Die Diagnose Krebs und die Folgen
Für Betroffene stellt die Diagnose einer Krebserkrankung zunächst immer einen Schock dar, der sie aus ihrem gewohnten Alltag reißt. Doch nicht nur beim Patienten selbst, auch bei Familie, Angehörigen und Freunden tauchen viele Fragen auf, wie mit der Diagnose umgegangen werden kann. Die persönliche Lebensplanung der Betroffenen gerät in dieser Situation ins Wanken oft kommen hierzu noch eine Reihe von Fragen, zum Beispiel wie das gewohnte Familienleben weiter organisiert werden kann. Insgesamt kann die Diagnose Krebs zu einer kritischen Lebenssituation führen, die eine außergewöhnliche psychische Belastung nach sich zieht.
Der psychoonkologische Dienst
Einen persönlichen Gesprächspartner zu haben, der sich kompetent mit der Situation auskennt, ist aus diesem Grund besonders wichtig. Im Pius-Hospital stehen Christine Erdmann und Martina Ihlefeld als Psychoonkologinnen deshalb allen Betroffenen zur Seite. Psychoonkologie ist der Fachbereich, der sich mit der psychologischen Begleitung von Patientinnen und Patienten beschäftigt, die an Krebs erkrankt sind. Die beiden Psychoonkologinnen haben auf diesem Gebiet spezielle Weiterbildungen absolviert. Dank ihrer besonderen Ausbildung und ihres großen Erfahrungsschatzes wissen sie um die Lage von Betroffenen. Da jedes Schicksal einmalig ist, ist auch das Hilfsangebot individuell abgestimmt. Wichtig ist zunächst das persönliche Gespräch zwischen Psychoonkologin und Patient, in dem alles, was den Betroffenen bewegt, angesprochen werden darf. Alle Krebspatienten finden ein offenes Ohr und werden mit ihren Ängsten und Fragen ernst genommen. Häufig ist es für Betroffene bereits eine große Erleichterung, ein Gegenüber zu haben, an das sie sich wenden können und von dem sie ohne Vorbehalte angenommen werden. Das Angebot der Psychoonkologinnen reicht jedoch über Einzelgespräche mit Betroffenen hinaus. Es besteht auch die Möglichkeit, den Lebenspartner in Paargesprächen mit einzubeziehen. Besonders für Kinder kann es eine große Belastung darstellen, wenn eines der Elternteile an Krebs erkrankt ist. In Familiengesprächen kann auf die Sorgen und Nöte der Kinder eingegangen werden, um so bestehende Ängste aufzufangen und abzubauen. Das Hilfsangebot richtet sich nicht nur an die Familie, sondern auch an Personen aus dem Umfeld des Betroffenen. |
Individuelle Begleitung im Fokus
Das persönliche Gespräch ist für viele Betroffene ein wichtiger Schritt im Umgang mit der Erkrankung. In vielen Fällen bieten jedoch zusätzliche Angebote weitere Unterstützung. Was dies im Einzelfall sein kann, finden Patientinnen und Patienten gemeinsam mit den Psychoonkologinnen heraus. Für den einen können dies gezielte Entspannungsübungen wie Autogenes Training sein und für den anderen kreative Methoden wie Malen. Die Begleitung von Erkrankten erstreckt sich über deren gesamten Aufenthalt im Pius-Hospital. Gelegentlich ist der Kontakt zwischen Psychoonkologinnen und Patientinnen und Patienten jedoch nicht gleichzeitig mit der stationären Behandlung beendet, sondern reicht über diese hinaus. |
Austausch zwischen Betroffenen, Angehörigen und Interessierten fördern
Manchen Erkrankten und ihren Angehörigen hilft auch der Austausch mit anderen Menschen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden. Hierfür wird der Gesprächskreis „Gemeinsam leben mit Krebs“ von Christine Erdmann und Martina Ihlefeld angeboten, der einmal im Monat im Pius-Hospital stattfindet. Dort haben Menschen die Möglichkeit, untereinander zum Thema Krebs miteinander ins Gespräch zu kommen. Dieses Angebot gilt für alle Betroffenen, unabhängig davon, ob sie im Pius-Hospital in Behandlung sind oder nicht.
Der Gesprächskreis widmet sich bei jedem Treffen einem Schwerpunktthema:
12. Dezember 2011: Kreative Krankheitsbewältigung: „Was kann ich noch tun?“
9. Januar 2012, Würde und Selbstbestimmung im Kranksein - Wunsch oder Wirklichkeit?
13. Februar 2012, Was ist Fatigue?
12. März 2012, Körperlich aktiv bei Krebs!
16. April 2012, Wenn ein Elternteil an Krebs erkrankt…
14. Mai 2012, Sich selbst helfen – Selbsthilfegruppen stellen sich vor
11. Juni 2012, Was ist Palliativmedizin?
9. Juli 2012, Alternative Behandlungsmethoden bei Krebs
10. September 2012, Töne, die berühren – Musiktherapie in der Onkologie
8. Oktober 2012, Seel-Sorge
12. November 2012, ... und wenn der Krebs wieder kommt?
10. Dezember 2012, Krebs und Ernährung
Alle Termine und weitere Informationen finden Sie unter unserem Menüpunkt Veranstaltungen.
Kontakt
Christine Erdmann »zur Person
Ansprechpartnerin für die Patientinnen des Oldenburger Brustzentrums
und des Gynäkologischen Krebszentrums.
Psychoonkologin WPO, Psychologische Psychotherapeutin, Paar- und Familientherapeutin
Telefon 0441 / 229 - 1505
E-Mail christine.erdmann@pius-hospital.de
Martina Ihlefeld »zur Person
Ansprechpartnerin für Patientinnen und Patienten des Lungen-, Darm- und onkologischen Zentrums.
Psychoonkologin WPO, Psychologische Psychotherapeutin, Gesprächspsychotherapeutin
Telefon 0441 / 229 – 1505
E-Mail martina.ihlefeld@pius-hospital.de

