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Sozialer Dienst im Pius Hospital

Sozialdienste im Krankenhaus haben bereits eine sehr lange Tradition. Schon vor über 100 Jahren erfüllten sie Aufgaben, die bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben. In einem Flugblatt von 1926 heißt es dazu: „Sie geben Rat und Hilfe allen Patienten des Krankenhauses in allen Notlagen und fördern ihre Heilung, denn sie erleichtern ihre Sorgen.“ Schon damals ging es also um eine „Beschleunigung der Entlassung“, „Verhütung des Zusammenbruchs des Familienlebens durch Hilfen“ und „Sorgen für die rechtzeitige Behandlung durch Klärung der Kostenübernahmen.“

Im Pius-Hospital gibt den Sozialen Dienst seit 1985. Von Beginn an war die Einrichtung dieses Dienstes vom Grundsatz geprägt, dass die Beachtung der sozialen Fragen von Patienten eine Aufgabe aller Berufsgruppen im Krankenhaus ist. Über ihre speziellen Aufgaben hinaus sind alle Mitarbeiter gefordert, immer auch die sozialen, spirituellen und psychischen Belange der Patienten in den Blick zu nehmen.

Im Ethik-Komitee des Pius-Hospitals ist der Soziale Dienst vertreten, um dort mit weiteren Mitarbeitern des Krankenhauses das gemeinsame Handeln ethisch zu bedenken.

Flyer Sozialer Dienst. Zuhören, Planen, Lösungen finden. (PDF, 4,38 MB)

Das Team des Sozialen Dienstes

Alle Mitglieder des Teams sind für jeweils bestimmte Kliniken des Krankenhauses zuständig. Sie vertreten sich gegenseitig und sind über das Krankenhausinformationssystem auch elektronisch miteinander vernetzt.

 

Mitglied des TeamsZuständigkeitsbereichKontakt
Josef Roß
»zur Person
Leiter des Sozialen Dienstes
Klinik für Thorax-, Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie, Klinik für Orthopädie und Spezielle Orthopädische Chirurgie (zusammen mit Frau Neumann)Telefon 0441 / 229 - 1310
Telefax 0441 / 229 - 1090
josef.ross@pius-hospital.de

Ulrike Schmidt-Baumscheiper
»zur Person
Klinik für Frauenheilkunde, Geburtshilfe und Gynäkologische Onkologie; Klinik für Augenheilkunde, Klinik für Allgemein- und ViszeralchirurgieTelefon 0441 / 229 - 1309
Telefax 0441 / 229 - 1090
ulrike.schmidt-baumscheiper
@pius-hospital.de


Juliane Hierl
»zur Person
Klinik für Innere Medizin und PneumologieTelefon 0441 / 229 - 1313
Telefax 0441 / 229 - 1028
juliane.hierl@pius-hospital.de

Regine Harms
»zur Person
Klinikzentrum für Strahlentherapie, Hämatologe und OnkologieTelefon 0441 / 229 - 1314
Telefax 0441 / 229 - 1028
regine.harms@pius-hospital.de

Heike Neumann
»zur Person
Klinik für Orthopädie und Spezielle Orthopädische ChirurgieTelefon 0441 / 229 - 1311
Telefax 0441 / 229 - 1090
heike.neumann@pius-hospital.de

 

Das Team betreut inzwischen pro Jahr über 3.500 Patienten. Dazu kommen noch etwa 200 Beratungen von meist ehemaligen Patienten, die Rat suchen sowie die Beratungen für Mitarbeitende im Pius-Hospital.

Grundsätze für die Tätigkeit des Sozialen Dienstes

  • Alle Patienten und Angehörige haben die Möglichkeit, direkt die Unterstützung des Sozialen Dienstes in Anspruch zu nehmen.
  • Die Mitarbeiter des Sozialen Dienstes können ihre Aufgaben nur in enger Kooperation und Abstimmung mit den anderen Berufsgruppen erfüllen.
  • Die Mitarbeiter des Sozialen Dienstes hören zunächst immer erst zu, um die Anliegen, Fragen und Probleme zu verstehen und suchen dann gemeinsam mit Patienten und Angehörigen nach Wegen und Lösungen.
  • „Hilfe zur Selbsthilfe“ ist ein wichtiges Arbeitsprinzip: Je nach Situation gibt der Soziale Dienst Unterstützung und Hilfestellung, fordert aber auch das mögliche Mittun von Patienten und Angehörigen ein.
  • Die Mitarbeiter des Sozialen Dienstes können Patienten und Angehörige in der Krankheit ein Stück ihres Weges begleiten – In vielen ganz praktischen Fragen geht es zugleich auch darum, für sich einen neuen Weg zu finden.

Schwerpunkte der Tätigkeit

Rehabilitation
Nach einem Krankenhausaufenthalt hat die Rehabilitation die Aufgabe, Folgen der Erkrankung oder der Behandlung zu beheben oder zu lindern. In Absprache mit den behandelnden Ärzten wird die Notwendigkeit einer Rehabilitation festgestellt. Im Gespräch mit den Patienten wird deren Bereitschaft geklärt, denn eine gute Rehabilitation erfordert Motivation und aktive Mitarbeit. Anschlussheilbehandlungen sollten zeitnah an die Entlassung aus dem Krankenhaus durchgeführt werden. Deren Organisation hängt von vielerlei Faktoren ab:

  • der jeweiligen Indikation
  • der Rehabilitationsfähigkeit – brauche ich zum Beispiel in der Pflege noch Hilfestellungen
  • der Verfügbarkeit eines zeitnahen Aufnahmetermins in einer Klinik
  • den jeweiligen Kostenträgern und den von ihnen vorgegebenen Entscheidungsstrukturen
  • den individuellen Bedürfnissen jedes Patienten.

Berücksichtigt werden außerdem die unterschiedlichen Formen einer Anschlussheilbehandlung (teilstationär oder stationär) oder Spezialisierungen der Rehabilitation im Bereich Geriatrie oder Neurologie. Im Sinne eines optimalen medizinischen Behandlungsergebnisses müssen sich zumindest bei den Anschlussheilbehandlungen individuelle Wünsche Notwendigkeiten unterordnen.

Hilfen nach der Entlassung
Eine Entlassung aus dem Krankenhaus bedeutet nicht immer, dass Menschen ihr bisheriges Leben ohne Veränderung fortsetzen können. Manche Menschen brauchen in der ersten Zeit oder auch auf Dauer Hilfen. Durch Kontakte zu zahlreichen ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen, Wissen um gesetzliche Rahmenbedingungen und Verbindungen zu den unterschiedlichen Kostenträgern können die Mitarbeiter des Sozialen Dienstes gemeinsam mit Patienten und Angehörigen klären, wie weitere Versorgungen ermöglicht werden können. Ob zeitlich begrenzt oder dauerhaft, Krankheit und Pflegebedürftigkeit bedeuten sowohl für den Kranken als auch für dessen Angehörige eine Herausforderung, weil sich plötzlich und ungeplant das Leben verändert.

Inzwischen gibt es ein breites Spektrum an unterschiedlichen Unterstützungsformen. Entscheidend ist, sich frühzeitig gemeinsam mit Veränderungen vertraut zu machen. Die Tatsache, dass besonders ältere Menschen häufig mit Hilfebedarf entlassen werden, ist für den Sozialen Dienst Grund und Herausforderung, beratend und unterstützend tätig zu werden.

Sozialrechtliche Fragen
Krankheit bringt im wahrsten Sinne des Wortes vieles durcheinander. Die Frage nach dem Krankengeld ist hierbei für viele existenziell. Kinderbetreuung muss organisiert werden, wenn plötzlich die Betreuungsperson krank wird. Der plötzliche Krankenhausaufenthalt bringt ans Tageslicht, dass keine Krankenversicherung besteht. Unerwartet sehen sich Kranke mit einem Antrag auf Rente konfrontiert, obwohl sie noch gar nicht in dem Alter sind. – Der Sozialdienst im Krankenhaus kann hier entscheidend unterstützen: Nicht in allen Fragen sind die Mitarbeiter auch jeweils Spezialisten, dies können sie auch gar nicht sein. Aber sie haben den Gesamtüberblick über unterschiedliche Regelungen und können so Kontakte zu den Spezialisten herstellen. Deshalb gibt es kaum eine Frage, die nicht irgendwann in den Beratungen auftaucht. Niemand muss von hier weggehen, ohne dass es nicht mindestens irgendeine weitergehende Perspektive gibt.

Familie und Angehörige
Krankheit ist nie nur ein Geschehen, das den Erkrankten allein betrifft. Immer ist auch die Familie, sind auch die Angehörigen betroffen, wenn auch ganz unterschiedlich. Plötzliche Erkrankungen machen es notwendig, kleine Kinder oder auch pflegebedürftige Angehörige anderweitig zu versorgen. In akuten Krankheitssituationen treten auch Beziehungen zwischen Angehörigen deutlicher zutage. Was ist dann möglich an Gespräch über Krankheit, Tod oder Sterben? Wer kann eigentlich mit wem reden? Welche Möglichkeiten gibt es, Trauer und Abschied zu leben? Gespräche über praktische Fragen bekommen häufig unverhofft eine Wendung, wenn persönliche Fragen der Versorgung Raum erhalten. Gerade die Sichtweise auf Erkrankung als etwas, das immer den Kranken und sein Umfeld gemeinsam betrifft, kann hier helfen.

Lebensfragen, Krisen
Die Betroffenen kommen zumeist mit ganz praktischen Fragen zum Sozialen Dienst. Im Laufe des Gesprächs stellt sich dann häufig heraus, dass es um viel mehr geht: Lebensperspektiven ändern sich, Beziehungen müssen sich teils neu finden. Menschen, die scheinbar nicht mehr miteinander reden, finden plötzlich wieder zueinander. Krisen bedeuten für Menschen immer auch Chancen, ihr Leben neu zu ordnen, dem Leben eine Wende zu geben. Hier können die Mitarbeiter des Sozialdienstes ihre wichtigsten Instrumente einsetzen: Ohr, Herz und Verstand. Die Frage nach einer Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht ist Anlass und Gelegenheit.

Downloads

Sie wünschen weitere Informationen? In diesem Download Bereich können Sie die Broschüren des Sozialen Dienstes online einsehen und downloaden.

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Kooperation und Vernetzung

Eine gute Umsorgung von Menschen kann sich nicht auf das Krankenhaus beschränken. Möglichkeiten von Hilfen und Versorgung sind immer nur so gut wie auch das Angebot der Versorgung außerhalb des Krankenhauses. Aus diesem Grund haben sich Mitarbeiter des Sozialen Dienstes seit seiner Gründung immer auch in Arbeitskreisen und Gremien engagiert, um die Versorgungssituation der Menschen hier in Stadt und Region zu verbessern.

  • Regionaler Arbeitskreis der Sozialdienste im Gesundheitswesen
  • Regionaler Arbeitskreis Krebsnachsorge
  • Versorgungsnetz Gesundheit Oldenburg
  • Deutsche Vereinigung für Sozialdienste im Gesundheitswesen
  • Palliativer Arbeitskreis Oldenburg
  • Sozialpsychiatrischer Arbeitskreis Oldenburg
  • Hospizbewegung Oldenburg
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