Glaukomsprechstunde

Was ist ein Glaukom?

Das Glaukom, auch bekannt als „Grüner Star", offenbart sich als Spektrum einer Augenerkrankung, bei der Sehnervenfasern zunehmend Schaden erleiden. Es werden verschiedene Arten des Glaukoms unterschieden. Unbehandelt kommt es zu einem irreversiblen und fortschreitenden peripheren Gesichtsfeldverlust sowie im Verlauf zu einer zentralen Sehminderung. Der „Grüne Star“ zählt zu den häufigsten Erblindungsursachen Europas. Durch eine zeitige Diagnose und passende Behandlung kann eine Sehbehinderung verhindert werden.

Vordergründiges Ziel der Glaukomtherapie

Je nach Glaukomform und Gefährdungsprofil ist das Risiko, zu Lebzeiten eine wesentliche Sehbehinderung zu erleiden, unterschiedlich. Aus diesem Grund legen wir die Intensität sowie die Art der Therapie in Abhängigkeit Ihrer Bedürfnisse, persönlicher Präferenzen, Risiken und gemeinsam ausgearbeiteter Ziele individuell fest. Unser vordergründiges Behandlungsziel besteht darin, Ihnen mit Ihrer Erkrankung zu Lebzeiten eine möglichst hohe Lebensqualität ohne wesentliche Einschränkungen zu ermöglichen.

Wie wird das Glaukom behandelt?

Bei Bedarf können Sie mit Ihrer Erkrankung an unserer Klinik durch ein spezialisiertes Team unter Anwendung moderner diagnostischer Systeme begleitet werden. Therapeutisch steht uns ein Spektrum konservativer, wenig invasiver ebensowie maximal effektiver Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Nicht selten wird zu Beginn der Erkrankung auf augendrucksenkende Massnahmen in Form von Tropfen zurückgegriffen und/oder es finden Laser-Eingriffe Anwendung. Je nach Glaukomform handelt es sich hierbei zum Beispiel um eine Lasertrabekuloplastik (Selektive Lasertrabekuloplastik/Mikropuls-Lasertrabekuloplastik), eine Periphere Laseriridotomie oder eine Periphere Laseriridoplastik.

Wann wird der „Grüne Star“ operiert?

Sofern eine medikamentöse Therapie oder Laserbehandlungen Ihren Sehnerv nicht ausreichend schützen, können Operationen erwogen werden. Hierbei gilt es Risiko und Nutzen unterschiedlicher Verfahren im Einzelfall gegeneinander abzuwägen. Denkbar sind weniger invasive Glaukomoperationen (zum Beispiel ein iStent, häufig in Kombination mit Kataraktchirurgie) oder auch Verfahren, die eine zusätzliche Kammerwasserableitung in den Raum oberhalb der Augenlederhaut ermöglichen (z.B. ein XEN Gel Stent, PreserFlo® MicroShunt, eine Trabekulektomie oder auch ein Schlauchdrainageimplantat). 
Nicht zuletzt können auch drucksenkende zyklodestruktive Eingriffe (ab interno oder ab externo) angewendet werden, um das kammerwasserbildende Organ im Auge zu veröden.

Ausblick in die Zukunft

Das in der Behandlung des Glaukoms zur Verfügung stehende Behandlungsspektrum wird seit Jahrzehnten kontinuierlich erweitert. Hierdurch ergeben sich auch Herausforderungen in der Auswahl individuell optimaler Behandlungsstrategien.

Letzte Aktualisierung: 15.11.2023