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Klinik für Hämatologie und Onkologie
Universitätsklinik für Innere Medizin — Onkologie

Das Klinikzentrum

Seit 20 Jahren geht das Pius-Hospital in der Krebstherapie einen besonderen Weg - und hat damit Erfolg: Tumorpatienten werden hier von Anfang an „interdisziplinär“ behandelt. Das heißt, Strahlentherapeuten und Hämatologen-Onkologen arbeiten in einem fachübergreifenden Klinikzentrum Hand in Hand zusammen; die Behandlung durch Bestrahlung und/oder medikamentöse Therapie (Chemotherapie, Antikörpertherapie, zielgerichtete Therapie) wird engstens aufeinander abgestimmt. Insbesondere für Krankheiten, bei denen eine Kombination von Strahlentherapie und Chemotherapie sinnvoll ist, ist dies ein wichtiger Vorteil.

Das Klinikzentrum setzt sich zusammen aus der

Klinik für Hämatologie und Onkologie
Direktor: Prof. Dr. med. Frank Griesinger

und der

Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie
Direktor: Dipl. Phys. Dr. med. Kay C. Willborn
mit der
Abteilung für Medizinische Physik
Leiter: Prof. Dr. rer. nat. Björn Poppe

Die Klinik für Hämatologie und Onkologie

In der Klinik für Hämatologie und Onkologie werden mit modernsten Methoden Tumorerkrankungen diagnostiziert und die medikamentöse Behandlung geplant und ausgeführt. Um das bestmögliche Behandlungsergebnis bei bestmöglicher Lebensqualität für jeden einzelnen Patienten zu erreichen, setzen wir unterschiedliche Wirkstoffe ein, inklusive monoklonale Antikörper und so genannte zielgerichtete Therapien, die gezielt auf spezifische Eigenschaften von Tumorzellen wirken und auf diese Weise nur oder überwiegend Tumorzellen angreifen oder am Wachstum hindern.

Stationäre Behandlung

Die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie und die Klinik für Hämatologie und Onkologie betreiben eine gemeinsame, fachübergreifende interdisziplinäre Station, in der Patienten mit hämatologisch/onkologischen Erkrankungen und Patienten mit onkologischen Erkrankungen, die stationär eine Strahlentherapie oder eine kombinierte Strahlen-/Chemotherapie erhalten, gemeinsam betreut werden. Mit der Fertigstellung des neuen C Flügels konnte die stationäre Versorgung erweitert werden und findet jetzt auf der Station EC mit 32 Betten statt.

Tagesklinik

Viele Therapien sind heutzutage so gut verträglich, dass sie auch ambulant gegeben werden können. Deshalb betreibt die Klinik für Hämatologie und Onkologie eine Tagesklinik, die seit Sommer 2006 gemeinsame Räume mit der Onkologischen Praxis im Diagnose- und Therapiezentrum am Pius-Hospital nutzt. Die Patienten bleiben so in der vertrauten Behandlung durch das Team, das sie bereits im Krankenhaus kennen gelernt haben. Hier werden alle hämatologischen und onkologischen Erkrankungen behandelt, die Behandlung erfolgt in Form von intravenösen Gaben (Spritzen und Infusionen) und/ oder Blut-Transfusionen. Bei Bedarf werden auch Punktionen, wie Pleura-, Aszites oder Knochenmarkspunktionen durchgeführt. Patienten, die ambulant mit einer kombinierten Strahlen- und Chemotherapie behandelt werden, erhalten die Chemotherapie in der onkologischen Tagesklinik durch die Mitarbeiter der Klinik für Hämatologie und Onkologie.

Wissenschaftliche Zusammenarbeit

Um sicherzustellen, dass den Patienten jeweils die bestmögliche, sichere und bestverträgliche Therapie angeboten wird, beteiligt sich die Klinik für Hämatologie und Onkologie an klinischen Studien, die sämtlich durch Ethikkommissionen überprüft wurden. Im Rahmen der Versorgungsforschung werden Studien zur Überprüfung der Versorgung von Patienten mit Krebserkrankung nach Zulassung neuer Medikamente durchgeführt. Im Rahmen der hämatologischen Diagnostik kooperiert das spezielle hämatologische Labor mit der Hämatopathologie Hamburg (Histologie) sowie der Universitätsmedizin Göttingen (Molekularbiologie und Zytogenetik). Ein Schwerpunkt ist die molekulare Charakterisierung von Patienten mit Lungenkrebs, die in Kooperation mit der Hämatopathologie Hamburg (Dr. Tiemann) sowie dem Max Planck Institut Köln, PD Dr. R. Thomas, durchgeführt wird.

Fachübergreifende Zusammenarbeit

Alle Tumorerkrankungen werden in fachübergreifender Zusammenarbeit mit den anderen Kliniken des Pius-Hospitals behandelt. So besteht beispielsweise im Bereich der Lungenkarzinome sowie aller im Brustraum befindlicher Tumore (Lymphome, Lungenmetastasen, Thymome, Keimzelltumore etc.) eine enge Zusammenarbeit mit dem DKG-zertifizierten Lungenkrebszentrum (Dr. med. Regina Prenzel, Dr. med. Douglas Scriba), bei Brustkrebs oder Gynäkologischen Tumoren mit dem Oldenburger Brustzentrum bzw. dem Gynäkologischen Krebszentrum (Prof. Dr. Dr. med. Rudy Leon De Wilde), bei Magen-, Pankreas- und Kolonkarzinomen mit der auf diese Erkrankungen spezialisierten Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie mit dem Darmkrebs- und Pankreaskrebszentrum (Priv.-Doz. Dr. med. Dirk Weyhe). Patienten mit hämatologischen Erkrankungen, die mit einer autologen oder allogenen Stammzelltransplantation behandelt werden sollen, werden in einer gemeinsam Konferenz mit dem Klinikum Oldenburg (Prof. Casper, Dr. Metzner) im Rahmen des Onkologischen Zentrums besprochen. Ein weiterer wesentlicher Schwerpunkt der Klinik für Hämatologie und Onkologie ist die Therapie von Neuroonkologischen Tumoren (ZNS-Lymphome, hirneigene Tumore), die in engere Kooperation mit der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie sowie mit den Kliniken im Evangelischen Krankenhaus (Neurochirurgie, Neurologie und Neuroradiologie) behandelt werden. Um die Behandlung optimal abzustimmen, werden die Patienten in einer krankenhausübergreifenden Konferenz (Allgemeine Tumorkonferenz des Onkologischen Zentrums) gemeinsam besprochen.

Darüber hinaus besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Onkologischen Praxis Oldenburg/Delmenhorst, sowie mit anderen Krankenhäusern in Oldenburg und Umgebung, zum Teil auch im Rahmen zertifizierter Zentren. Insbesondere bestehen enge Kooperationen mit dem Palliativzentrum des Evangelischen Krankenhauses und dem Hospiz St. Peter.

Die Klinik für Hämatologie und Onkologie in Zahlen

Die Klinik für Hämatologie und Onkologie gilt als hoch spezialisierte Anlaufstelle für Tumorpatienten aus der gesamten Region. Es werden jährlich über 2.500 Patienten behandelt. In der Klinik für Hämatologie und Onkologie arbeiten insgesamt 11 Ärzte (3 Weiterbildungsassistenten, 8 Fachärzte) sowie 32 Pflegekräfte. Das Klinikzentrum verfügt über 41 stationäre Betten und 13 tagesklinische Therapieplätze.

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