DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei
Das Pius-Hospital unterstützt die Deutsche Knochenmark Spenderdatei DKMS und ist einer von bundesweit 14 DKMS-Stützpunkten an einem Krankenhaus. An jedem Dienstag (10 bis 16 Uhr) im Monat können Menschen aus Oldenburg und der Region sich typisieren lassen. Wir bitten um telefonische Anmeldung. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Pius-Hospitals betreiben den Stützpunkt ehrenamtlich und unterstützen auch Typisierungsaktionen an Schulen und Hochschulen, in Sportvereinen und Betrieben. Seit Eröffnung des Stützpunktes im Oktober 2004 wurden 1.906 Menschen (Stand: Nov. 2007) im Rahmen der Sprechstunden und bei weiteren Aktionen typisiert.
Was macht die DKMS?
Die DKMS typisiert per Blutentnahme freiwillige Stammzellspender. Stammzellen werden z.B. von an Leukämie oder aplastischer Anämie erkrankten Menschen (meist Kinder und junge Erwachsene) benötigt, damit diese eine Überlebenschance haben.
Warum kostet die Typisierung Geld?
Die DKMS wurde 1991 als Privatinitiative gegründet. Damals gab es in Deutschland gerade einmal 3.000 registrierte Stammzellspender und wenig Hoffnung auf Hilfe für Krebspatienten. Die anfängliche Mitfinanzierung durch die Deutschen Krebshilfe und dem Bundesministerium für Gesundheit lief 1994 aus. Weil jede Typisierung uns 50 Euro kostet sind wir seitdem auf Geldspenden angewiesen.
Was kostet mich die Typisierung?
Zur Zeit werden die Typisierungen im Pius-Hospital durch ein Spendenkonto bezahlt. Wenn Sie sich selbst nicht typisieren lassen wollen oder können, freuen wir uns auch über Ihre Geldspende! Nur durch Spenden können wir garantieren, dass die lebensrettenden Typisierungen weiterhin für die freiwilligen Spenderinnen und Spender kostenlos bleiben.
Was geschieht dann?
Die Gewebemerkmale aller typisierten Menschen werden in einer internationalen Datenbank gespeichert. Die persönlichen Daten der potentiellen Spender sind nur der DKMS bekannt. – Sollten die gespeicherten Gewebemerkmale mit denen eines Patienten übereinstimmen, wird eine weitere Blutuntersuchung nötig. Diese dient dazu, die Bestimmung der Gewebemerkmale zu bestätigen und eine Verwechslung auszuschließen. Ein Patient mit einer häufigen Kombination der Gewebemerkmale kann unter 20.000 Menschen einen passenden Spender finden, bei einer sehr seltenen Kombination findet sich unter Umständen auch unter mehreren Millionen niemand. Es ist daher das erklärte Ziel des DKMS-Stützpunktes am Pius-Hospital, so viele potentielle Stammzellenspender wie möglich für eine Typisierung zu gewinnen.
Wer kann sich typisieren lassen?
Alle gesunden Menschen zwischen dem 18. und dem 55. Lebensjahr können sich typisieren lassen. Ausschlusskriterien sind z.B. Asthma, ein Gewicht unter 50 kg oder über 130 kg, Diabetes, Krebserkrankungen und Risikogruppen.
Was kann jeder Mitbürger und jede Mitbürgerin tun?
- Sie können als Einzelperson, als Kollegium oder als Abteilung eine Patenschaft übernehmen. Zahlen Sie 50 Euro auf das Pius/DKMS-Konto und finanzieren Sie so eine Typisierung.
- Spenden Sie Ihr Kleingeld in eine der Sammeldosen in der Cafeteria und an der Kasse des Pius-Hospitals
- Melden Sie sich persönlich zur Typisierung
- Informieren Sie Ihren Familien- und Freundeskreis
- Nutzen Sie die Informationen der DKMS
Was passiert mit den Spendengeldern?
Alle Gelder werden für Typisierungen vor Ort verwendet. Alle Informationen zu Spendenkontostand und Verwendungszweck der Spenden werden regelmäßig im Pius-Magazin PIA und im Internet veröffentlicht. Sollten mehr Stammzellenspender als Geldspenden vorhanden sein, wird eine Warteliste geführt.
DKMS-Sprechstunde im Pius-Hosptial
Sprechstunde ist jeden Dienstag im Monat von 10 bis 16 Uhr und nach Vereinbarung.
Telefonische Anmeldung unter: 0441 / 229 – 1340.
Kto-Nr: 1003342
BLZ: 280 50 100
(Landessparkasse zu Oldenburg)
Der aktuelle Stand des Spendenkontos (Oktober 2009) beträgt: 3.595,50 Euro.
Das reicht für 71 Typisierungen

