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Klinik für Thorax-, Gefäß- und
endovaskuläre Chirurgie

Die Klinik

Die Klinik für Thorax-, Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie feierte im November 2005 ihr 25jähriges Bestehen und gehört zu den großen Fachzentren des Pius-Hospitals. Die Klinik unterteilt sich in zwei Abteilungen:

Die Abteilung für Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie mit dem Gefäßzentrum Oldenburg, welches aufgrund des umfassenden Leistungsspektrums und der hohen Qualität 2003 als eine der ersten zehn Kliniken durch die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie offiziell zertifiziert und 2007 rezertifiziert worden ist. In der Abteilung stehen alle modernen diagnostischen und operativen Maßnahmen zur Behandlung der arteriellen (Schlagadern) und venösen (Venen) Gefäße zur Verfügung.

Die zweite Abteilung der Klinik, die Abteilung für Thoraxchirurgie, bildet zusammen mit der pneumologischen Abteilung der Klinik für Innere Medizin das Oldenburger Lungenzentrum im Pius-Hospital zur interdisziplinären Behandlung von Erkrankungen der Lunge und des Brustkorbes.

Abteilung für Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie / Gefäßzentrum Oldenburg

Die Schwerpunkte sind die Behandlung und Untersuchung bei:

  • Verengungen der Halsschlagader (Arteria carotis)
    werden bei Verengungen zur Prophylaxe eines Schlaganfalls immer häufiger durch eine endovaskuläre Stentimplantation durchgeführt, d.h. ohne große Schnitte. Die offene Operation ist laut aktueller Studienlage aber nach wie vor der "Goldstandard".
  • Aussackungen der Bauchschlagader (Aneurysma)
    werden zum einen offen durch den Einsatz von Gefäßprothesen zum anderen auch in minimalinvasiver Technik (Stentimplantation) behandelt. der sogenannten Schaufensterkrankheit hier werden oft Kombinationseingriffe mit minimal-invasiven und offen-chirurgischen Techniken durchgeführt.
  • Das diabetische Fußsyndrom
    wird sowohl konservativ (mit Medikamenten, Infusionen und Wundpflege) als auch operativ durch Gefäßrekonstruktionen nach dem neuesten Stand der Medizin behandelt.
  • Angina abdominalis
    In Zusammenarbeit mit der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie werden Einengungen der Viszeralgefäße (Eingeweideschlagadern) behandelt.
  • Notfallversorgung
    akuter Gefäßverschlüsse (arterielle Embolie) oder bei Rissen/Rupturen der Hauptschlagader, sowohl endovaskulär als auch offen chirurgisch.
  • Varizen (Krampfadern)
    Wir entfernen Krampfadern in der Regel ambulant, in Spezialfällen auch stationär, in örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose. Hierfür steht uns das neue Diagnose- und Therapiezentrum Oldenburg am Pius-Hospital zur Verfügung
  • Herzrhythmusstörungen
    In enger Zusammenarbeit mit den Kardiologen der Klinik für Innere Medizin implantieren wir in örtlicher Betäubung Herzschrittmacher der neuesten Generation.

Abteilung für Thoraxchirurgie

Die Schwerpunkte sind die Behandlung und Untersuchung bei:

  • Lungenkarzinom
  • Pneumothorax (Lungenkollaps)
  • Unklaren Lungenherde und Lungengewebsveränderungen
  • Lungenmetastasen (Entfernung mit Laser)
  • Rippenfellerguss (entzündlich, bösartig, eitrig)
  • Empyem (Vereiterung des Brusthöhle)
  • Mediastinaltumoren (Raumforderungen des Mittelfellraumes z.B. bei Myasthenia gravis)
  • Brustkorbdeformierungen (z.B. Trichterbrust, Kielbrust)
  • Verletzungen der Lunge oder des Brustkorbes
  • Durch Rippen verursachte Einengungen der Schlüsselbeinarterie (Thoracic Outlet Syndrom)


Der Philosophie unseres Hauses entspricht es, den Menschen ganzheitlich zu betrachten. Deshalb legen wir großen Wert auf interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den anderen Kliniken und Fachabteilungen des Pius-Hospitals. So steht Ihnen das Team der Abteilung für Physiotherapie vor und nach jedem Eingriff mit Atem-Therapie und Mobilisationsübungen zur Seite. Im Kampf gegen den Krebs arbeiten wir eng mit der weit über die Region hinaus renommierten Klinik für Strahlentherapie und Internistische Onkologie zusammen. In der Diagnostik sind wir insbesondere mit dem Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und der Klinik für Nuklearmedizin verknüpft. Im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung behandeln wir auch regelmäßig Patienten aus der Neurologischen Klinik des Evangelischen Krankenhauses Oldenburg.

Die Klinik in Zahlen

Wir behandeln jährlich rund 1.500 stationäre Patienten aus dem gesamten Weser-Ems-Gebiet. Im Jahr 2007 wurden im Pius-Hospital etwa 900 gefäßchirurgische Eingriffe durchgeführt. Davon rund:

  • 240 Operationen an den Hauptschlagadern
  • 170 an der Halsschlagader (60 endovaskulär durch Karotisstents)
  • 70 an den Bauch- und Beckenschlagadern (30 endovaskulär, u.a. Aortenstentgraftprothesen)
  • 200 Operationen an den Arm- und Beingefäßen
  • 210 Port- und Herzschrittmacherimplantationen
  • 80 Krampfaderentfernungen

Weiterhin wurden im Jahr 2009 rund 550 Eingriffe an der Lunge oder am Brustkorb, davon über die Hälfte in minimal-invasiver Technik, durchgeführt.

In der Klinik für Thorax-, Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie sind 10 Fach- und Assistenzärzte sowie ca. 35 Schwestern und Pfleger, Physiotherapeuten, Arzthelferinnen und Mitarbeiterinnen in der Verwaltung beschäftigt.

Wir operieren in modernen Operationssälen, die allen hygienischen Anforderungen entsprechen und seit Anfang 2008 im neu erbauten ambulanten Diagnose- und Therapiezentrum.

Für unsere Patienten stehen insgesamt 40 Betten bereit, davon einige auf der Intensivstation und der neu gebauten Intermediate-Care-Station (Wachstation).

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