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Klinik für Thorax-, Gefäß- und
endovaskuläre Chirurgie

Die Klinik

Die Klinik für Thorax-, Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie besteht seit 1980 und gehört zu den großen Fachzentren des Pius-Hospitals. Die Klinik unterteilt sich in zwei Abteilungen:

Die Abteilung für Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie mit dem Gefäßzentrum Oldenburg, welches aufgrund des umfassenden Leistungsspektrums und der hohen Qualität 2003 als eine der ersten von zehn Kliniken durch die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie offiziell zertifiziert und 2011 erfolgreich zur zweiten mal rezertifiziert worden ist. In der Abteilung stehen alle modernen diagnostischen und operativen Maßnahmen zur Behandlung der arteriellen (Schlagadern) und venösen (Venen) Gefäße zur Verfügung. Im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung behandeln wir auch regelmäßig Patienten aus der Neurologischen Klinik des Evangelischen Krankenhauses Oldenburg.

Die zweite Abteilung der Klinik, die Abteilung für Thoraxchirurgie, bildet zusammen mit der pneumologischen Abteilung der Klinik für Innere Medizin ein interdisziplinäres Zentrum zur Behandlung von Erkrankungen der Lunge und des Brustkorbes als integraler Bestandteil des Lungenkrebszentrums.

Abteilung für Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie / Gefäßzentrum Oldenburg

Die Schwerpunkte sind die Behandlung und Untersuchung bei:

  • Verengungen der Halsschlagader (Arteria carotis)
    werden bei Verengungen zur Prophylaxe eines Schlaganfalls immer häufiger durch eine endovaskuläre Stentimplantation durchgeführt, d.h. ohne große Schnitte. Die offene Operation ist laut aktueller Studienlage aber nach wie vor der „Goldstandard“.
  • Aussackungen der Bauchschlagader (Aneurysma)
    werden zum einen offen durch den Einsatz von Gefäßprothesen zum anderen auch in minimalinvasiver Technik (Stentimplantation) behandelt. Bei der sogenannten Schaufensterkrankheit werden oft Kombinationseingriffe mit minimal-invasiven und offen-chirurgischen Techniken durchgeführt.
  • Das diabetische Fußsyndrom
    wird sowohl konservativ (mit Medikamenten, Infusionen und Wundpflege) als auch operativ durch Gefäßrekonstruktionen nach dem neuesten Stand der Medizin behandelt.
  • Angina abdominalis
    In Zusammenarbeit mit der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie werden Einengungen der Viszeralgefäße (Eingeweideschlagadern) behandelt.
  • Notfallversorgung
    akuter Gefäßverschlüsse (arterielle Embolie) oder bei Rissen/Rupturen der Hauptschlagader, sowohl endovaskulär als auch offen chirurgisch.
  • Varizen (Krampfadern)
    Wir entfernen Krampfadern in der Regel ambulant, in Spezialfällen auch stationär, in örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose. Hierfür steht uns das neue Diagnose- und Therapiezentrum Oldenburg am Pius-Hospital zur Verfügung
  • Herzrhythmusstörungen
    In enger Zusammenarbeit mit den Kardiologen der Klinik für Innere Medizin implantieren wir in örtlicher Betäubung Herzschrittmacher der neuesten Generation.

Abteilung für Thoraxchirurgie

Die Schwerpunkte sind die Behandlung und Untersuchung bei:

  • Lungenkarzinom
  • Erkrankungen und Tumoren der Trachea (Luftröhre)
  • Pneumothorax (Lungenkollaps)
  • Lungenvolumenreduktion beim Emphysem
  • Unklaren Lungenherden und Lungengewebsveränderungen
  • Lungenmetastasen (Entfernung mit Laser)
  • Rippenfellerguss (entzündlich, bösartig, eitrig)
  • Empyem (Vereiterung des Brusthöhle)
  • Mediastinaltumoren (Raumforderungen des Mittelfellraumes z.B. bei Myasthenia gravis)
  • Brustkorbdeformierungen (z.B. Trichterbrust, Kielbrust)
  • Verletzungen der Lunge oder des Brustkorbes
  • Einengungen der Schlüsselbeingefäße (Thoracic Outlet Syndrom)
  • Hyperhydrosis (vermehrtes Schwitzen z.B. der Hände)


Der Philosophie unseres Hauses entspricht es, den Menschen ganzheitlich zu betrachten. Deshalb legen wir großen Wert auf interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den anderen Kliniken und Fachabteilungen des Pius-Hospitals. So steht Ihnen das Team der Abteilung für Physiotherapie vor und nach jedem Eingriff mit Atem-Therapie und Mobilisationsübungen zur Seite. Im Kampf gegen den Krebs arbeiten wir eng mit dem weit über die Region hinaus renommierten Klinikzentrum für Strahlentherapie, Hämatologie und Onkologie zusammen. In der Diagnostik sind wir insbesondere mit dem Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und der Klinik für Nuklearmedizin verknüpft.

Die Klinik in Zahlen

Wir behandeln jährlich rund 1.300 stationäre Patienten aus dem gesamten Weser-Ems-Gebiet. Im Jahr 2008 wurden im Pius-Hospital etwa 950 stationäre gefäßchirurgische Eingriffe durchgeführt. Davon rund:

  • 240 Operationen an den Hauptschlagadern
  • 170 an der Halsschlagader (60 endovaskulär durch Karotisstents)
  • 70 an den Bauch- und Beckenschlagadern (30 endovaskulär, u.a. Aortenstentgraftprothesen)
  • 200 Operationen an den Arm- und Beingefäßen

Im unserem ambulanten Diagnose- und Therapiezentrum wurden 2011 über 200 ambulante Operationen (Port- und Herzschrittmacherimplantationen sowie Krampfaderentfernungen) durchgeführt.

Weiterhin wurden im Jahr 2011 über 650 operative Eingriffe an der Lunge oder am Brustkorb, davon über die Hälfte in minimal-invasiver Technik, durchgeführt.

In der Klinik für Thorax-, Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie sind 11 Fach- und Assistenzärzte sowie ca. 35 Schwestern und Pfleger, Physiotherapeuten, Arzthelferinnen und Mitarbeiterinnen in der Verwaltung beschäftigt.

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