Gesundheitsstandort Oldenburg

Einst Residenz der Grafen, Herzöge und Großherzöge, ist Oldenburg heute lebendige Universitätsstadt und kulturelles, wissenschaftliches und gesundheitswirtschaftliches Zentrum im Nordwesten.

Mit fast 600.000 Beschäftigten ist der Gesundheitssektor einer der wichtigsten Wirtschafts- und Beschäftigungsbereiche in Niedersachsen – Tendenz steigend. Demographischer Wandel, zunehmendes Gesundheitsbewusstsein sowie der medizinisch-technische Fortschritt werden – auch in Oldenburg und Region – den Bedarf an Gesundheitsleistungen verstärken. Für dieses Wachstum ist die hiesige Gesundheitswirtschaft bestens aufgestellt. Sowohl in punkto Patientenversorgung als auch im Hinblick auf das Arbeitsumfeld für medizinische Berufe finden wir hier optimale Bedingungen vor. Schon vor Jahrzehnten hat man in Oldenburg  zu einem Modell gefunden, das zur Vernetzung der Gesundheitsangebote vor Ort beiträgt, indem es Ressourcen bündelt und Schwerpunkte setzt. Das ist nicht nur ökonomisch sinnvoll, es wirken sich insbesondere positiv auf das Wohl der Patienten aus. Die drei Oldenburger Krankenhäuser haben bereits in den 1980er Jahren im Rahmen einer engen Zusammenarbeit die medizinischen Fachrichtungen untereinander aufgeteilt und dadurch sehr früh Spezialisierungen auf hohem Niveau ermöglicht. Weitere Beispiele für das kooperative Oldenburger Modell sind unter anderen das von den drei Häusern gemeinsam betriebene Institut für Krankenhaushygiene, das gemeinsame Rehabilitations-Zentrum sowie das Hanse Institut Oldenburg für den Bereich der Weitebildung in der Pflege. Daneben besteht eine Vielzahl an interdisziplinären Netzwerken, die auch die niedergelassenen Anbieter von gesundheitsbezogenen Leistungen miteinbeziehen und dadurch ihrerseits für wichtige Synergieeffekte sorgen.

Die Oldenburger Krankenhäuser bündeln Ihre Kompetenzen ferner im Bereich der Hochschulmedizin. Gemeinsam bilden sie – zusammen mit der Karl-Jespers-Klinik in Bad Zwischenahn – den medizinischen Campus der Universität Oldenburg mit insgesamt 18 Universitätskliniken. Im Sommer 2012 ist nach über 20 Jahren in Deutschland erstmals wieder eine Medizinische Fakultät gegründet worden: die Fakultät für Medizin und Gesundheitswissenschaften an der Universität Oldenburg. Die European Medical School Oldenburg-Groningen (EMS), ein deutsch-niederländisches Kooperationsprojekt der Universitäten Oldenburg und Groningen, ist mit ihrem Profil einzigartig in Europa und sichert die Ausbildung von Ärzten für die Nordwestregion. Die Akteure aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Verbänden setzen sich engagiert für dieses Projekt ein, von dem nachhaltige Impulse für die Gesundheitswirtschaft in und um Oldenburg zu erwarten sind.

Neben Wissenschaft und Wirtschaft hat Oldenburg viel zu bieten. Das klassizistisch geprägte Stadtbild mit Bauten und Sehenswürdigkeiten aus fünf Jahrhunderten, die quirlige und weitläufige Fußgängerzone mit abwechslungsreichen Geschäften und Cafés, das umfangreiche Kultur-, Sport- und Freizeitangebot sowie die Nähe zur Küste stehen für eine hohe Lebensqualität.

Gesundheitsstandort Oldenburg