Klinik für Strahlentherapie und
Internistische Onkologie
Die Klinik
Seit 20 Jahren geht das Pius Hospital in der Krebstherapie einen besonderen Weg - und hat damit Erfolg: Tumorpatienten werden hier von Anfang an „interdisziplinär“ behandelt. Das heißt, Strahlentherapeuten und internistische Onkologen arbeiten in einer fachübergreifenden Klinik Hand in Hand zusammen; die Behandlung durch Bestrahlung und Medikamente wird engstens aufeinander abgestimmt. Insbesondere für Krankheiten, bei denen eine Kombination von Strahlentherapie und Chemotherapie sinnvoll ist, ist dies ein wichtiger Vorteil.
Die Abteilung Internistische Onkologie und das Medizinische Versorgungszentrum der Tumordiagnostik und Therapie/Hämatologie und der Internistischen Onkologie verfügen seit März 2009 über die Weiterbildungsermächtigung für das Gebiet „Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie".
Strahlentherapie
Die Klinik für Strahlentherapie und internistische Onkologie ist nach dem neuesten Stand der technischen und medizinischen Entwicklung ausgestattet. Sie verfügt über
- zwei Linearbeschleuniger mit individuell konfigurierbaren Feldausblendungen (MLC) für die gezielte, hochdosierte Bestrahlung bei maximaler Schonung von gesundem Gewebe
- ein Afterloading-Bestrahlungsgerät, das zur Bestrahlung von Tumoren in Körperhöhlen
- (z.B. in den Bronchien) eingesetzt werden kann.
- Modernstes Know-how kommt auch bei der drei-dimensionalen computergestützten Erstellung des Bestrahlungsplanes zum Einsatz, der für jeden Patienten individuell erstellt wird.
Medikamentöse Therapie
In der Klinik für Internistische Onkologie werden mit modernsten Methoden Tumorerkrankungen diagnostiziert und die medikamentöse Behandlung geplant und ausgeführt. Um das bestmögliche Behandlungsergebnis bei bestmöglicher Lebensqualität für jeden einzelnen Patienten zu erreichen, setzen die Ärzte die unterschiedlichsten Wirkstoffe ein, inklusive monoklonale Antikörper und so genannte zielgerichtete Therapien, die gezielt auf spezifische Eigenschaften von Tumorzellen wirken und auf diese Weise nur krankes Gewebe angreifen oder am Wachstum hindern.
Tagesklinik
Viele Therapien sind heutzutage so gut verträglich, dass sie auch ambulant gegeben werden können. Deshalb betreibt das Pius-Hospital eine Tagesklinik, die seit Sommer 2006 gemeinsame Räume mit der Onkologischen Praxis im Diagnose- und Therapiezentrum am Pius-Hospital nutzt. Die Patienten bleiben so in der vertrauten Behandlung durch das Team, das sie bereits im Krankenhaus kennen gelernt haben. Hier bekommen sie die vereinbarte Therapie in Form von Spritzen oder einer Infusion. Bei Bedarf werden auch Blut-Transfusionen oder Punktionen durchgeführt.
Wissenschaftliche Zusammenarbeit
Um sicherzustellen, dass den Patienten jeweils die bestmögliche, sicher überprüfte Therapie angeboten wird, unterhält die Klinik auf dem Gebiet der Medizinischen Physik eine wissenschaftliche Kooperation mit der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg. Ebenso beteiligen sich beide Fachabteilungen an wissenschaftlichen Studien.
Fachübergreifende Zusammenarbeit
Alle Tumorerkrankungen werden in fachübergreifender Zusammenarbeit mit den anderen Kliniken des Pius-Hospitals behandelt. So besteht beispielsweise im Bereich der Bronchialkarzinome eine enge Zusammenarbeit mit der Pneumologie und der Thoraxchirurgie, bei Brustkrebs mit dem Oldenburger Brustzentrum im Pius-Hospital, bei Magen-, Pankreas- und Kolon-Karzinomen mit der auf diese Erkrankungen spezialisierten Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie. Darüber hinaus besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Onkologischen Praxis Oldenburg sowie mit anderen Krankenhäusern in Oldenburg und Umgebung, zum Teil auch im Rahmen zertifizierter Zentren.
Die Klinik in Zahlen
Die Klinik für Strahlentherapie und internistische Onkologie gilt als hochspezialisierte Anlaufstelle für Tumorpatienten aus der gesamten Region. Es werden jährlich über 2.500 Patienten behandelt.
In der Klinik für Strahlentherapie und Internistische Onkologie sind insgesamt 14 Ärzte, 5 Physiker und Techniker sowie 12 Medizinisch-Technische Radiologie-Assistentinnen und 32 Schwestern und Pfleger beschäftigt. Die Klinik verfügt über 33 stationäre Betten und 8 Betten in der Tagesklinik.


