Medizinstudium an der Universität Oldenburg
Jedes Jahr starten 120 Studierende ihr Medizinstudium an der Universität Oldenburg. Von Beginn an werden sie durch problemorientiertes Lernen, kommunikative Kompetenzen und einen starken Forschungsbezug sorgfältig auf ihren späteren Beruf vorbereitet. Der Studiengang endet mit dem Staatsexamen. Eine Besonderheit ist der verpflichtende Aufenthalt an der Universität Groningen: Mindestens ein Jahr ihres sechsjährigen Studiums verbringen die Studierenden dort im Rahmen der European Medical School Oldenburg‑Groningen (EMS), einem einzigartigen deutsch‑niederländischen Kooperationsprojekt.
So erhalten deutsche und niederländische Studierende wertvolle Einblicke in ein anderes europäisches Gesundheitssystem. In Groningen kann zusätzlich der Masterabschluss „Geneeskunde“ erworben werden. Als klinischer Partner der Universitätsmedizin Oldenburg übernimmt das Pius‑Hospital eine zentrale Rolle in der Ausbildung des medizinischen Nachwuchses – getragen von Güte, Kompetenz und Sicherheit im Umgang mit Menschen.
Ihr praktischer Einsatz im Pius-Hospital
In den ersten drei Studienjahren vermitteln Lehrbeauftragte der Universitätskliniken im Patientenkolleg erste praktische Fähigkeiten anhand real vorgestellter Patientinnen und Patienten. Im vierten und fünften Jahr folgen mehrwöchige Einsätze in den Krankenhäusern, bevor das gesamte letzte Studienjahr dort verbracht wird. Ab dem zweiten Semester übernehmen die Studierenden zudem eigene Forschungsaufgaben. Mentorinnen, Mentoren und Tutorinnen sowie Tutoren des Pius‑Hospitals begleiten sie dabei engagiert in den Kliniken und Fachabteilungen.
Sie möchten Ihr Medizinstudium mit wertvollen Praxiserfahrungen und spannenden Einblicken in den Klinikalltag bereichern? Bei uns haben Sie die Möglichkeit, Ihr Wissen gezielt anzuwenden, aktiv im Team mitzuarbeiten und gleichzeitig neue Perspektiven für Ihre berufliche Zukunft zu entdecken.
Im Praktischen Jahr, im Blockpraktikum oder in der Famulatur erhalten Sie bei uns umfassende Einblicke in den klinischen Alltag, arbeiten eng im Team mit und können Ihr Wissen unter fachkundiger Anleitung gezielt vertiefen.
Folgende Kliniken kommen dafür infrage:
- Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Universitätsklinik für Viszeralchirurgie
- Klinik für Anästhesie und interdisziplinäre Intensivmedizin
- Universitätsklinik für Augenheilkunde
- Klinik für Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie
- Universitätsklinik für Gynäkologie
- Klinik für Innere Medizin, Pneumologie und Gastroenterologie
- Klinik für interdisziplinäre Notfallmedizin
- Klinik für Spezielle Orthopädie und Unfallchirurgie, Universitätsklinik für Orthopädie
- Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, Universitätsklinik für Medizinische Strahlenphysik
- Klinik für Thoraxchirurgie
- Klinik für Hämatologie und Onkologie, Universitätsklinik für Innere Medizin — Onkologie
Zu den Besonderheiten des Medizinstudiums in Oldenburg gehört eine frühe Einführung der Studierenden in die Forschung. Im sogenannten Longitudinalen Forschungs-Curriculum (LFC) lernen Studierende zuerst in Kleingruppen und später im Rahmen einer größeren Forschungsarbeit die wichtigsten Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens. Die Studierenden sollen lernen, kritisch mit Forschungsarbeiten umzugehen, selbst zu forschen und wissenschaftlich zu schreiben. Es soll dabei zu einer selbstgewählten oder vorgegebenen wissenschaftlichen Fragestellung geforscht werden und abschließend eine eigene Forschungsarbeit geschrieben werden. Die Fragestellungen reichen dabei von Literaturrecherchen bis hin zu Patientenumfragen oder Probenanalysen.
Unsere Universitätskliniken bieten spannende, wissenschaftliche Einsatzmöglichkeiten für Studierende, Assistenzärztinnen und Assistenzärzte an. Dazu zählen das Longitudinale Forschungscurriculum (LFC) sowie Promotionen zum „Dr. med.“.
Forschungsschwerpunkte sind u. a.:
- Digitalisierung in der Medizin (Universitätsklinik für Viszeralchirurgie)
- Hornhauttransplantation und Regeneration des Auges (Universitätsklinik für Augenheilkunde)
- Computer-assistierte Chirurgie (Universitätsklinik für Orthopädie)
- onkogene Treiber und Immuntherapie (Universitätsklinik für Innere Medizin — Onkologie)
- Forschungen zur Weltraumumgebung in der Strahlenphysik (Universitätsklinik für Medizinische Strahlenphysik)
Assistenzärztinnen und Assistenzärzten können sich grundsätzlich in allen Kliniken für Fachweiterbildungen bewerben. Die spezifischen Möglichkeiten werden nach Absprache evaluiert.

Kontakt
Wir legen großen Wert auf eine persönliche Betreuung und unterstützen bei der Verwirklichung der Studien- und Forschungsvorhaben. Interessentinnen und Interessenten können sich gerne an Dr. rer. nat. Timur Cetin wenden. Er fungiert als organisatorische und kommunikative Schnittstelle zwischen dem Studiengang Humanmedizin der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und dem Pius-Hospital Oldenburg. Herr Cetin unterstützt bei der Organisation von Praktika, Praktischem Jahr und Forschungsvorhaben.
Dr. rer. nat. Timur Cetin
Koordinator Unimedizin
Telefon: 0441 229-1962
E-Mail: timur.cetin@pius-hospital.de
