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Qualitätsmanagement

Qualität mit Brief und Siegel

Ein Qualitätsmanagement-Zertifikat nach DIN EN ISO 9001:2008 schmückt den Eingangsbereich des Pius-Hospitals. Für manch einen Patienten ist dies ein überzeugendes Güte-Siegel. Doch wenn man es ernst meint, ist ein Qualitätsmanagement-System noch viel viel mehr.

Um dies zu verdeutlichen, vergleichen wir die Arbeit im Krankenhaus gerne mit einem Orchester: Es kommt auf den Gesamtklang an. Natürlich beherrscht jeder von uns sein eigenes Instrument. Aber wirklich gut sind wir nur dann, wenn wir aufeinander hören, aufeinander abgestimmt sind und gemeinsam auf dasselbe Ziel hin arbeiten. Ein funktionierendes Qualitätsmanagement-System sorgt für den Gesamtklang und für das Zusammenspiel innerhalb der verschiedenen beteiligten Gruppen.

Das Zusammenspiel regeln

Das Bild vom Orchester setzt sich auch in anderen Wirtschaftsbereichen immer mehr durch. Überall da, wo Menschen zusammen arbeiten ist es notwendig, Strukturen zu schaffen, die das Zusammenspiel regeln. Das gilt für jede Werkstatt genauso wie für Banken, Lebensmittelhersteller, für die Feuerwehr oder für viele andere Bereiche. Das Pius-Hospital hat sich daher ganz bewusst für ein Qualitätsmanagement-System entschieden, das auch in allen anderen Wirtschaftsbereichen Anwendung findet. Üblicherweise lassen sich Krankenhäuser nach den Normen KTQ oder ProCumCert zertifizieren. Eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2008 geht in einigen Bereichen darüber hinaus.

So verlangt die ISO-Norm etwa auch nach erfolgter Zertifizierung eine kontinuierliche Qualitätsarbeit, die laufend überprüft werden kann.

Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein!

Dazu gehört unter anderem, dass jede Klinik und jede Abteilung selbst ihre Prozessabläufe permanent überprüft und gegebenenfalls Verbesserungs-Ideen entwickelt. Außerdem kommen eigens dafür geschulte Pius-Mitarbeiter aus anderen Arbeitsbereichen, so genannte "interne Auditoren" (von audire = hören), in jede Abteilung und überprüfen, ob die vereinbarten Prozessabläufe eingehalten werden und was sinnvollerweise verbessert werden könnte. In einem gut aufeinander eingestimmten Orchester sind Zuhörer aus anderen Stimmen willkommen. Sie kennen das Stück, das gespielt wird, wissen, worauf es ankommt und können zugleich dennoch mit der nötigen Distanz lauschen.

"Wir wollen immer besser werden", betont ein Orchestermitglied – pardon, eine Pius-Mitarbeiterin, die gemeinsam mit 26 anderen zur internen Auditorin ausgebildet wurde. "Deshalb versuchen wir, auch kleine Misstöne herauszuhören und Abhilfe zu schaffen. Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein."

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