Stomas kann die Situation körperlich und psychisch herausfordernd sein. Deshalb erlernen Patientinnen und Patienten bereits im Krankenhaus die Pflege des Stomas und den Umgang mit der neuen Lebenssituation. Stomatherapeutin Christina Kuper betreut Betroffene und Angehörige umfassend, geht auf Sorgen und Fragen ein und begleitet sie sicher durch alle Schritte.

Christina Kuper – erfahrene Gesundheits‑ und Krankenpflegerin mit Zusatzqualifikation – steht vor und nach der Operation beratend zur Seite. Sie klärt auf, hört zu und vermittelt Sicherheit im Umgang mit dem Stoma. Auch nach dem Krankenhausaufenthalt ist sie per E‑Mail oder Telefon erreichbar.

  • Aufklärung zur Markierung des späteren Ausgangs im Sitzen, Liegen und Stehen
  • Erklärung des Materials
  • Anleitung zum Entleeren und Wechseln von Beutel und Platte
  • Informationen zum Hautschutz und zur Ernährung
  • Informationen und Tipps für den Alltag mit Stoma
  • Vermittlung weiterer Gesprächs‑ und Unterstützungsangebote (Hausbesuch Stomatherapeut, Selbsthilfegruppe)

Wundmanagement

Wunden fachgerecht versorgen

Das moderne Wundmanagement umfasst die fachgerechte Beurteilung, Reinigung und Versorgung chronischer oder schlecht heilender Wunden wie Ulcus cruris, Dekubitus, diabetischem Fußsyndrom oder postoperativen Wundheilungsstörungen. Da sich Methoden, Materialien und wissenschaftliche Erkenntnisse stetig weiterentwickeln, ist aktuelles Expertenwissen entscheidend. Im Pius‑Hospital liegt diese Verantwortung beim Wundmanagement, das Patientinnen und Patienten ebenso wie die Pflegeteams unterstützt. Die zuständige Mitarbeiterin aus der Pflege verfügt über mehrere spezialisierte Zusatzqualifikationen und begleitet Betroffene während des gesamten Heilungsprozesses – auch über den Krankenhausaufenthalt hinaus.

Das moderne Wundmanagement erfordert kontinuierliche fachliche, rechtliche und wissenschaftliche Bewertung. Die zertifizierte Wundexpertin, Pflegetherapeutin Wunde (ICW) und Gefäßassistentin (DGG) berät die Pflegeteams der Stationen und versorgt Patientinnen und Patienten mit chronischen oder schlecht heilenden Wunden persönlich. Sie kontrolliert regelmäßig den Heilungsverlauf und setzt moderne Materialien und Techniken ein, um die Wundheilung zu fördern.

Die Wundexpertin erstellt individuelle Therapiepläne in Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten, versorgt die Wunden und dokumentiert den Verlauf in Schrift und Bild. Auch nach der Entlassung steht das Wundmanagement für Beratung und Informationen zur Verfügung.

  • Konsiliarische Wundberatung und Mitbehandlung im stationären Bereich
  • Erstellung individueller Therapiepläne gemeinsam mit dem behandelnden Arzt
  • Versorgung mit modernen Verbandmaterialien bzw. V.A.C.®‑Therapie
  • Dokumentation des Heilungsverlaufs in Schrift und Bild
  • Einbeziehung von Patientinnen, Patienten und Angehörigen in die Therapie
  • Bedürfnisorientierte Beratung und Schulung von Patienten und Angehörigen
  • Enge Zusammenarbeit mit dem Entlassungsmanagement sowie Mitgabe von Wunddokumentation und Verbandsmaterial an weiterbehandelnde Stellen
  • Fortbildung interner und externer Mitarbeitender im Bereich Wundversorgung

Koordinator der Pflegeexpertinnen und -experten

Julian Seidel M. Sc.

Telefon: 0441 229-2152
E-Mail: julian.seidel@pius-hospital.de